Saale Bulls bleiben trotz hektischem Spiel fokussiert und gewinnen 5:1 gegen die EG Diez-Limburg

Foto: Tilo Lautenschläger
Spielbericht | Sport - Saalebulls
von hallelife.de | Redaktion

Zum dritten Advent gab es bei den Saale Bulls im halleschen Sparkassen-Eisdom wieder eine Premiere, denn zum ersten Mal war der Oberliga-Aufsteiger von der EG Diez-Limburg zu Gast an der Saale. Im bisher einzigen Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften (Vorbereitungsspiel für Saison 2019/20) konnten sich die Hallenser deutlich durchsetzen. Doch ein Blick auf die Tabelle zeigte schon im Vorfeld, dass die aktuelle Mannschaft wohl nichts mehr mit der vor einem Jahr zu tun hat und nicht zu unterschätzen ist.

Die Bulls kamen vom Anbully weg gut ins Spiel und übten von Beginn an Druck auf das gegnerische Tor aus und erarbeiteten sich immer wieder gute Chancen für den Führungstreffer. Dieser lag bereits in der zweiten Minute in der Luft, als der Puck hinter Schlussmann Guryca nur um Haaresbreite parallel zur roten Linie am Gehäuse vorbeischlitterte.

Trotz der recht deutlichen Dominanz der Hausherren machten es ihnen die Gäste immer wieder vor dem Tor schwer. So dauerte es wieder recht lange, bis endlich der erste Treffer fiel: Auf Vorlage von Interimskapitän Jannik Striepeke war es Sergej Stas, der in der zehnten Spielminute endlich das 1:0 erzielte. Von der Führung waren in der Folge aber nicht nur die Saalestädter angestachelt, sondern auch die Gäste drehten noch einmal an ihrem Tempo und es wurde zusehends hektischer auf dem Eis. Die Hausherren brachten trotz dieser Hektik den Puck mit guten Pässen vor das Tor der Gäste, aber dort fehlte der erfolgreiche Abschluss zum Ausbau der Führung.

Auch im Mittelabschnitt blieb das Spiel ähnlich hektisch und beide Teams hetzten immer wieder zwischen den jeweiligen Angriffsdritteln hin und her. Dabei konnten sie sich – trotz vieler Puckverluste – zwar gute Angriffspositionen erkämpfen, aber letztendlich hörte man nur wieder den Puck am Gehäuse oder von der Ausrüstung der Goalies prallen. So blieb es weiterhin beim Stand von 1:0, aber die Gäste suchten weiter ihre Chancen, um zum Ausgleich zu kommen. Diese Taktik der Rockets wurde in der 34. Minute belohnt, als sich Niklas Hildebrand ins Drittel der Bulls kämpfte und dort mit einem Handgelenksschuss aus spitzem Winkel den 1:1 Ausgleich holte.

Beflügelt durch den Ausgleich wollten die Rockets nun mit allen Mitteln um die eigene Führung kämpfen, aber mit ihrer Härte kassierten sie auch die erste Strafzeit der Partie. So konnten die Bulls in Überzahl loslegen und zeigen, dass sie auch Powerplay können. Nach nur 30 Sekunden war Michal Schön erfolgreich und brachte die Hausherren wieder in Führung. Die Gäste bleiben bei ihrer harten Gangart, aber auch die Konsequenzen daraus blieben gleich, da sie erneut eine Strafzeit kassierten. Dieses Mal machten es die Gäste den Bulls im Angriff nicht so leicht und gingen dank eines Konters sogar zum Gegenangriff über. Da dieser nur mit einer Notbremse vor dem Tor von Albrecht gestoppt werden konnte, bekamen die Rockets während der laufenden Strafzeit ein Penaltyschuss zugesprochen. Diesen konnte Topscorer Matheson jedoch nicht verwandeln, da Albrecht den Puck am Tor vorbeilenkte.

Damit ging es im letzten Abschnitt mit der 2:1 Führung weiter. Das Bild auf dem Eis änderte sich nicht, denn weiterhin ging es schnell und hektisch hin und her. Und auch bei den Strafen blieb es gleich, denn wieder ging diese in der 49. Minute an die Gäste aus Diez-Limburg. Somit waren die Bulls erneut im Powerplay und zeigten – ganz anders als in den bisherigen Partien – dass der Aufbau im Powerplay funktioniert. Nach ersten erfolglosen Anläufen hämmerte letztlich Eric Wunderlich mit einem Schlagschuss den Puck von der blauen Linie ins Netz.

Dieses Signal zum Endspurt saugten die Bulls richtiggehend auf und erhöhten noch einmal den Druck auf die Gäste. Es folgten nun innerhalb von nur 24 Sekunden die Tore von Sergej Stas (53.) und Artur Tegkaev (54.). Damit waren die Saalestädter uneinholbar davongezogen. Die Gäste aus Diez-Limburg versuchten zwar weiter gegenzuhalten, aber wirklich torgefährlich konnten sie nicht mehr werden.

Damit gewinnen die Saale Bulls ihr letztes Heimspiel vor den Weihnachtsfeiertagen mit 5:1 und machen damit ihr 6-Punkte-Wochenende komplett. Für sie geht es ín den kommenden drei Partien auswärts weiter. Und den Start der Auswärtstournee macht am kommenden Freitag das Spiel beim Herner EV.

Torschützen:

1:0 Sergej Stas – 10.

1:1 Niklas Hildebrand – 34.

2:1 Michal Schön – 36.

3:1 Eric Wunderlich – 51.

4:1 Sergej Stas – 53.

5:1 Artur Tegkaev – 54.

Tore: 5:1 (1:0/1:1/3:0)

[RJ/FE]

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