Mit Medaillen und zahlreichen Finalplatzierungen kommt SV-Halle nach Hause.

DHM U20 Sindelfingen- Foto LVSA M.Schulz-Collage Philipp Töpfer
51. Deutschen Hallen-Jugendmeisterschaften | Sport - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Am 23./24.02.2019 fanden die 51. Deutschen Hallen-Jugendmeisterschaften der U20 Athleten/innen als auch die 25. Deutschen Winterwurfmeisterschaften der U18- und U20-Athleten/innen im sonnigen Sindelfingen statt. Stützpunkttrainerin Katja Schreiber wird mit ihrer Trainingsgruppe zur inoffiziellen Medaillenhamsterin gekürt und von ihren vereinsübergreifend trainierten Sportlern belohnt.

Die noch 16-Jahre junge Sina Prüfer (HLF) holte sich gleich am ersten Wettkampftag im Kugelstoßen der weiblichen Jugend U20 mit neuer persönliche Bestweite von 15,29 m den ersten Sieg. Am zweiten Tag glänzte sie erneut im Diskuswurf der weiblichen Jugend U18 mit 44,88 m, was ihr die Silbermedaille einbrachte. Trainingskollege Jonas Tesch sorgte nach seinem Verletzungsjahr mit vielen Tiefen für einen besonderen Glücksmoment bei seiner Trainerin. Ein mit Kraft erfüllte Kampfschrei ließ seine 6,0 kg-Kugel in der männlichen Jugend U20 auf persönliche Bestleistung von 17,75 m und somit auf den Bronzerang fliegen. U20 Athlet Alexander Köhler steigerte sich mit dem 1,75kg Diskus auf eine überraschende Bestleistung von 51,38 m und sicherte sich die Silbermedaille

Für die dritte SV Halle Medaille sorgte die 4x200m Staffel der MJ U20. Jungsprinter Aron Beuchelt (ehem. SSV Landsberg) sollte eine entscheidende Rolle auf dem Weg zur fast sicheren Medaille spielen. Leider fiel dieser auf Grund einer Grippe komplett aus. Pflichtbewusst und sprintstark führt Mehrkämpfer Lennart Zimmermann die Staffel durch die Vorläufe und sorgte für einen Startplatz im A-Finale. Hier entschied die Finalbesetzung mit Till Blättermann (ehem. ASV Sgh), Leon Schellenberg (ehem. LC Jena), Ludwig Scharge (ehem. Kalbe/Milde) und Jonas Herbst den Lauf mit einer neuen Bestleistung von 1:29,00 für sich und holte die Bronzemedaille als StG Team Sachsen-Anhalt I.

Diese Medaillen bilden die Eisbergspitze und weisen auf die zahlreichen hervorragenden Bestleistungen hin, welche in den finalen Rängen erbracht wurden und auf eine Ambitionierte Sommersaison zeigen.

So verpasst Speerwerferin Anastasia Kolodziezek nur knapp das Podest, kann jedoch mit ihren geworfenen 44,38 m bei weniger guten Bedingungen zufrieden sein. Ihr 4 Platz in der WJ U18 deutet auf das Ende ihrer Verletzungen hin. In den letzten Jahren zeigt sich Familie Zimmermann immer wieder wurfstark. Diesmal muss sich der „Größere“ Lennart (00) im indirekten Diskus-Wettkampf seinem jüngeren Bruder Magnus (02) geschlagen geben. Magnus Zimmermann belegte in der U18 mit einer beachtlichen Bestweite von 54,69 m (1,5kg) den 4. Platz. Wenig später schaffte es Lennart Zimmermann ebenfalls mit einer Bestleistung von 48,67 m (1,75kg) auf einen guten 5. Platz im Wettkampf von Alexander Köhler.

Diese Ergebnisse zeigen, dass der SV Halle auch weiterhin eine wurfstarke Präsenz aufweist, welche den Sprintern und Springen jedoch zunehmend weniger vorauseilt. Über die letzten Jahr sind bei den „Grünen“ vor allem die Schnelligkeitsaspekte aus einer drohenden Versenkung herausgekrochen. U18 Sprinthoffnung Till Blättermann (02) sprintet erneut zur Bestleistung über 60m in 6,92 Sekunden und landet am Ende auf Rang 7 der MJU20. Genau wie er hatte auch Jonas Herbst (00) ein Mammutprogramm mit 6 Sprintläufen. Jonas konnte zwar seine Vorjahres Bronzemedaille nicht bestätigen, jedoch schaffte er einen guten 5. Platz über 200m (22,11sek) der MJ U20.

Die wohl am sichersten geglaubte Medaille im Weitsprung der WJ U20 sollte an Lucie Kienast (01) gehen. Ein Beweis das die Leichtathletik mit ihren Fassetten und Tücken vieles bereit hält und selten vorhersehbar ist. Die Viertplatzierte der DHM vom vergangen Wochenende (6,31m) hatte sich viel mehr vorgenommen als 6,00 m und Platz 7. Jedoch muss auch sie einsehen, dass die Saison lang war, sie sehr viele hervorragende Leistungen erbracht hat und auch ihr Körper mal eine Erholung braucht. Eine willkommene Pause wird sie doppelt erstarkt in die Sommersaison starten lassen.
Zu den größten Erfahrungssammlern in dieser DM gehören wohl auch die Mädels der U20 4x200m Staffeln. Die StG Team Sachsen-Anhalt I (Merten, Sophie-Luise (00); Voigt, Vanessa (03); Müller, Friederike Maxi (03); Schnipper, Anna (02)) zählt mit zu den jüngeren Staffeln in diesem Feld aber mit deutlichen Medaillenchancen im A-Finale, jedoch haben sie ihren Lauf durch einen Wechselfehler nicht beenden können.
Ein großer Glückwunsch geht auch an Mittelstreckenrakete Maximilian Sluka vom HLF der einem beachtlichen 800m Start-Zielsieg in 1:50,40 min zur Goldmedaille lief.

2019.02.24 DHM U20 Sindelfingen- Foto LVSA M.Schulz-Collage Philipp TöpferDHM U20 Sindelfingen- Foto LVSA M.Schulz-Collage Philipp Töpfer

 

Am Ende sprechen die verantwortlichen Trainer Katja Schreiber, Burkhard Gäbel, Henny Gastel und Jung-Bundestrainer (Mehrkampf) Kai Dockhorn von einer bedeutenden und erfolgreichen deutschen U20 Hallenmeisterschaft. Noch nie hatten wir so eine große Teilnehmerzahl, mit so vielen Finalplatzierungen und noch nie hatten wir 2 Staffeln in einem A Finale. Dies ist ein Zeugnis einer tollen Organisation mit einem wachsenden Teamgeist, innerhalb eines wie ein Schweizer Uhrwerk funktionierenden Trainerkollegium am Bundesstützpunkt Halle.
Autor: Philipp Töpfer

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