Was hab ich denn jetzt schon wieder verstellt?

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Fotografieworkshop | Vermischtes
von Tobias Matussek

Bei gefühlten Saunatemperaturen, beladen mit circa zwei Kilo Kameraausstattung, machten wir uns an einem Samstag auf den Weg in die hallesche Innenstadt. Dort trafen wir vor einem bekannten Restaurant auf Ricarda Braun und Katja Günther, sowie drei weitere Teilnehmer des Fotoworkshops, für den wir uns angemeldet hatten.

Was hab ich denn jetzt schon wieder verstellt?

Ricarda Braun ist eine professionelle Fotografin, die vorwiegend Menschen und Hochzeiten fotografiert. Ihre Kunstwerke kann man unter [url=http://www.fotografie.ricarda-braun.de]www.fotografie.ricarda-braun.de[/url] bestaunen. Katja Günther, selbst Fotografin gründete die Internetseite [url=http://www.fotografie-halle.de]www.fotografie-halle.de[/url], mit dem Ziel Hobbyfotografen aus der Region Halle (Saale) eine Informationsplattform zu bieten. Die beiden haben sich zum Ziel gemacht, ihr wissen auch an Amateure, wie uns weiterzugeben.Aus diesem Grund betraten wir das Restaurant mit unseren drei Mitstreitern und den beiden Fotografinnen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der deutlich wurde, dass es sich bei allen Teilnehmern um blutige Anfänger auf dem Gebiet der Spiegelreflexfotografie handelte, wurden uns die Grundlagen der Kamera erklärt. Von Blende, über ISO-Wert, Belichtungszeit und Bildkomposition wurde uns alles anschaulich und auch so leicht verständlich wie möglich erklärt. Darüber hinaus bekamen wir alles auch in gedruckter Form für zu Hause. Während des Essens wurde dann auch schon fleißig ausprobiert. Manch einer hatte noch Probleme mit den Einstellungen seiner Kamera, die irgendwie nur schwarz-weiß fotografierte. „Da hab ich wohl beim rumspielen was verstellt“, hörte man öfter an diesem Vormittag. Ein besonders beliebtes Motiv war die Blume auf dem Tisch und das Brot, welches zum Essen gereicht wurde. Ich selbst war bemüht mir beim Einstellen der richtigen Blende und Belichtungszeit möglichst nicht die Finger zu brechen oder die teuere, geliehene Kamera auf den Tisch fallen zu lassen.Nach anderthalbstündiger Theoriephase brachen wir dann auf in Richtung Botanischen Garten. Auf dem Weg passierten wir dem Domplatz, unser erstes Motiv außerhalb des Restaurants. Da es mittlerweile windiger, kühler und vor allem bewölkter geworden war, hatten wir hier die Möglichkeit unsere gerade erlernten Einstellungen auszuprobieren. Von einem taghell erleuchteten Dom, über gespenstig wirkende Gewitterwolken, wie man sie sonst nur mit England in Verbindung bringt, bis hin zu einem fast unkenntlichen Dom, war alles dabei. Dann wurde uns auch noch die Sache mit den fallenden Linien erklärt, die entstehen, wann man ein Gebäude aus der Froschperspektive fotografiert. Ebenso durften wir an dem Geländer des Haustiermuseums Tiefe in unser Bild zaubern. Das angelehnte Fahrrad bot dafür ein perfektes Motiv, auch wenn einige von uns eher mit dem Zaun selber beschäftigt waren und daran die Technik der geringen Tiefenschärfe ausprobierten. Weiter führte unser Weg vorbei an der Moritzburg und einer kleinen Wasserflasche, die als dankbares Motiv herhielt. Hier konnten wir hervorragend testen, was der Abstand zum Motiv bewirkt. Vorbei an einem mit Blumen bestücktem Oldtimer und einem grummeligen Fahrer, der an diesem Tag scheinbar schon einmal zu oft wegen eines Fotos gefragt wurde. Dann endlich erreichten wir, zum Glück trocken, was bei den Gewitterwolken nicht so sicher war, den Botanischen Garten und begannen die Theorie in die Praxis umzusetzen. Wie wild knipsten wir alles was sich vor uns nicht verstecken konnte. Besonders interessant waren die Blumen im ersten Gewächshaus, was dank seiner hohen Luftfeuchtigkeit und Temperatur eine Herausforderung, sowohl für unsere Kamera, als auch für unseren Kreislauf darstellte. Im kleinen Tropenhaus zeigte sich die Herausforderung in Form von Dunkelheit. Dennoch ließen wir uns auch nicht von dem kurzen Schauer beeindrucken. Vielmehr freuten wir uns, dass dieser Regentropfen auf den Pflanzen hinterlassen hatte, die dann wiederum wunderbar als Motiv dienten. Auf dem Rückweg wurden dann auch noch die Pfützen als Fotomotiv missbraucht. Bei einer Erfrischung werteten die beiden Fotografinnen, die uns die gesamte Zeit mit guten Ratschlägen zur Seite standen, unsere Fotos aus. Die hilfreiche Kritik wird uns sicher auch für die Zukunft viel bringen. Nach dem Anblick von etwa 500 Blumenfotos waren dann doch alle recht erleichtert den Nachhauseweg antreten zu können. Ich für meinen Teil habe gleich die erlernten Techniken am Göbelbrunnnen getestet, bevor ich die Kamera wieder wohlbehalten seinem eigentlichen Besitzer übergeben habe.[staticGallery:62#]

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