Online Apotheken und Stationäre Apotheken

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Im Vergleich | Verbraucher

Der erste Weg, um Medikamente zu kaufen, führte früher ausschließlich zur lokalen Apotheke. Dort wurde  das Rezept vom Arzt vorgelegt oder die persönlichen Beschwerden dem Apotheker dargelegt, um für das aktuelle gesundheitliche Problem eine Lösung zu finden. Doch obwohl das Internet in der Arzneimittelbranche im Vergleich zu anderen Märkten relativ spät Einzug einhielt, spielt es mittlerweile eine wesentliche Rolle.

Online Apotheken und Stationäre Apotheken

Online Apotheken stellen heute eine an Beliebtheit gewinnende Alternative dar. Im Vergleich zeigen sich Vor- und Nachteile bei beiden Modellen. Fest steht, dass sich die Einkaufsmotive der Kunden durch das Online-Angebot verändern.

Selbstmedikation dank Internet

Lokalen Apothekern sind die Online-Anbieter ein Dorn im Auge. Denn die Konkurrenz durch die Versandapotheken wächst stetig. Allein 2012 bestellten bereits 16 Millionen Kunden online. Großhändler und Hersteller von Medikamenten stehen den Online-Apotheken meist offen gegenüber. Grund ist die deutliche Umsatzsteigerung, die das Internet mit sich bringt. Der Vertriebskanal, der sich durch das Internet ergibt, ist durchaus dynamisch und vielversprechend. Während stationäre Apotheken ihre Umsätze in den vergangenen Jahren nur mäßig oder gar nicht steigern konnten, verzeichnen Online-Apotheken einen kontinuierlichen Anstieg. Wenn keine zweistelligen Zuwachsraten erreicht werden, dann zumindest hohe einstellige. Auch wenn die Branche in der Vergangenheit eng mit persönlicher Beratung und Vertrauen verknüpft war, scheint sich das Kundenverhalten an die modernen Bedingungen und Möglichkeiten anzupassen. Insbesondere bei OTC- und Selbstmedikationsprodukten steigt die Nachfrage. Der Verkauf von freiverkäuflichen Arzneimitteln und Selbstmedikationsprodukten liegt bei Versandapotheken im Schnitt deutlich höher, als bei den lokalen Vertretern.

Risiken beim Onlinekauf 

Grundsätzlich bietet das Internet Kunden einen maßgeblichen Vorteil: Sie können ihre Medikamente bequem von Zuhause aus bestellen und sparen dabei Zeit und Fahrtkosten. Gerade in ländlichen Regionen kommt der Versandhandel Menschen entgegen, weil dort das Apothekennetz eher spärlich ausfällt und sie weite Wege auf sich nehmen müssten. Wer seine Medikamente kennt und regelmäßig die gleichen Präparate einnehmen möchte beziehungsweise muss, profitiert sicherlich vom Onlinekauf. Besonders wenn im Voraus mit einem Arzt geklärt wurde, welche Medikamente sinnvoll und für die individuellen Bedürfnisse geeignet sind. Da jedoch die Zahl der Kunden stark zunimmt, die nach eigenem Ermessen ohne Absprache mit Ärzten oder Apothekern Medikamente kauft, sind die möglichen Auswirkungen beunruhigend. Schließlich kann es je nach eingenommenen Produkten zu gefährlichen Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten kommen. Auch scheinbar harmlose Präparate können im Mix negativ wirken. Daher sollten Kunden von Versandapotheken vor dem Kauf den Check machen und beispielsweise auf Onlineportalen wie NetDoktor eventuelle Wechsel- und Nebenwirkungen sowie Anwendungsgebiete und Gegenanzeigen abfragen. Grundsätzlich ist eine derartige Kontrolle immer ratsam. Denn die wertvolle Beratung, die in stationären Apotheken die Apotheker gewährleisten, müssen Online-Kunden durch eine sorgfältige Recherche ausgleichen, um Schäden an der Gesundheit zu vermeiden.

Der Preisvorteil im Internet

Einer der markantesten Vorteile, der zahlreiche Menschen dazu bewegt online einzukaufen, ist der preisliche Unterschied zwischen Versandapotheken und stationären Apotheken. Denn bei rezeptfreien Medikamenten sind im Internet hohe Ersparnisse zu erzielen. Durchschnittlich kosten zahlreiche Produkte im Internet 25 Prozent weniger. Im Einzelfall können Medikamente sogar über 50 Prozent teurer sein, wenn sie vor Ort gekauft werden. Grund für die Preisunterschiede sind die geringeren Unternehmerkosten, die ein Versandhandel abdecken muss. Personalkosten sind in der Regel deutlich geringer und auch anderweitig sind die Ausgaben weniger schwerwiegend. Darüberhinaus lohnt sich ein Vergleichen zwischen den Online-Apotheken. Da jeder Versandhandel für rezeptfreie Arzneimittel die Preise unabhängig festlegen darf, ergeben sich nochmals Preisunterschiede. Allerdings dürfen beim Preisvergleich die Versandkosten nicht ignoriert werden. Sie können einen preislichen Vorteil bei einem Medikament wieder nivellieren. Häufig entfallen die Versandkosten bei einem bestimmten Mindestbestellwert. Werden die gleichen Präparate regelmäßig benötigt, lohnt sich möglicherweise der Kauf von Vorräten.

 

 

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