Hallesche Vereine engagiert bei Rehasport-Projekt „Kids Aktiv“

Engagiert für das Projekt Kids Aktiv: Ines Kauer vom USV Halle (stehend, l.) im Kreis von Projektteilnehmenden - Bild pandamedien/ T. Grunwald
Rehasport | Sport - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) startete am 5. September 2018 in Halle sein neues Rehabilitationssport-Projekt „Kids Aktiv - Rehasport für Kinder und Jugendliche“. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit den Sozialpädiatrischen Zentren Halle und Magdeburg umgesetzt und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Zehn Vereine des BSSA haben sich für die Projektteilnahme eingeschrieben. Aus Halle engagieren sich der Universitätssportverein (USV) Halle und der Rehabilitations- Präventions- und Gesundheitssportverein (RPG) Halle für dieses Angebot.

 

Engagiert für das Projekt Kids Aktiv: Ines Kauer vom USV Halle (stehend, l.) im Kreis von Projektteilnehmenden - Bild pandamedien/ T. Grunwald

 

Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, speziell für Kinder und Jugendliche ab vier Jahre mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen Rehabilitations-Sportgruppen aufzubauen. Im Focus stehen orthopädische Erkrankungen, Diabetes mellitus, Lungenerkrankungen wie z. B. Asthma Bronchiale, geistige Behinderungen, ADHS, Adipositas und neurologische Erkrankungen. Im Rahmen des Projekts erhalten die Übungsleiter indikationsspezifische Fortbildungen z. B. in den Sozialpädiatrischen Zentren in Halle und Magdeburg sowie in Kliniken. Auf der Basis der erworbenen Kenntnisse bei Arzt- und Therapeutenvorträge, Hospitationen und Kommunikationsschulungen ist es ein weiteres das Ziel des Projektes, nachhaltige Sportangebote in Form von Kinder-Sportgruppen aufzubauen.

Zum Projetauftakt stellte Chefärztin Dr. med. Christiane Fritzsch das Sozialpädiatrische Zentrum am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten mit der Referentin für Rehasport des BSSA, Doreen Seiffert, ihre Erwartungen an das Projekt und stimmten Planungsdetails ab. Informationen zu Möglichkeiten der Förderung der koordinativen Fähigkeiten von Kindern rundeten die Veranstaltung ab.

 

In der Kindheit und Jugend werden wichtige Weichen für das spätere Leben gestellt. Behinderungen oder chronische Erkrankungen können in dieser frühen Lebensphase bereits zu vielfältigen Teilhabeeinschränkungen führen und sowohl die aktuelle als auch spätere Lebenssituation wesentlich beeinträchtigen. Das Spektrum reicht von Haltungsschäden über Übergewicht bis hin zu chronisch-körperlichen, psychischen und psychosomatischen Krankheiten. Eine frühzeitig, gezielte Versorgung betroffener Kindern und Jugendlichen ist daher von fundamentaler Bedeutung.

In diesem Zusammenhang gilt Bewegung und Sport als ein einfaches aber außerordentlich wirksames Mittel der Gesundheitsförderung. Der Rehabilitationssport für Kinder und Jugendliche bietet den Rahmen für ein individuell auf die Bedürfnisse abgestimmtes Sportangebot und stellt einen niedrigschwelligen Schritt zur Förderung eines aktiven Lebensstils dar. Ziel ist die Förderung der motorischen und geistigen Entwicklung, die Stärkung des Selbstwertgefühls der Kinder und Jugendlichen sowie die Schaffung bestmöglicher Voraussetzungen für den Alltag, für die Schule und den späteren Beruf.

Rehabilitationssport nach § 64 SGB IX bietet dafür einen kostengünstigen Lösungsansatz, da die Verordnung außerhalb des Budgets der betreuenden Ärzte liegt. Die Nachhaltigkeit dieses Projektes wird Die angestrebte Fortsetzung der sportlichen Betätigung im Rahmen der Mitgliedschaft in einem Sportverein auch nach Absolvieren der ärztlichen Verordnung macht in besonderem Maße die Nachhaltigkeit des Projektes aus. Durch den Aufbau von Kooperationen mit Kindergärten, Schulen, Sozialpädiatrischen Zentren, Kinderärzten, Kinderkliniken und Krankenkassen werden Vernetzungen in der Region gefördert.

 

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