Dr. Monika Hämmerle tritt Junior-Professur für Experimentelle Pathologie an der Universitätsmedizin Halle an

Foto: Juniorprofessorin Dr. Monika Hämmerle (Bildnachweis: Universität Halle/Maike Glöckner)
Medizinische Fakultät | MLU
von hallelife.de | Redaktion

Forschung, insbesondere im Zusammenhang mit Bauchspeicheldrüsenkrebs und Eierstockkrebs, ist das Steckenpferd von Dr. Dr. Monika Hämmerle. Die frischgebackene Fachärztin für Pathologie hat zum 1. Februar die Junior-Professur für Experimentelle Pathologie an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angetreten. Die Professur ist mit einer Tenure-Track-Option versehen, so dass die Juniorprofessur nach erfolgreicher Evaluierung in eine reguläre Professur überführt wird.

„Die Bezeichnung der Professur zeigt es bereits: Ich arbeite hauptsächlich laborbasiert und grundlagenwissenschaftlich daran, die Mechanismen zu erforschen, die die Streuung von Tumorzellen bei Bauchspeicheldrüsen- und Eierstockkrebs regulieren. Diese Krebsarten sind besonders aggressiv und die Prognose bei diesen Erkrankungen ist noch immer sehr schlecht“, erklärt Hämmerle.

Des Weiteren sei sie aber auch als Fachärztin für Pathologie in die Diagnostik eingebunden. „Pathologie überblickt die gesamte Medizin. Das heißt, wir bekommen aus allen Fachgebieten Präparate für die Diagnostik und unsere Befunde helfen dabei, wichtige Therapieentscheidungen zu treffen. Wir haben somit eine wichtige Brückenfunktion und ich mache diese Arbeit sehr gern“, so die 36-jährige gebürtige Österreicherin. Die Begeisterung für das Fach wolle sie im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auch an Medizinstudierende weitergeben.

Ihre eigene Ausbildung hat die Juniorprofessorin in Österreich absolviert: Zunächst in Innsbruck das Studium der Humanmedizin, das sie mit der Dissertation abschloss. Danach folgte ein internationales PhD-Programm in Wien. Als Postdoc arbeitete sie dann dreieinhalb Jahre am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg sowie - gefördert mit einem Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft - zweieinhalb Jahre am MD Anderson Cancer Center, dem weltweit größten Krebszentrum, in Houston, USA. „Hier habe ich mein Fachwissen in der translationalen Onkologie weiter vertieft“, sagt sie.

Seit 2017 ist sie nun in Halle und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen des Clinician Scientist Programms am Institut für Pathologie. Gleichzeitig absolvierte sie ihre Facharztweiterbildung, die sie im Oktober 2019 abschloss. Im gleichen Jahr warb sie eine Max-Eder-Förderung der Deutschen Krebshilfe ein. Die Forschungsgruppe wird bis 2023 mit 700.000 Euro sowie Mitteln der Fakultät und des Instituts für Pathologie gefördert.

„Meine Forschungsschwerpunkte liegen in der RNA-Biologie, vor allem in der Erforschung der Rolle von nicht-kodierenden RNAs und RNA-bindenden Proteinen im Krebs, aber auch darin, das Tumormikromilieu und die Rolle von Blutplättchen beim Tumorwachstum besser zu verstehen“, fasst sie zusammen. Damit füge sie sich sehr gut in die Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät ein, habe viele Kollaborationspartner gefunden und wolle dazu beitragen, die Sichtbarkeit der Forschung an der Fakultät und der Universität Halle national und international zu erhöhen. Ergebnisse ihrer Forschung hat Hämmerle in 33 Originalarbeiten publiziert, darunter sieben als Erstautorin.

„Mit Monika Hämmerle haben wir eine hervorragende Wissenschaftlerin und Pathologin als Junior-Professorin gewinnen können, die das Forschungsspektrum der Medizinischen Fakultät exzellent bereichert. Mit der Tenure-Track-Option bieten wir des Weiteren sowohl der Fakultät und Universität als auch Juniorprofessorin Hämmerle selbst eine Perspektive, so dass wir auch in Zukunft wissenschaftlich sehr gut in diesem wichtigen Fachgebiet aufgestellt sind. In der heutigen Zeit sollte es eigentlich nicht extra betont werden müssen, aber es zeigt, dass Können entscheidet und ich hoffe, dass sie für andere Frauen damit hoffentlich als hervorragendes Beispiel dient, wohin Leistung, Interesse und eine sehr gute Ausbildung führen“, sagt Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät Halle.

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