Kranzniederlegung vor dem Innenministerium - Gedenken an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953

Foto (MI LSA): Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (li.) und Wigbert Schwenke, Mitglied des Stadtrates der Landeshauptstadt Magdeburg.
Sachsen-Anhalt | Umland
von hallelife.de | Redaktion

Sachsen-Anhalts Minister für Inneres und Sport, Holger Stahlknecht, hat heute am Jahrestag des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 der Opfer gedacht und einen Kranz vor dem Innenministerium, dem heutigen „Platz des 17. Juni“, niedergelegt.

Holger Stahlknecht: „Zum mittlerweile 66. Mal jährt sich der Volksaufstand der Menschen in der DDR, die im Sommer 1953 für Freiheit und gegen politische Willkür auf die Straßen gingen und protestierten. Ihr Mut und ihre Tapferkeit sind bewundernswert ‑ damals wie heute ‑ und sollten uns allen ein mahnendes Beispiel sein, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind.“

Hintergrund:

Bei dem Volksaufstand protestierten Hunderttausende Menschen in vielen Orten der DDR für ihre Freiheit. Mindestens 55 Menschen kamen während und nach diesem Ereignis ums Leben. Etwa 15.000 Menschen wurden – oft willkürlich – festgenommen.

Ca. 1.800 Personen wurden von DDR-Gerichten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Auch sowjetische Militärtribunale verhängten Strafen von bis zu 25 Jahren Gefängnis und sogar Todesstrafen.

In Magdeburg kulminierten die damaligen Proteste vor dem heutigen Dienstgebäude des Ministeriums für Inneres und Sport, in dem seinerzeit die Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei (BDVP) untergebracht war. Hier versammelten sich Tausende Demonstranten, von denen einige in das Gebäude gelangten und u. a. die Freilassung der hier einsitzenden politischen Gefangenen forderten. Wie in der gesamten Stadt wurde die Demonstration auch vor der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei durch sowjetische Truppen brutal niedergeschlagen.

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