Mehrere Festnahmen nach Wohnungsdurchsuchungen

Foto: Polizei Halle
Ermittlungsgruppe „Intensivtäter“ (EG) | Polizei/Feuerwehr
von hallelife.de | Redaktion

Bereits Anfang Februar konnte durch Kräfte der Ermittlungsgruppe „Intensivtäter“ (EG) ein 27 Jahre alter Hallenser in seiner Wohnung vorläufig festgenommen werden. Eine Haftrichtervorführung am Folgetag konnte jedoch nicht erfolgen, sodass der Mann wieder entlassen werden musste.

Zur Realisierung eines nun bestehenden Untersuchungshaftbefehls gegen den 27-Jährigen wurde dessen Wohnung gestern in den Abendstunden auf Grundlage eines richterlichen Beschlusses erneut durchsucht. Der Gesuchte konnte angetroffen und auch festgenommen werden. Die Haftrichtervorführung ist für den heutigen Tag am Amtsgericht in Halle (Saale) avisiert.

Im Zuge weiterer Ermittlungen der Ermittlungsgruppe in Kooperation mit dem Revierkriminaldienst des Polizeireviers Mansfeld-Südharz, u.a. wegen gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln, konnten über die Staatsanwaltschaft außerdem Beschlüsse zur Durchsuchung zweier Wohnungen in der Südlichen Innenstadt von Halle (Saale) und Nietleben erwirkt werden. In der erstgenannten Wohnung fanden die Beamten fast 130g Amphetamine sowie ein griffbereit deponiertes Samuraischwert. Der 35-jährige Wohnungsinhaber aus dem Irak sowie dessen 25 Jahre alte Freundin wurden in der Wohnung angetroffen und vorläufig festgenommen. Auch in Nietleben konnten Betäubungsmittel (Crystal, Amphetamine, Ecstasy) aufgefunden und beschlagnahmt werden. Der Wohnungsinhaber im Alter von 44 Jahren führte außerdem einen Schlagring mit sich. Er wurde ebenfalls vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme der drei Personen. Die weitere Vorgangsbearbeitung wird durch den Revierkriminaldienst des Polizeireviers Mansfeld-Südharz erfolgen.

Im Anschluss an die Durchsuchungsmaßnahmen wurden die beschlagnahmten Substanzen zur Polizeidienststelle in der Kurallee verbracht. Durch den Hundeführer eines Sprengstoffspürhundes wurde hier eine in der Wohnung des 35-jährigen Irakers sichergestellte Substanz als möglicherweise explosiver Stoff eingeschätzt, woraufhin vorsorglich einige Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet wurden. Die Kurallee wurde sowohl für Personen als auch für den Fahrzeugverkehr für ca. drei Stunden gesperrt und angrenzende Räumlichkeiten des Dienstsitzes geräumt. Die hinzugerufenen Spezialkräfte des LKA konnten jedoch schnell Entwarnung geben. Bei der verdächtigen Substanz handelte es sich weder um einen gefährlichen Stoff, noch um Betäubungsmittel. Die Polizei geht von sogenanntem Fixiersalz aus, wie es beispielsweise in der Fotochemie genutzt wird. Seit etwa 10:00 Uhr ist der Bereich um die Kurallee wieder für jeglichen Verkehr freigegeben.

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