Sachverständiger kommt ins Verfahren

Musterfeststellungsklage Saalesparkasse | Verbraucher
von hallelife.de | Redaktion

Beim gestrigen (17.11.2021) Verhandlungstermin beim Oberlandesgericht Naumburg zur Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes gab es ein erstes Zwischenergebnis für die beteiligten 800 Prämiensparer. Mit Hilfe eines Sachverständigen soll nun eine Zinszeitreihe als Referenz für die Berechnung der Verzinsung bestimmt werden. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, die die Kläger beraten hat, haben die Sparer sehr gute Chancen auf eine Zinsnachzahlung.

Die Saalesparkasse sowie ihre Vorgängerinnen boten in den 1990er- und 2000er-Jahren Prämiensparverträge an, die eine unwirksame Vertragsklausel zur Zinsanpassung enthielten. Ersatzweise legte sie später in Eigenregie Kriterien fest, nach denen sie die Zinsanpassung vornahm. Nach Auffassung der Verbraucherzentrale sind diese falsch. Dem folgte nun das Oberlandesgericht Naumburg in der mündlichen Verhandlung. Im Wesentlichen inhaltsgleich hatte sich zuletzt der Bundesgerichtshof im Urteil gegen die Sparkasse Leipzig geäußert.

Das Oberlandesgericht Naumburg verkündete noch kein Urteil. Wegen der Einbeziehung eines Sachverständigen ist damit nun nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen. Weitere Anmeldungen zur Musterfeststellungsklage gegen die Saalesparkasse sind jedoch nicht mehr möglich, da das Klageregister mit dem ersten Verhandlungstermin geschlossen wurde.

Für weitere Fragen zum Prämiensparen und den aktuellen Gerichtsverfahren Musterfeststellungsklage gegen die Saalesparkasse berät die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt Ratsuchende in den Beratungsstellen oder telefonisch über einen Rückrufservice. Das landesweite Servicetelefon der Verbraucherzentrale ist unter (0345) 29 27 800 für Auskünfte und Terminvereinbarungen zu erreichen.

Die Online-Terminbuchung sowie weitere Informationen sind unter www.verbraucherzentrale-sachsen-anhalt.de zu finden.

 

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