Bürgerstiftung Halle erhält Deutschen Stifterpreis

Christina Jakob (zweite von links) und das Team der Bürgerstiftung Halle beim Fontänefest 2018 (Bürgerstiftung Halle)
Soziales | Vermischtes
von hallelife.de | Redaktion

30.000 Bürgerstifterinnen und Bürgerstifter in Deutschland erhalten in diesem Jahr den Deutschen Stifterpreis. Die Verleihung findet heute auf dem Deutschen StiftungsTag in Mannheim statt. Mit der höchsten Auszeichnung im Stiftungswesen ehrt der Bundesverband Deutscher Stiftungen in diesem Jahr erstmalig eine so große Gemeinschaft von Stiftenden. Mit dabei - die Bürgerstiftung Halle. Sie zählt rund 900 Geld- und Zeitstifter. Deshalb freuen wir uns, dass eine unserer Stifterinnen, Christina Jakob, in Mannheim mit vor Ort ist - und als eine von drei Bürgerstiftungsvertreterinnen den Preis entgegen nimmt.

Christina Jakob ist seit dem Jahr 2011 bei der Bürgerstiftung Halle aktiv. Zuerst engagierte sie sich als  ehrenamtliche Kulturpatin bei „Max geht in die Oper“.  Ihr erstes Patenkind war damals zehn Jahre alt. Heute ist er fast 18 und sie treffen sich immer noch regelmäßig, um gemeinsam Zeit zu verbringen.

Die 29-Jährige geborene Thüringerin ist durch ihr Studium nach Halle gekommen. Seit dem Jahr 2016 arbeitet Frau Jakob als Veranstaltungskoordination in der Konzerthalle Ulrichskirche. Mittlerweile ist sie nicht nur Zeit- sondern auch Geldstifterin und Mitglied im Stiftungsforum. „Seit Beginn meines Studiums wollte ich mich in meiner Stadt engagieren und einbringen. Mit der Bürgerstiftung fand ich hierfür den richtigen Ort, da die Stiftung bürgerschaftliches Engagement mit Begeisterung und Herz in Halle ermöglicht und umsetzt. Und ich bin sehr gern ein Teil davon. Ich fühle mich in Halle verwurzelt und zuhause. Deshalb finde ich regionales Engagement von Bürgerinnen für Bürgerinnen sehr wichtig,“ sagt Christina Jakob.

Beim Deutschen StiftungsTag in Mannheim würdigen prominente Gäste wie Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg sowie der Schriftsteller und Kabarettist Eckhard von Hirschhausen das Engagement der ausgezeichneten Bürgerstifterinnen und Bürgerstifter.

 

Die Preisträger

In Bürgerstiftungen engagieren sich Menschen mit Zeit, Geld und Ideen für die Gemeinschaft in ihrer Stadt oder ihrer Region. Kennzeichnend für Bürgerstiftungen ist, dass sich ihre Aktiven für vielfältige Gemeinwohlzwecke einsetzen – zum Beispiel in den Bereichen Jugend, Senioren, Kultur und Umwelt. Sie sind ein zentraler Ort für den Dialog mit der lokalen Zivilgesellschaft und ermöglichen Partizipation. Die Bürgerstiftung Halle bringt seit dem Jahr 2004 Menschen zusammen, denen Halle am Herzen liegt, die ihr Umfeld aktiv gestalten möchten und die Verantwortung übernehmen für das gemeinsame Leben in Halle. Erfolgreiche Projekte der Bürgerstiftung sind beispielsweise „Max geht in die Oper“, „Bildung im Vorübergehen“ und das Singen auf der Würfelwiese.

Bürgerstiftungen als Erfolgsgeschichte

Vor über 20 Jahren wurden die ersten Bürgerstiftungen in Deutschland gegründet. Mittlerweile gibt es deutschlandweit rund 400 dieser Stiftungen, in denen sich rund 30.000 Menschen engagieren. Jährlich kommen dabei insgesamt etwa 1,85 Millionen Stunden für die Gemeinschaft zusammen. Alle Bürgerstiftungen Deutschlands zusammen haben ein Gesamtvermögen von knapp über 360 Millionen Euro (Stand 2017).

Das Bündnis für Bürgerstiftungen in Deutschland vertritt die Interessen der Stiftungen von Bürgern für Bürger. Was eine Bürgerstiftung formal ausmacht, definieren die „10 Merkmale einer Bürgerstiftung“. Insbesondere die Unabhängigkeit der Bürgerstiftungen von Politik, Wirtschaft oder Religion, die lokale Ausrichtung sowie die Vielfalt der Zwecke und die Diversität der Stifterinnen und Stifter spielen eine wichtige Rolle.

Christina Jakob (zweite von links) und das Team der Bürgerstiftung Halle beim Fontänefest 2018 (Bürgerstiftung Halle)

 

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