Kalendarium der Franckeschen Stiftungen im November 2020

Übersicht | Veranstaltung
von hallelife.de | Redaktion

Im November 2020 laden die Franckeschen Stiftungen zu folgenden Veranstaltungen ein:

Ausstellungen

 

Jahresausstellung

Im Steinbruch der Zeit. Erdgeschichten und die Anfänge der Geologie

  1. September 2020 bis 21. März 2021

Historisches Waisenhaus

Eintritt: 6 €, erm. 4 €, bis 18 Jahre Eintritt frei

 

Kabinettausstellung

Ahnentafel und Stammbaum

Historisch-genealogische Werke in den Beständen der Franckeschen Stiftungen

  1. Oktober 2020 bis 5. April 2021

Historische Bibliothek

Eintritt: 6 €, erm. 4 €, bis 18 Jahre Eintritt frei

 

Veranstaltungen und Führungen

 

Sonntag, 1. November, 11.00-12.00 Uhr

Familienstunde im Museum

Luftige Höhen, tolle Aussichten und das Geheimnis der Tollstube

Entdeckungstour zum größten Fachwerkwohnhaus Europas und wo die Kinder vor über 300 Jahren zur Toilette gingen

Kosten: 8 €(Familienkarte)

Treffpunkt: Infozentrum

 

Donnerstag, 5. November, 16.00 Uhr

Führung durch die Orthodoxe Hauskirche zum Heiligen Kreuz

Treffpunkt: Haus 24

 

Freitag, 6. November,18.00 Uhr

Konzert

  1. Solistenabend des Fördervereins des Musikzweigs der Latina und des Freundeskreises der Franckeschen Stiftungen. ShülerInnen des Instrumentalzweiges der Latina August Hermann Francke musizieren

Historisches Waisenhaus

 

Samstag, 7. November, 11.00 Uhr
Der Stifter und sein Werk. Führung durch die Franckeschen Stiftungen

Eintritt: 6 €, Führungszuschlag 2 €/Person

Treffpunkt: Francke-Wohnhaus, Haus 28

 

Donnerstag, 12. November, 18.00 Uhr

Der Besuch des preußischen Köngis mit Matthias Brenner (Chronist), Hilmar Eichhorn (König), David Kramer (Francke)

Kosten : 6 €, erm. 4 €

Historisches Waisenhaus

 

Freitag, 13. November, 16.00–18.00 Uhr

Krokoseum mobil

Der ultimative Ausflugstag in die Stiftungen und die Welt.

Historisches Waisenhaus, Krokoseum

 

Samstag, 14. November, 11.00 Uhr
Der Stifter und sein Werk. Führung durch die Franckeschen Stiftungen

Eintritt: 6 €, Führungszuschlag 2 €/Person

Treffpunkt: Francke-Wohnhaus, Haus 28

 

Sonntag, 15. November, 10.00 Uhr

Familiensonntag

Aktion Fundgrube. Erforschen und Bestimmen von Steinen mit Stippvisite in die Jahresausstellung und die Wunderkammer

Kosten: 3 € (Erwachsene zzgl. Museumseintritt)

Historisches Waisenhaus

 

Freitag, 20. Noevember, 16.00–18.00 Uhr

Krokoseum mobil

Der ultimative Ausflugstag in die Stiftungen und die Welt.

Historisches Waisenhaus, Krokoseum

 

Samstag, 21. November, 11.00 Uhr
Der Stifter und sein Werk. Führung durch die Franckeschen Stiftungen

Eintritt: 6 €, Führungszuschlag 2 €/Person

Treffpunkt: Francke-Wohnhaus, Haus 28

 

18.00 Uhr

Stunde der Musik

Klavierabend mit Alexander Schimpf. Werke von Ludwig van Beethoven

Kammermusikverein Halle e.V. Vorverkauf: Infozentrum im Francke-Wohnhaus

Historisches Waisenhaus

 

Freitag, 27. November, 16.00–18.00 Uhr

Krokoseum mobil

Der ultimative Ausflugstag in die Stiftungen und die Welt.

Historisches Waisenhaus, Krokoseum

 

Samstag, 28. November, 11.00 Uhr
Der Stifter und sein Werk. Führung durch die Franckeschen Stiftungen

Eintritt: 6 €, Führungszuschlag 2 €/Person

Treffpunkt: Francke-Wohnhaus, Haus 28

 

Sonntag, 29. November, 11.00 und 15.00 Uhr

Konzert

Wie schön leuchtet der Morgenstern. Deutsche Weihnachtsmusik des 17. Jahrhunderts mit der Lautten Compagney Berlin

Karten im Infozentrum: 18 €, 12 €und erm. 8 €

Historisches Waisenhaus


Veranstaltungen im Krokoseum

Am Nachmittag wird montags bis freitags im Krokoseum ein themengebundenes kulturpädagogisches Programm für Kinder angeboten. Hierfür werden z.T. externe Gäste und Fachleute wie AutorInnen, KünstlerInnen oder HandwerkerInnen eingeladen.

Die Angebote sind in dieser Zeit verbindlich für den Besuch im Krokoseum. Alle Tagesprogramme gelten das ganze Jahr über und sind kostenfrei.

 

Wochenprogramm

Montag, 14.0016.00 Uhr

Spielwiese und offenes Spiel im Krokoseum

 

Dienstag, 14.0017.00 Uhr

Grünes Labor: entdecken, erforschen, experimentieren!

 

Parallel - Spielwiese

 

Mittwoch, 14.00–16.00 Uhr 

Spielwiese und offenes Spiel im Krokoseum

 

16.00–18.00 Uhr

BuchKinderWerkstatt - Für Geschichtenverdreher

 

Freitag, 14.00–16.00 Uhr

»Familien-Spielezeit« für Kinder und Familien

 

16.00–18.00 Uhr

»Krokoseum mobil«: Der ultimative Ausflugstag in die Stiftungen und die Welt

 

Jeder erste Freitag im Monat

17.00–18.00 Uhr

SternGuckerZeit mit den ASTROlinos

 

Infos zu den Ausstellungen

Im Steinbruch der Zeit. Erdgeschichten und die Anfänge der Geologie

Ausgehend von den verschiedenen Zugängen zum Reich der Steine in der Frühen Neuzeit – Bibel, Bergbau, Naturmagie, Alchemie und Naturgeschichte – sollen in der Ausstellung die Ansichten über Mineralien, Gesteine und Fossilien im Zuge der Entstehung der modernen Geowissenschaften bis 1850 beleuchtet werden. Diese Diskurse versuchten, die unbelebte Natur zu deuten und die Geschichte der Erde nachzuzeichnen. Im besonderen Fokus stehen die komplexen Beziehungen zwischen Wissenschaft und Religion in der Frühen Neuzeit und darüber hinaus. Am Beispiel des Pietismus im frühen 18. Jahrhundert etwa kann gezeigt werden, dass geologische Beobachtungen im Rahmen der Lithotheologie für Gotteslob und -erkenntnis nutzbar gemacht werden sollten.

Die Ausstellung wird unter anderem anhand seltener Karten und Drucke sowie historischer Mess- und Arbeitsgeräte den Alltag und die Protagonisten der jungen Geologie im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert in den Mittelpunkt stellen. Typisch für diese Zeit waren zum Teil heftige, weltanschaulich geprägte Debatten über das Wesen der Gesteine und die treibenden Kräfte ihrer Entstehung. So wollten Neptunisten und Vulkanisten um 1800 im berühmt-berüchtigten Basaltstreit ein für alle Mal klären, ob der Basalt nun ein Kinde des Wassers oder des Feuers sei.

Während sich die Geologie als anerkannte Naturwissenschaft etablierte, verschwanden christlich-religiöse Deutungen und Zeitvorstellungen allmählich und die lange, wechselvolle Geschichte der Erde trat an ihre Stelle. Für diese Zeit des Übergangs hin zur erklärenden Naturwissenschaft steht beispielhaft der hallische Jurist Christian Keferstein (1784–1866). Als dilettierender Mineraliensammler und Geologe, der sich u. a. mit Goethe und Alexander von Humboldt austauschte, beteiligte er sich mit eigenen Beiträgen an den geologischen Debatten seiner Zeit. Ihm, seiner Sammlung und seinem Netzwerk möchte die Ausstellung besondere Aufmerksamkeit widmen.

Mit dem Thema Anthropozän, unserem aktuellen Zeitalter, in dem der Mensch selbst ein bedeutender geologischer Einflussfaktor geworden ist und dessen Ideengeschichte in die Zeit um 1800 zurückführt, schlägt die Ausstellung abschließend den Bogen in die Gegenwart und fragt nach den Konsequenzen unseres Denkens und Handelns für unserer Erde.

21.September 2020 bis 21. März 2021, Historisches Waisenhaus

 

Ahnentafel und Stammbaum

Historisch-genealogische Werke in den Beständen der Franckeschen Stiftungen

Seit dem Ende des Mittelalters spielten Genealogien als Mittel der Legitimation und damit zur Festigung und Repräsentation des Herrschaftsanspruchs von Dynastien eine bedeutende Rolle. Die wesentlichen Darstellungsformen zur Präsentation und Ordnung diesbezüglichen Wissens waren Stammbäume und Ahnentafeln. Die durch aufwändige und somit teure Druckverfahren publizierten Stammbäume richteten sich vor allem an die Standesgenossen. Bei den Ahnentafeln handelte es sich um eine einfachere und damit günstigere Darstellungsmethode, die vor allem der wissenschaftlichen Genealogie als Arbeitsinstrument dienten. Ein bedeutender Vertreter der gelehrten Genealogie war der Begründer des Pietismus Philipp Jakob Spener (1635–1705), dessen Theatrum nobilitates Europae zu den bedeutendsten genealogischen Werken des 17. Jahrhunderts gehört. Speners Ahnentafeln waren in ihrer Form richtungsweisend. Im Gegensatz dazu orientierten sich die gleichzeitig massenhaft publizierten und wissenschaftlich anspruchslosen universalgenealogischen Serien und Periodika am kommerziellen Erfolg. Aus ihnen gingen im Laufe des 18. Jahrhunderts die historisch-genealogischen Kalender hervor.

Seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts etablierte sich die Genealogie als Teildisziplin der historischen Hilfswissenschaften. Dazu trugen Werke wie Christian Hübners (1681–1713) Allerdurchläuchtigen Hohen Häuser In Europa […] Neueste Genealogien, von 1500. biß 1707, die nach katechetischer Lehrmethode im Frage-Antwort-Wechsel aufgebaut waren, bei.

In den Beständen der Franckeschen Stiftungen befinden sich zahlreiche Werke der frühneuzeitlichen Genealogie, die mit ihrer zum Teil prächtigen Gestaltung und monumentalen Aufmachung im Mittelpunkt der Kabinettausstellung stehen.

16.Oktober 2020 bis 4. April 2021, Historische Bibliothek

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