Sicherheitsvorkehrungen und Standards bei Hochwasser

Vorsorge | Vermischtes
von hallelife.de | Redaktion

Dass es in Deutschland und in angrenzenden europäischen Ländern zu immer häufiger auftretenden Höchstpegeln von Flüssen kommt, zeigen die Aufzeichnungen von Hochwassern und Hochwasser gefährdeten Gebieten der vergangenen zehn Jahre. Ob im Rheinland oder im hohen Norden und Süden oder Osten. Dass Seen, Flüsse und das Meer sich bei steigendem Meeresspiegel und auch bei dauerhaften Unwettern mit Stürmen und starken Regengüssen weit über die Begrenzungen und Ufer hinweg ihren Weg finden, geht meist mit verheerenden, zerstörerischen Folgen einher.

Selbst die noch so gut verdichteten Dämme und Kaimauern, die das Wasser bändigen und zurückhalten sollen, stehen den gigantischen Kräften hoher Wellen und starker Stürme und tagelanger Regenschauer meist völlig hilflos gegenüber. Ganze Städte, Dörfer und Stadtregionen und das gesamte Umland können bei Hochwasser flächendeckend über etliche Kilometer hinweg überflutet werden. Dann bietet sich ein Bild des Schreckens, wenn Menschen ihre Häuser verlassen, sich selbst ihr Hab und Gut und ihr Vieh in teils dramatischen Rettungsaktionen retten müssen. Nicht selten kommt es dabei um Aktionen, die über Leben und Tod entscheiden können. Allein das Hochwasser in Halle 2013 zeigt auf, wie schnell und gewaltig eine solche Naturkatastrophe jede Region unseres Landes innerhalb kürzester Zeit einholen kann.

 

 

Hochwasser in Deutschland nicht mehr selten

Der Klimawandel zeigt deutlich in den vergangenen Jahren seine dramatischen Auswirkungen für die Umwelt. Starkregen und Stürme nehmen zu. Dazu gesellen extreme sich Trockenperioden und sogar Orkane und Tornados. Handlungsbedarf, um Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, ist schon sehr lange diesbezüglich ein Thema hierzulande. Da helfen schon lange nicht mehr ein paar Sandsäcke, die als Kai und Mauer oder vor Tore und Türen aufgereiht werden. Bewohner, die nah an Flüssen wie Main, Rhein oder Elbe leben, müssen immer mit der Angst im Nacken leben, dass jederzeit der Fluss ihr Hab und Gut über Nacht mitreißen kann. Am Rhein entlang und der Mosel kommt es jährlich in der Regel mindestens einmal zur Hochwasserlage. Dass die Flüsse dabei schnell über die Ufer treten, ist noch das kleinere Übel. An den jeweiligen Oberläufen kommt es bei Starkregen und Dauerregen sehr schnell zu Überflutungen. Auch im Osten ist der Kampf gegen das Wasser vielerorts allgegenwärtig. Allein das Hochwasser 2013 in Halle sorgte für mächtiges Chaos, Angst und Schrecken. Schnell war die Rede vom Jahrhunderthochwasser und mit Recht. Die Gebiete um Saale waren komplett überflutet. Dazu gehörten Städte wie Halle selbst, Zeitz, Mersenburg, Weißenfels, Naumburg und Bad Dürrenberg. Dort, wo die Weiße Elster in Saale mündete, ging die Saale über die Ufer. Die Acht-Meter-Marke wurde am 5. Juni 2013 überschritten und galt somit als Jahrhunderthochwasser. Die Bilder vieler Menschen, die nicht mehr rechtzeitig aus ihren Häusern konnten und auf ihren Dächern sitzend auf Rettung warteten, gingen um die Welt.

 

Mit baulichen Maßnahmen das Wasser lenken

Immer mehr greifen besonders Eigentümer von Häusern darauf zurück, in besonders gefährdeten Hochwassergebieten mit baulichen Veränderungen und Schutzmaßnahmen zu arbeiten. Denn schon eine kleine Veränderung an oder in Gehwegen, Einfahrten, Straßenführungen und Co., kann wirklich Großes im Ernstfall bewirken. Dem Wasser quasi ganz gezielt den Weg weisen zu können gehört mit zu den einfachsten und auch sinnvollsten und gleichzeitig effektivsten Baumaßnahmen und Veränderungen, die man schnell einrichten lassen kann. So sind beispielsweise Sohlschalen aus Beton zur Oberflächenentwässerung eine sehr effektive wie hilfreiche Lösung. Das Wasser kann durch diese massiven Betonteile geradewegs gelenkt und geleitet werden. Besonders bei versiegelten Oberflächen ist die Leitfähigkeit von großer Bedeutung. Da in diesen Fällen das aufkommende Regenwasser bei Dauerregen nicht ins Erdreich absickern kann. Die Massen an Wasser, die dann über die Oberflächen hinweg ihren Weg finden, würden bei nicht ganz gezielter Streckenvorgabe und Leitrichtung das Fass garantiert zum Überlaufen bringen und das angestaute Wasser steht buchstäblich im Nu bis zum Hals.

 

Wasser bahnt sich immer seinen Weg

Mit klugen und cleveren Baumaßnahmen rings um Hochwassergebiete und an Flüssen konnten in den vergangenen Jahren somit etliche weitere Katastrophen gemindert und verhindert werden. Allein die Tatsache, dass Ufer wieder renaturiert wurden, mit bestimmten Bepflanzungen und Begrünungen gearbeitet wurde, hat schon einige positive Aspekte hervorgebracht. Auch die Aufschüttung von großen Felsen und Steinen, Kies und Schutt, kann als Drainage und natürliche Barriere bei Hochwasser wirken. Zumindest benötigt auf diese Weise das Wasser einen wesentlich längeren Zeitraum, um sich seinen zerstörerischen Weg zu bahnen. Zeit, um nötige Evakuierungen und Vorkehrungen in betroffenen und gefährdeten Gebieten zu treffen. Innerhalb kürzester Zeit, begünstigter Umstände kann Hochwasser über Nacht ins Haus gelangen, den Keller angefangen und alle oberen Etagen bis zum Dach überfluten.

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