Stadtwerke Halle stehen vor einer Kursänderung

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Geschäftsbilanz | Vermischtes
von Tobias Matussek

Die Stadtwerke Halle haben das Jahr 2011 mit einen Umsatz von 574 Millionen Euro abgeschlossen. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete erstmals einen Betriebskostenzuschuss für den ÖPNV vollständig. 2010 wurde durch zu Hilfenahme eines Einmaleffektes der Zuschuss gedeckt. 

Stadtwerke Halle stehen vor einer Kursänderung

Die Stadtwerke Halle haben das Jahr 2011 mit einen Umsatz von 574 Millionen Euro abgeschlossen. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete erstmals einen Betriebskostenzuschuss für den ÖPNV vollständig. 2010 wurde durch zu Hilfenahme eines Einmaleffektes der Zuschuss gedeckt. „Um erfolgreich zu sein, müssen die Stadtwerke Halle eine Kursänderung vornehmen“ sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke Halle Matthias Lux. Denn in den kommenden Jahren verändern sich der Markt und die Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa. Wie die Kursänderung  geschehen soll wird an Beispielen aus drei Geschäftsfeldern des Unternehmens deutlich. Das erste Geschäftsfeld ist die Ver- und Entsorgung. Bei ihrer Gründung startete die Hallesche Wasser und Abwasser GmbH (HWA) mit einer Verbindlichkeit in Höhe von 160 Millionen Euro. Da aber hygienische Standards erreicht und ein modernes Netz geschaffen werden sollte, musste viel investiert werden. Das Unternehmen will aber seine Verbindlichkeiten nachhaltig senken und zwar durch weitreichende Betriebskostenoptimierung und Senkung von Investitionen. So erklärte Matthias Lux „Die HWS will bis 2016 jährlich bis zu einer Million Euro Betriebskosten einsparen“, erklärt Matthias Lux. Hier spielt die Energieversorgung ein großes Thema. Denn durch die EEG-Umlagen und den daraus resultierenden Netzanpassungen sowie steigende Rohstoffpreise, werden die Spielräume der Energieversorgung immer mehr reduziert. Ohne Gegenmaßnahmen und Änderung der Rahmenbedingungen fällt das künftige Ergebnis deutlich niedriger aus. So müssen auch hier erhebliche Veränderungen vorgenommen werden. Diese Veränderungen sollen dadurch erreicht werden, dass verstärkt Kunden im eigenen Netzgebiet gebunden und neue Kunden deutschlandweit gewonnen sowie Innovationen angewendet werden. Da der geschlossene Energiepakt zwischen der Stadt Halle, Stadtwerken und EVH erfüllt wurde, können die benötigten Strommengen atomstromfrei in eigenen Kraftwerken und regenerativ erzeugt werden. Beim letzten Geschäftsfeld handelt es sich um die Mobilität. Hier bezieht es sich auf die ÖPNV und die HAVAG. Hier hat sich die HAVAG das Ziel gesetzt Bestandskunden zu binden und Neukunden zu gewinnen. Dies wird erreicht in dem sie ihr Abosystem auf Angebote umstellen, die den individuellen Kundenwünschen entsprechen. Außerdem will die Hallesche Verkehrs-AG sparen. So hat sie es geschafft ihren Betriebskostenzuschuss von rund 39 Millionen Euro, im Jahr 2000, auf 24 Millionen Euro, im Jahr 2011, zu senken. Durch eine fünfzigprozentige Preiserhöhung der Tickets konnte ein gleiches Ergebnis erreicht werden, ohne eine Senkung des Aufwandes um 15 Millionen Euro. So sind die Erwartungen des Gesellschafters Stadt Halle an die Stadtwerke groß. Auch künftig sollen die Unternehmen der Stadtwerke den Betriebskostenzuschuss für die HAVAG decken.Dafür sollen Reserven in den Unternehmen erschlossen werden. Innerhalb der jeweiligen Branche wollen sie zu den besten 25 Prozent in Qualität (Effektivität) und Kosten (Effizienz) zählen. Außerdem will die Stadtwerke Halle ein attraktiver Arbeitgeber in der Region sein. Denn das gesamte Team steht für Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft.  

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