Gute Schwimmausbildung hat sich bewährt! Erfolgskonzept wird weitergeführt.

Schwimmen | Sport - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

„Die Schwimmausbildung der halleschen Vereine ist ein sicherer Garant für die Schwimmfähigkeit der Bevölkerung der Stadt. Sie hat sich in den letzten zehn Jahren bewährt“, so die Zusammenfassung der Vertreter schwimmsporttreibender Vereine in Halle, die Bilanz zur Schwimmausbildung in den vergangenen Jahren gezogen haben.

„Noch vor zehn Jahren herrschte große Unsicherheit", erinnert sich Holger Friedrich, Geschäftsführer in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die Schwimmhallen und Freibäder in der Stadt standen vor einem Betreiberwechsel. Die Bäder seien teilweise in marodem Zustand gewesen. „Gründe genug, einen Schwimmausschuss zu bilden" ergänzte Marion Mehlis, Geschäftsführerin der SSV 70 Halle-Neustadt. „Im Schwimmausschuss setzen inzwischen nahezu alle schwimmsporttreibenden Vereine auf ein Miteinander", berichtet Mehlis weiter, die gleichzeitig ehrenamtliche Vorsitzende des Ausschusses ist. Seither erfolge eine enge Abstimmung zur Nutzung der Schwimmhallen, zur Schwimmausbildung und zum regelmäßigen Training. Gleichzeitig kämpfen die Vereine gemeinsam für den Erhalt sowie für Sanierungsmaßnahmen in den Schwimmhallen. Nach der Übernahme der Bäder durch ein eigens gegründetes Tochterunternehmen der Stadtwerke im Jahr 2010 sei die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, der Stadt Halle und der Bäder Halle GmbH immer besser geworden, konstatierte Friedrich. Bei der Schwimmausbildung sei man sich schnell einig gewesen: Diese gehört in die Hände der Schulen und Vereine und ist eine Erfolgsgeschichte in der Stadt! Statistisch erlernten alle Kinder in Halle spätestens bis zum 9. Lebensjahr das Schwimmen. „In unserer Schwimmabteilung schaffen es jährlich über 400 Kinder.“, berichtet Ingo Michalak Geschäftsführer des SV Halle. Bei der SSV 70 und der DLRG kommen über 350 Kinder hinzu, ergänzen Mehlis und Friedrich und betonen, dass sich viele weitere Vereine für die Schwimmausbildung engagieren. "90 % der Kinder eignen sich bei uns sichere Schwimmfertigkeiten an", weiß Mehlis. „Wir achten mit ausgebildeten Fachkräften auf Qualität beim Erlernen der Schwimmbewegungen.", erklärt sie weiter. "Nur dann werden die Grundlagen für das Schwimmen auch bei unsicheren Wasserbedingungen gelegt." Wenn gewünscht, ermöglichen die Schwimmvereine den Kindern, die mehr Zuwendung brauchen, individuelle Folgeangebote.

Regelmäßiges Üben und Trainieren in den Vereinen ist entscheidend, stellt Friedrich klar: „Erst dadurch wird das Schwimmen wirklich sicher und wirkt präventiv vor Ertrinkungsgefahren z.B. bei Wellengang oder Strömungen." Für die Sicherheit im und am Wasser gibt es seitens der DLRG deshalb seit Jahren zusätzlich Angebote, wie die Ausbildungen zum Juniorretter und zum Rettungsschwimmer.

„Wir wollen und werden unser Erfolgsrezept der letzten Jahre fortführen", sagt SV-Geschäftsführer Michalak. Doch er übt auch Kritik: „Leider gibt es hin und wieder Projekte, die dem entgegenstehen", so Michalak weiter. „Vor allem kostspieligen und befristeten Modellprojekten in der Schwimmausbildung erteilen wir eine klare Absage. Sie wecken Begehrlichkeiten, die oftmals nicht erfüllt werden können. Im Schwimmen ist Kontinuität gefragt und keine wohlklingenden Modellprojekte."

„Einmalige Projekte von einigen Veranstaltern bieten in Wirklichkeit Elemente der Wassergewöhnung, die seit Jahrzehnten bereits von den schwimmsporttreibenden Vereinen in der Schwimmausbildung vermittelt werden. Das Kreieren neuer Begriffe dient meist dazu, Eltern eine Besonderheit des Projektes vorzugaukeln", warnt Sven Pringal, Ausbildungsleiter in der DLRG.

Weiterhin findet Pringal: „Bedenklich sind die versteckten Kosten dieser Angebote sowie die Benutzung und Abwandlung von markenrechtlich geschützten Abzeichen, wie z.B. des Seepferdchens."

Die Statistik bestätigte die Erfolge der Vereine und der Bäderpolitik. In den letzten fünf Jahren seien in Halle drei Kinder verunglückt, zuvor waren es dagegen drei Kinder pro Jahr! „Unser gemeinsames Ziel ist es, diese Anzahl weiter zu senken. Hier sind auch die Eltern gefragt, die ihre Kinder einem Verein mit erfahrenen Fachkräften anvertrauen und weniger auf einmalige Experimente bauen sollten“, erklärt Friedrich.

Rene Walther, Präsident des Stadtsportbundes: „Wir sind sehr stolz auf die Arbeit unserer schwimmsporttreibenden Vereine. Wir freuen uns sehr, dass sich die Vereine darauf geeinigt haben, nach bewährtem Erfolgsrezept zusammenzuarbeiten, damit möglichst kein Kind in Halle ertrinken muss. Uns ist es als Sportfamilie wichtig, dass sich die Eltern ein qualitativ hochwertiges und für ihre Kinder passendes Angebot heraussuchen können. Für das Stadtgebiet können wir feststellen, dass die Forderung des DOSB, jedes Kind müsse in der Nähe ein öffentliches Bad mit bezahlbaren Preisen erreichen und die Möglichkeit zum sportlichen Schwimmen vorfinden, erfüllt ist. Gemeinsam mit der Stadtpolitik und den Vereinen wollen wir diesen positiven Umstand aufrechterhalten."

Beitrag Teilen

Zurück