Hausdurchsuchungen bei Fußballstörern nach Landfriedensbruch am Hauptbahnhof Dessau

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BPOLI MD | Polizei/Feuerwehr

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Magdeburg und der Bundespolizeiinspektion Magdeburg - Hausdurchsuchungen bei Fußballstörern nach Landfriedensbruch am Hauptbahnhof Dessau

Am Dienstag, den 26.04.2016, fanden ab 05:00 Uhr durch 39 Beamte der Bundespolizei im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Magdeburg, wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs,  bei vier namentlich bekannten "Fußballstörern" Hausdurchsuchungen statt. 

Hausdurchsuchungen bei Fußballstörern nach Landfriedensbruch am Hauptbahnhof Dessau

Hintergrund des Verfahrens waren die Übergriffe durch ca. 70 vermummte Fans des 1. FC Magdeburg am 24.01.2016 gegen ca. 30 Fans des Halleschen FC (HFC) auf dem Hauptbahnhof Dessau. Bei den Übergriffen wurden zwei HFC-Fans schwer verletzt, wobei einer der Verletzten erst 15 Jahre alt war. Zudem wurde auch ein Bundespolizist getreten und geschlagen. Der 55-jährige Beamte ist bis heute dienstunfähig.

Durch umfangreiche Ermittlungen konnten, unter anderem aus vorhandenem Videomaterial der Taten, die vier Beschuldigten namentlich gemacht werden. Das Amtsgericht Magdeburg ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Magdeburg eine Durchsuchung bei diesen vier Personen an. Es handelt sich um einen 26-jährigen Mann aus Zerbst, einen 16-jährigen Jugendlichen aus Barleben, einen 24- und einen 25-jährigen Mann aus Magdeburg.

Ziel der Durchsuchungen war es, Beweismittel  aufzufinden, um eine genaue Zuordnung der Taten zu den jeweiligen Tätern beweiskräftig zu unterlegen. Da zwei der Beschuldigten bereits durch ein hohes Gewaltpotential polizeilich in Erscheinung getreten waren, wurden die Bundespolizisten der Bundespolizeiinspektion Magdeburg durch Spezialkräfte der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung aus Halle unterstützt. Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter eine Vielzahl von Speichermedien und Mobiltelefonen. Zudem wurden in den Objekten verbotene Pyrotechnik, verbotene Messer, eine Schreckschusspistole, Sprayerutensilien und Drogen aufgefunden. Weitere Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen das Waffengesetz und gegen das Sprengstoffgesetz werden eingeleitet. Zur Vorbeugung weiterer Straftaten wurden zwei Männer erkennungsdienstlich behandelt.

Weitere Ermittlungen dauern an.

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