Weltwassertag - Wasserfilter in der Regel unnötig

Wasser - Foto moritz320 Pixabay
Verbrauchertipps | Verbraucher
von hallelife.de | Redaktion

Auf Gesundheitsmessen und -tagen sind immer wieder Verkäufer von Wasserfiltern und Anlagen zur Trinkwasserreinigung vertreten. Sie nutzen die Angst der Verbraucher vor krankmachenden Stoffen im Wasser aus und verdienen damit gutes Geld. Pestizide, Arzneimittel oder Schwermetalle sollen auf diese Weise entfernt werden. Zur Demonstration werden häufig Tricks angewandt wie die bewusste Verfärbung des Wassers.

Manchmal wird sogar mit Versprechungen geworben, Wasser ganz neue, gesundheitsförderliche Eigenschaften geben zu können: So sollen bestimmte Anlagen Wasserteilchen zum Schwingen bringen und auf diese Weise „vitalisieren“. „Solche Aussagen entbehren jeglicher wissenschaftlicher Grundlage.“ so Tabea Dorendorf, Referat Lebensmittel der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt.

Doch auch handelsübliche Wasserfilter sind in der Regel nicht nötig. Denn die Wasserqualität in Deutschland ist nach wie vor auf einem qualitativ hohen Niveau. Trinkwasser wird strengen gesundheitlichen Kontrollen unterzogen, sodass aus dem öffentlichen Versorgungsnetz stammendes Wasser grundsätzlich bedenkenlos getrunken werden kann. Lediglich Wasser, das längere Zeit in den Leitungen gestanden hat, sollte vor Gebrauch abgelaufen lassen werden.
Wasserfilter und andere Anlagen, die zum Teil für 3000 Euro und mehr verkauft werden, bieten jedoch keine gesundheitlichen Vorteile. Im Gegenteil: Sie bergen häufig Risiken, die den Verbrauchern nicht bekannt sind. So können Filter verkeimen, durchbrechen oder sogar Silberionen und andere schädliche Substanzen ins Wasser abgeben wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest im Mai 2015 zeigte. Wenn ein Filter genutzt wird, ist deshalb eine regelmäßige Wartung unablässig. Gefiltertes Wasser ist außerdem grundsätzlich im Kühlschrank aufzubewahren und für Kleinkinder und Immungeschwächte abzukochen.
Soll auf Nummer sicher gegangen werden und die Wasserqualität geprüft werden, so können akkreditierte Labore eine Untersuchung vornehmen (Adressen erhältlich über die jeweiligen Landesministerien oder örtliche Behörden).

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