Teuerungsrate der Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt lag im Januar 2019 bei 1,4 %

Statistisches Landesamt | Verbraucher
von hallelife.de | Redaktion

Das Statistische Landesamt in Sachsen-Anhalt ermittelte im Januar 2019 einen Anstieg der Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 %.

Im Vergleich zum Dezember 2018 sank der Verbraucherpreisindex um 1,0 % auf einen Wert von 103,1 (2015 = 100).

Für Januar 2019 werden erstmalig die Ergebnisse des Verbraucherpreisindex auf Basis 2015 = 100 veröffentlicht.

Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stieg das Preisniveau im Januar 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat durchschnittlich um 0,8 %. Alkoholfreie Getränke waren um 0,2 % günstiger als im Vorjahresmonat, Nahrungsmittel um 0,9 % teurer. Für einzelne Lebensmittel entwickelten sich die Preise spürbar unterschiedlich. Brot und Brötchen verteuerten sich um 5,5 %, andere Backwaren um 1,3 %. Für Kartoffeln, frisch, gekühlt und verarbeitet, stieg das Preisniveau im Verlauf der letzten 12 Monate um 18,5 %. Obst, frisch oder gekühlt war durchschnittlich um 6,0 % günstiger. Für Vollmilch (-3,7 %) und für Milchprodukte u. a. für Joghurt (-5,2 %) oder für Käse und Quark (-0,7 %) sank das Preisniveau. Speiseeis folgte mit einem Anstieg um 8,3 % zum Januar 2018 dem Trend der Milcherzeugnisse nicht.

Die Teuerungsrate im Bereich Alkoholische Getränke und Tabakwaren (+2,6 %) gegenüber dem Vorjahresmonat wurde maßgeblich angetrieben durch die Preisentwicklung für Zigaretten (+3,0 %), untergäriges Bier (+3,9 %) oder für Traubenwein (+1,4 %).

Bekleidung und Schuhe waren im Januar 2019 im Schnitt um 2,4 % teurer als im Vorjahr. Obwohl saisonbedingte Rabatte für diese Artikel im Januar zu Preisnachlässen gegenüber dem letzten Monat führten (z. B. Kinderschuhe: -5,1 %), lag das Preisniveau zu Beginn des neuen Jahres über dem des Vorjahresmonats. Für Damen-, Herren- und Kinderschuhe wurden Preisentwicklungen zwischen 1,4 % und 4,0 % berechnet.

Mit knapp einem Drittel hat der Bereich Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe den höchsten Anteil am Ausgabenvolumen und damit am Warenkorb des Verbraucherpreisindex. Hier betrug der Preisanstieg 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Einfluss auf die Veränderung hatten u. a. die Preise für Heizöl, einschließlich Umlage (+10,2 %), Strom (+4,8 %), Gas, einschließlich Umlage (+1,4 %) oder für die Wasserversorgung (+3,3 %). Das Niveau der Nettokaltmieten, überwiegend von Bestandsmieten, erhöhte sich im Jahresverlauf um 1,2 %.

Für den Bereich Verkehr wurde ein um durchschnittlich 1,2 % angestiegenes Preisniveau zum Vorjahr ermittelt, darunter mit gegenläufigen Entwicklungen für Kraftstoffpreise. So war Benzin durchschnittlich um 1,7 % preiswerter, Dieselkraftstoffe um 0,6 % teurer als vor 12 Monaten.

Der Verbraucherpreisindex wird nach europäischen Vorgaben regelmäßig auf ein neues Basisjahr umgestellt. In den Warenkorb fließen aktualisierte Informationen zu Verbrauchsgewohnheiten der Haushalte ein. Methodische Änderungen werden umgesetzt und das Wägungsschema neu berechnet. Ab Januar 2019 bezieht sich der Index auf das Basisjahr 2015 = 100. Mit der Umstellung auf das Jahr  2015 als Basis für die Berechnungen des Verbraucherpreisindex, welche Anfang 2019 abgeschlossen wurde, erfolgt die Berechnung der Indizes aus der Relation des Preisniveaus im aktuellen Monat gegenüber dem durchschnittlichen Preisniveau im Jahr 2015. Gegenüber der bisherigen Basis 2010 = 100  reduziert sich das Niveau der Indizes aufgrund der verkürzten Zeitspanne gegenüber dem Basisjahr. Die Veränderungsraten ab Januar 2015 unterliegen in Folge der vollständigen Neuberechnung und der Aktualisierung des Warenkorbes geringen Abweichungen gegenüber den bisher dargestellten Werten.

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