Blutspendemangel zur Winterzeit

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Medizin | Vermischtes
von Tobias Fischer

Die Urlaubszeit im Sommer lässt regelmäßig die Blutspendedienste Alarm schlagen. Denn in der Ferienzeit lassen sich deutlich weniger Menschen den Lebenssaft abzapfen. Doch auch im Winter bleiben viele Spender fern

Blutspendemangel zur Winterzeit

Die Urlaubszeit im Sommer lässt regelmäßig die Blutspendedienste Alarm schlagen. Denn in der Ferienzeit lassen sich deutlich weniger Menschen den Lebenssaft abzapfen. Doch auch im Winter bleiben viele Spender fern.

“Bei Eis und Schnee kommen immer weniger Menschen zur Blut- und Plasmaspende“, so Dr. med. Elisabeth Ulrich, Ärztliche Leiterin des Haema Blutspendezentrums im Neustadt Centrum Halle. “Damit es jedoch in den nächsten Tagen nicht zu Engpässen bei der Versorgung der Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen mit Blutpräparaten kommt, ist es wichtig, dass man gerade jetzt zum Blutspenden geht.”

Das Problem: Blutpräparate sind nur einen begrenzten Zeitraum haltbar. “Viele Patienten, wie beispielsweise Bluter, sind auf regelmäßige Transfusionen angewiesen“, erläutert Dr. Ulrich. Außerordentlich problematisch ist die begrenzte Haltbarkeit vor allem der Blutplättchen (Thrombozyten). Sie werden auch aus Blutspenden gewonnen und spielen für die Blutgerinnung eine wichtige Rolle. Insbesondere Krebspatienten sind während ihrer Behandlung auf Thrombozytenpräparate angewiesen. Blutplättchenpräparate sind jedoch nur vier Tage haltbar und müssen daher kontinuierlich in ausreichender Zahl gewonnen werden.

Nach Angaben von Haema sind 15.000 Blutspenden täglich notwendig, um den Bedarf an Blutprodukten in Deutschland zu decken. Spenden kann jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm, der im Besitz eines gültigen Personalausweises ist.

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