Freundeskreis Luther gegründet

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von Tobias Fischer

Am heutigen 31. Oktober, dem Reformationstag, hat sich in Wittenberg ein privater Freundeskreis Luther gegründet. Ihm gehören zunächst 26 namhafte Persönlichkeiten aus der gesamten Bundesrepublik an

Freundeskreis Luther gegründet

Am heutigen 31. Oktober, dem Reformationstag, hat sich in Wittenberg ein privater Freundeskreis Luther gegründet. Ihm gehören zunächst 26 namhafte Persönlichkeiten aus der gesamten Bundesrepublik an. Vor dem Hintergrund des 500-jährigen Reformationsjubiläums im Jahr 2017 will der Freundeskreis Spenden für die Lutherstätten in Sachsen-Anhalt sammeln, von denen viele zum UNESCO-Welterbe gehören. Gleichzeitig soll die Aufmerksamkeit auf die Reformation gelenkt werden, einem Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung, dessen Zentrum Wittenberg war.

Der Verein hat auf seiner Gründungsversammlung eine Satzung beschlossen und den Bielefelder Unternehmer August Oetker zum Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter wurden Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck, die Hallenser Künstlerin Ragna Schirmer sowie der Stuttgarter Unternehmensberater Christoph Palmer. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Heinrich Haasis.

August Oetker sagte zu den Beweggründen seines Engagement: "Es geht um die Wiege der Reformation und um nichts weniger als ein Welterbe der Menschheit. Das lässt niemanden kalt - auch mich nicht. Ich freue mich, gemeinsam mit so unterschiedlichen Persönlichkeiten die Lutherstätten im Kernland der Reformation in den Blickpunkt zu rücken. Im 20. Jahr der friedlichen Revolution ist das für mich auch ein persönlicher Beitrag zur Wiedervereinigung."

Als erste Aufgabe setzte sich der Verein, das Land Sachsen-Anhalt bei seinen Vorbereitungen des Reformationsjubiläums zu unterstützen.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff, der die Gründungsveranstaltung begleitete, begrüßte die Initiative außerordentlich: "Ich freue mich über die großartige Unterstützung auch von so renommierten Vertretern der Wirtschaft. Das ist eine wichtige Unterstützung für das Land."

Dankbar und erfreut äußert sich Ministerpräsident Wolfgang Böhmer über die private Initiative. In seiner wöchentlichen Videobotschaft hebt Böhmer die Bedeutung Luthers für die Gegenwart hervor. "Heute bekennen sich weltweit mehr als 400 Millionen Menschen zum Protestantismus, dessen Entwicklung Martin Luther maßgeblich beeinflusst hat. Seine Schriften und vor allem seine Bibelübersetzung haben aber nicht nur die Kirchengeschichte geprägt. Sie sind auch von unschätzbarem Einfluss auf die Herausbildung und Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache." Hieraus ergebe sich "eine große Verantwortung Sachsen-Anhalts für die Pflege des historischen Erbes Luthers und dessen Erhalt. Dieser Verpflichtung kommen wird als Land auch nach. Aber wir sind bei unseren Bemühungen auch auf die Mithilfe Dritter angewiesen. Nicht alles können wir alleine schul-tern." Die Mitglieder des Freundeskreises "beweisen in vorbildlicher Weise Bürgersinn und werden hoffentlich noch viele begeistern."

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