Sportliches Dreigestirn fordert neue Wege in der Sportförderung

Hauptsache Halle | Sport - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Seit Jahren ist leider zu beobachten, dass die Anzahl hallescher Teilnehmer an Olympischen Sommerspielen stetig rückläufig ist. Daraus folgt eine Abnahme der Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner. Aus Sicht der Fraktion Hauptsache Halle stellt sich die Frage, wo die entscheidenden Gründe für diese negative Entwicklung liegen.

schmitz-wels-biedermann

„Unsere Stadt verfügt über eine gute Sportinfrastruktur mit Trainingsstätten, motivierten Trainerinnen und Trainern sowie dem dualen System Sportschule“, ist Andreas Wels, Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle und Vize-Olympiasieger 2004, überzeugt. Allerdings fehle ein maßgeblicher Baustein für die leistungssportliche Entwicklung bis in die Spitze. Der finanzielle Aufwand für die Nachwuchssportler zur Realisierung des olympischen Traums sei nicht allein durch die bereits vorhandenen Fördertöpfe abgesichert und stelle darüber hinaus eine immense monetäre Belastung dar. Folglich komme es zu Motivationsproblemen und dem daraus resultierenden zu zeitigen Karriereende.

„Neue, tragfähige und stabile Lösungen müssen gefunden werden, um dem negativen Trend entgegenzuwirken, damit nicht nur der Profisport im Fokus steht“, meint Kai Schmitz, hallesche Eishockey-Legende und Unterstützer der Fraktion Hauptsache Halle. „Firmenpatenschaften können ein probates Mittel sein. Gerade die jungen Individualsportler würden mit neuen Anreizen in die richtige Richtung motiviert werden“, so Schmitz weiter. Vorstellbar wäre beispielsweise die Finanzierung eines zusätzlichen Trainingslagers oder die kostenlose Bereitstellung eines PKWs, um die Fahrten zu Wettkampf bzw. Training abzusichern. „Unsere Stadt kann hierbei über die Sportstättenförderung hinaus wirksam werden, indem sie einen Pool von Wirtschaftspartnern aufbaut, der bereit ist, den besten Nachwuchs-Athletinnen und Athleten ein starkes Fundament zu bieten“, blickt Andreas Wels voraus.

Paul Biedermann, ehemaliger Weltklasse-Schwimmer und als Sachkundiger Einwohner der Fraktion Hauptsache Halle Mitglied des Sportausschusses, wünscht sich mit Blick auf die zukünftige Entwicklung Fördermechanismen, die wie zu seiner aktiven Zeit einen bedeutenden Beitrag zu seinen Erfolgen leisteten. „Nur wer gefordert und gefördert wird, kann zu einem Spitzenathleten reifen. Angesichts der großen Traditionen der Sportstadt Halle, die an den errichteten Stelen im Park der Olympiasieger deutlich werden, muss es schnellstmöglich ein Umdenken diesbezüglich geben, so dass weitere Stelen folgen können“.

Beitrag Teilen

Zurück