Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl bei 28-Jährigen - Bekannter zahlt 1020 Euro Geldstrafe

Magdeburg, Halle Braunschweig | Polizei/Feuerwehr
von hallelife.de | Redaktion

Am 6. September 2020 kontrollierte eine Streife der Bundespolizei in einem Intercity auf der Strecke Magdeburg - Halle gegen 09:10 Uhr unter anderem einen 28-jährigen Mann. Der ivorische Staatsangehörige wies sich mit einer abgelaufenen Duldung aus. Bei der sich anschließenden Überprüfung seiner Personalien in dem polizeilichen Fahndungssystem stellten die Bundespolizisten zum einen einen Suchvermerk der Ausländerbehörde Stade fest, da der aktuelle Wohnsitz des Mannes nicht bekannt war. Zum anderen kam ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Braunschweig zum Vorschein.

Demnach wurde er bereits im März 2017 durch das Amtsgericht Braunschweig wegen des unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln zu einer Geldstrafe von 1020 Euro beziehungsweise einer Ersatzfreiheitstrafe von 102 Tagen verurteilt. Da der Mann weder die Geldstrafe zahlte, noch sich dem Strafantritt stellte, erging der Haftbefehl. Die Bundespolizisten eröffneten ihm den Haftbefehl, nahmen ihn fest und mit auf das Bundespolizeirevier in Halle. Der Mann kontaktierte einen Bekannten in Braunschweig, der das Geld aufbringen konnte und die Geldstrafe im Bundespolizeirevier Braunschweig einzahlte. Anschließend konnte der gesuchte 28-Jährige die Dienststelle in Halle wieder als freier Mann verlassen. Da seine Duldung aber bereits im November 2019 abgelaufen war, wurde gegen ihn ein neues Strafverfahren wegen des unerlaubten Aufenthaltes ohne einen gültigen Aufenthaltstitel eingeleitet. Zudem wurde die Ausländerbehörde Stade über den Aufenthaltsort des Mannes schriftlich in Kenntnis gesetzt.

Beitrag Teilen

Zurück