Ich bin dein Labyrinth

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Getanzt, gesprochen und gesungen | Kunst & Kultur
von Tobias Fischer

(geha) Vor fast genau zwei Jahren ließ Mathis Krüger mit seinen Tänzerinnen die Zuschauer in seinem schier unauflöslichen „Mandala“- Tanztheater gefangen zurück. Es war die Zeit des trotzig-traurigen Abschieds von Bellasoso und des wirkliche Beginns einer Suche nach neuer Identität und fester Heimat. Krüger wäre nicht Krüger, wenn er nicht noch immer auf dem Weg wäre, aber zumindest hat er jetzt einen gefunden, auch wenn der in ein Labyrinth führt

Ich bin dein Labyrinth

(geha) Vor fast genau zwei Jahren ließ Mathis Krüger mit seinen Tänzerinnen die Zuschauer in seinem schier unauflöslichen „Mandala“- Tanztheater gefangen zurück. Es war die Zeit des trotzig-traurigen Abschieds von Bellasoso und des wirkliche Beginns einer Suche nach neuer Identität und fester Heimat. Krüger wäre nicht Krüger, wenn er nicht noch immer auf dem Weg wäre, aber zumindest hat er jetzt einen gefunden, auch wenn der in ein Labyrinth führt. So unübersichtlich es scheint, es hat irgendwann einen Ausgang. In einer überraschend einzigartigen Kombination aus Tanz (safranote dance company), Musik ( ticket tomorrow), einfühlsamen Gesang (Janika Lippold) und gesprochenem Wort ( Sascha Hubert) führt er uns in das Labyrinth seiner Gedanken, dass sich wohl nie ganz auflösen lässt, diesmal aber etwas einfacher zu erfassen ist. Während früher bei ihm das getanzte Wort eine unübersehbare Vielzahl von Interpretationen zuließ, grenzt dass gesprochene und gesungene Wort die Möglichkeiten ein.

Zugegeben, es sind immer noch genug auf einer Reise zwischen Nietzsches „ Klage der Ariadne“ bis zu Morgensterns „ Zwölf-Elf“. Auch wenn die zweijährige (Fast)-Pause lang war, hat sie doch der Company gut getan, denn um tiefsinnige, gefühlsstarke Texte von Nietzsche, Rilke und Morgenstern zu interpretieren, braucht es doch etwas mehr eigenes Erleben . Die so gewachsene Übereinstimmung zwischen tänzerischer Interpretation und eigener Lebenserfahrung hat der Aufführung mehr als gut getan. Bleibt der Wunsch, dass nicht wieder zwei Jahre vergehen und das sich für die theatrale ein Weg zwischen den berechtigten kaufmännischen Interessen des Eigentümers und der vielfältigen, zu Gunsten der „Hochkultur“ chronisch unterfinanzierten, freien Theaterszene in Halle finden lässt.
Nur Händel leben ist dauerhaft langweilig.

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