Ausstellungseröffnung - Wilhelm Schmied “Ein Leben für die Kunst"

Fotos: hallelife.de Th. Kämmer
Stadt- und Landschaftsansichten | Kunst & Kultur
von hallelife.de | Redaktion

Heute wurde im Galerie Café der Halloren Schokoladenfabrik, in derDelitzscher Straße 70, die Ausstellung Wilhelm Schmied “Ein Leben für die Kunst - Stadt- und Landschaftsansichten“ eröffnet.

Die Begrüßung der Gäste erfolgte durch Robert Stephan von der Galerie KunstLandschaft, dann erfolgte die Eröffnungsrede von Iris Ziegler, der 1. Vorsitzende des Wilhelm-Schmied-Verein e.V., die das Schaffen des Malers und seines künstlerischen Erbes würdigte, was auch das Anliegen des Vereins ist.

Wilhelm Schmied (13.04.1910 – 07.12.1984) ist ein über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannter Künstler und hat die bildende Kunst in der DDR wesentlich mitgeprägt. Mit seinen Industrielandschaften, Stadtansichten und Landschaftsbildern dokumentierte er die durch den Menschen hervorgerufenen Veränderungen und wurde so zum Zeitzeugen einer entwickelten Industriegesellschaft. Sein Lebenswerk hat einen festen Platz in der deutschen Kunst nach 1945.

Wilhelm Schmied wurde 1910 in Dresden geboren. Er verbrachte seine Jugendjahre in Riesa und besuchte dort die Volksschule.
Danach begann seine Lehrzeit als Dekorationsmaler und Lackierer. In den Jahren 1928 – 1934 arbeitete er als Malergeselle in Nürnberg, Staffelstein und Schkeuditz b. Leipzig, studierte 1930 ein Semester an der Kunstschule Nürnberg und legte 1934 die Meisterprüfung als Maler- und Lackierer in Halle/Saale ab. Bis 1940 arbeitete Wilhelm Schmied als selbständiger Malermeister in Sangerhausen. Nach Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft ließ er sich 1946 erneut in Sangerhausen nieder, um nach jahrelangem Selbststudium eine freiberufliche Tätigkeit als Maler und Grafiker zu beginnen. 1951 gewann er den Wettbewerb zur künstlerischen Ausgestaltung des Maxim-Gorki-Theaters in Magdeburg. Zusammen mit Karl Erich Müller schuf Wilhelm Schmied eine ganze Reihe von Mosaiken und Wandbilder, so auch für das chemische Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Leunawerke „Walter Ulbricht“. Von 1959 bis in das Jahr 1976 leitete er den Verband Bildender Künstler des Bezirkes Halle und war ab 1974 ordentliches Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

Wilhelm Schmied erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen der DDR, u.a. den Kunst- und den Nationalpreis der DDR (1968 und1969),
den Händelpreis der Stadt Halle (1962) und den Kunstpreis der FDGB (1963). Wilhelm Schmied verstarb 1984 in Sangerhausen.

 

„Ich möchte, dass der Betrachter meiner Bilder die Schönheit unserer Heimat empfindet. Er soll sich immer wieder bewusst werden, dass sie des Menschen Werk ist – dass es aber auch der Mensch ist, der diese Schönheit zerstören kann."

Wilhelm Schmied.

 

Dauer der Ausstellung: 17.04.2018 bis 08.07.2018

Halloren Schokoladenfabrik AG – Delitzscher Straße 70 – im Galerie Café

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