Wildcats erkämpfen sich Derbysieg gegen den Thüringer HC

Foto: Wildcats
Spielbericht | Sport - Wildcats
von hallelife.de | Redaktion

Der SV UNION Halle-Neustadt geht als Derbysieger in die WM-Pause. Das Team von Katrin Welter setzte sich am Samstagabend überraschend mit 23:26 (12:14) beim Thüringer HC durch. Für die Hallenserinnen ist es der erste Punktgewinn gegen das Spitzenteam vom Thüringer HC in der Vereinsgeschichte. Ausschlaggebend für diesen fulminanten Auswärtssieg war eine starke Anica Gudelj im Tor der Hallenserinnen sowie ein torgefährlicher Rückraum. 

Die Gastgeber führten im Spielverlauf nur mit einem Tor bis zur 10. Minute beim 5:4. Die Wildcats wirkten kampfstärker und bissen sich mit mehr Siegeswillen durch das Spiel. In der zweiten Halbzeit ließen die Hallenserinnen nicht locker und bauten ihre Führung bis auf 15:22 in der 45. Minute aus. Auch wenn der THC noch mal Ergebniskosmetik betreiben konnte, war der dritte Bundesligasieg in Folge den Wildcats nicht mehr zu nehmen. Bei den Hallenserinnen konnte Simone Spur Petersen und Helena Mikkelsen mit jeweils sechs Toren am meisten einnetzen. Kerstin Kundig war mit 5 Toren die erfolgreichste Spielerin beim Thüringer HC.

WILDCATS VERBRINGEN WEIHNACHTEN UND WM-PAUSE AUF 5. TABELLENPLATZ DER 1. BUNDESLIGA

Der SV UNION Halle-Neustadt hat ein nächstes Ausrufezeichen in der Handball Bundesliga Frauen hinterlassen. Mit dem Saisonziel Klassenerhalt in die Liga gestartet, wird das Team von Katrin Welter die Weihnachtspause auf Tabellenplatz 5 verbringen. Vor 680 Zuschauern in der Salza-Halle besiegte der Außenseiter den Serienmeister Thüringer HC. Die Gründe für den Auswärtserfolg waren schnell gefunden. Eine starke Anica Gudelj im Tor der Hallenserinnen brachte die Thüringerinnen zum Verzweifeln. Mit einer Quote von fast 50 % an gehaltenen Bällen war die Torhüterin die Spielerin des Spiels. Die Wildcats brauchten zehn Minuten, um sich in der Defensive zu finden. In der Anfangsphase kassierte das Team von der Saale zu einfache Rückraum Tore der Gastgeber. Vor allem Anika Niederwieser nutzte die etwas passiv agierende Defensive der Hallenserinnen aus. Je länger das Spiel dauerte, desto aggressiver und kompakter wurde die Abwehr allerdings. Herbert Müller war sichtbar unzufrieden mit seiner Mannschaft. Vor allem im Angriff ließ der Thüringer HC eine Chance nach der anderen liegen.

WILDCATS DOMINIEREN DIE ZWEITE HALBZEIT IN DER SALZA HALLE

Auch im zweiten Spielabschnitt ließen die Spielerinnen von Katrin Welter nicht locker. Der dänische Rückraum mit Helena Mikkelsen, Simone Spur Petersen und Camilla Madsen bekamen die Gastgeber nicht in den Griff. Als die Wildcats mit 15:22 (45. Minute) in Führung waren zeigte auch Herbert Müller Nerven. Lautstark äußerte er sich zu Schiedsrichterentscheidungen was eine Zeitstrafe mit sich brachte. Taktisch stellte der Cheftrainer des THC seine Mannschaft am Ende noch mal um. Mit einer siebten Feldspielerin sorgte er für Verunsicherung bei den Wildcats. Bis auf 23:25 in der 59. Minuten kam der Favorit noch mal ran, bevor Vanessa Dierks 35 Sekunden vor Schluss das Tor zur Vorentscheidung erzielen konnte.

STIMMEN ZUM SPIEL

Katrin Welter (Trainerin SV UNION Halle-Neustadt)

Wir hatten mit Anica im Tor einen super Rückhalt. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft, da wir das Spiel heute mit viel Kampfgeist gewonnen haben. Unser Rückraum hat die ganze Zeit einen hohen Druck auf die Abwehr des THC ausgeübt.

Herbert Müller (Trainer Thüringer HC)

Es war ein verdienter Erfolg für Halle-Neustadt. Sie haben mehr gekämpft und gefightet für den Sieg als wir. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir unterirdisch gespielt.

STATISTIK ZUM SPIEL

Wildcats: Gudelj, Lepschi, – Petersen 6, Mikkelsen 6, Niewiadomska 5/5, Madsen 4, Gruber 2, Nukovic 1, Dierks 1, Gudelj 1, Heimburg, Dietz, Tietjen, Smolik, Redder, Nowak

Zeitstrafen:
Thüringer HC: 4×2 Minuten
Wildcats: 3x 2 Minuten

Siebenmeter:
Thüringer HC: 3/3
Wildcats: 5/5

Zuschauer: 680

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch / Darnel Jansen

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