Schneegestöber im Sperrgebiet

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Lesung | Kunst & Kultur
von Tobias Fischer

"Morgen muss ich fort von hier" ist der sprachgewaltige innere Dialog einer Frau mit einem Mann. Das weibliche Ich, das mit großer Sprachkraft den Sog aus Zärtlichkeit, der Sehnsucht nach Nähe, aus Schmerz und Trauer einfängt, liebt einen Mann, der nicht bleiben kann, einen Fremdgänger. Die Liebe ist stärker als die Vernunft und ein ewiges Labyrinth

Schneegestöber im Sperrgebiet

"Morgen muss ich fort von hier" ist der sprachgewaltige innere Dialog einer Frau mit einem Mann. Das weibliche Ich, das mit großer Sprachkraft den Sog aus Zärtlichkeit, der Sehnsucht nach Nähe, aus Schmerz und Trauer einfängt, liebt einen Mann, der nicht bleiben kann, einen Fremdgänger. Die Liebe ist stärker als die Vernunft und ein ewiges Labyrinth. Der Mensch, der liebt und verlassen wird, verliert seine Wirklichkeit. Realität und Fiktion fließen so lange ineinander, bis der Schmerz nachlässt. Christina Friedrichs Roman ist grausam und zärtlich und unbezähmbar wie die Liebe selbst. Er überzeugt durch Präzision und Ausdruckskraft und überwältigt in seiner poetischen Eindringlichkeit und Ausgewogenheit von Verzweiflung und Hoffnung durch Intensität und Schönheit.

Am Freitag um 21 Uhr liest Christina Friedrich im Riff-Club der Kulturinsel in Halle (Saale) aus ihrem Debütromam „Morgen muss ich fort von hier”. Dazu erklingt Live-Musik von Jacob Suske.

Christina Friedrich, geboren in Nordhausen/Thüringen, studierte Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Nach ihrem Debüt am Deutschen Nationaltheater Weimar prägte sie von 1994-1996 als Hausregisseurin das Profil des Bremer Theaters. Seitdem arbeitet sie als freie Regisseurin an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Halle inszenierte sie nach "Fight Club" im vergangenen Herbst die Uraufführung der "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche. Neben ihrer Arbeit als Regisseurin ist sie Gastprofessorin und Dozentin an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", der TU Berlin sowie am Mozarteum in Salzburg und leitete internationale Theaterprojekte in Japan und Israel. Ihr Debütroman erschien im August 2008 im Verlag C.H.Beck. Christina Friedrich lebt in Berlin.

Jacob Suske, gebürtiger Österreicher mit Schweizaffinität und Berliner Wohnsitz. Arbeitete sich in der Schweiz vom Jazz kommend einmal quer durch die Musiklandschaft. Spielte mit Bonaparte, Lunik, KuttiMC, Trummer uvm. Dann nahm die Faszination für elektronische Musik mehr und mehr überhand. Heute unterwegs mit seiner Band, dem One Shot Orchetsra und unter eigenem Namen. Als Theatermusiker Arbeiten am Deutschen Theater Berlin, Luzerner Theater, Stadttheater Bern, Deutschen Theater Göttingen und am Neuen Theater Halle, wo er für Christina Friedrich den Soundtrack zu "Feuchtgebiete" produzierte.

Karten sind erhältlich zu 4 Euro und 3 Euro (ermäßigt) an der Theater- und Konzertkasse und an der Abendkasse erhältlich.

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