Heavy Metal für die Seele – Sind Orgeln und Glocken aus der Zeit gefallene Klang-wunder?

Vortragsreihe Musik hinterfragt | Veranstaltung
von hallelife.de | Redaktion

Am kommenden Mittwoch, dem 21. Februar, um 19.30 Uhr, lädt die Stiftung Händel-Haus zum Abendvortrag in der Reihe „Musik hinterfragt“ in die Musik-instrumenten-Ausstellung des Hauses ein.

Zum Thema „Heavy Metal für die Seele – Sind Orgeln und Glocken aus der Zeit gefallene Klangwunder?“ wird Dr. Martin Kares, Oberkirchenrat und Orgel- und Glockensachverständiger der Evangelischen Landeskirche Baden, über die Hintergründe und die technischen und musikalischen Besonderheiten der beiden Klangwunder berichten und diese anschaulich darstellen.

Orgeln und Glocken waren bis zur Erfindung von Open-Air-Musikbeschallungsanlagen die lautesten Musikinstrumente, die es gab. Den Heavy-Metal-Sound von Glocken kann man auch heute noch kilometerweit hören. Auch die „schwere“ Zinn-Blei-Legierung von Orgelpfeifen ermöglicht fundierte, gut stützende Klänge, die auch bei voll besetzten Räumen falsche Töne beim Gesang verhindern, und die mit Lautsprechern kaum zu imitieren sind.

Beide Instrumentarien erfahren aktuell eine überraschende Renaissance und Würdigung: Orgeln und Orgelmusik sind Ende 2017 durch die UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt worden, und die Glockenklänge Deutschlands werden im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 in einer groß angelegten Mitmach-Kampagne auf einer digitalen Landkarte quasi verewigt (createsoundscape.de).

Martin Kares (*1959) ist Orgelbauer und Musikinstrumentenrestaurator und leitet das Orgel- und Glockenprüfungsamt der Evangelischen Landeskirche in Baden. Er war von 1992 bis 2009 Vorsitzender der Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands und ist seit 2009 Mitglied im Beratungsausschuss für das deutsche Glockenwesen, außerdem seit 2006 Experte bei der Fernsehsendung „Kunst & Krempel“ des Bayerischen Rundfunks.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Die Vorträge der Reihe „Musik hinterfragt“ werden vom Freundes- und Förderkreis des Händel-Hauses zu Halle e. V. freundlicherweise unterstützt.

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