Halle (Saale) als Filmkulisse

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Drehort Halle | Kunst & Kultur
von Tobias Fischer

(ens) Immer wieder dient die Stadt Halle (Saale) als Filmkulisse für Kino- und Fernsehfilme. Mal picken sich die Filmemacher die tristen Plattenbauviertel heraus, mal verfallene Straßenzüge und gelegentlich stehen auch Sehenswürdigkeiten der Stadt im Mittelpunkt. Der Arbeitskreis Innenstadt und das Lux Kino am Zoo haben mit Unterstützung des Zeitgeschichte(n) e

Halle (Saale) als Filmkulisse

(ens) Immer wieder dient die Stadt Halle (Saale) als Filmkulisse für Kino- und Fernsehfilme. Mal picken sich die Filmemacher die tristen Plattenbauviertel heraus, mal verfallene Straßenzüge und gelegentlich stehen auch Sehenswürdigkeiten der Stadt im Mittelpunkt. Der Arbeitskreis Innenstadt und das Lux Kino am Zoo haben mit Unterstützung des Zeitgeschichte(n) e.V in den vergangenen Monaten im Stadtarchiv und dem Filmarchiv der Defa gekramt und dabei einige Schätzchen entdeckt, manch Streifen war noch nie öffentlich zu sehen.

Insgesamt 21 Filme aus den Jahren 1946 bis 2005 wollen Aki und Lux in den nächsten 7 Monaten immer am letzten Sonntag und Montag im Monat im Zoo-Kino zeigen. DEFA-Klassikern wie "Der geteilte Himmel" oder "Professor Mamlock", aber auch aktuelle Streifen wie "Hallesche Kometen". Im Vordergrund stand bei der Auswahl der Filme nicht die künstlerische Qualität. Stattdessen sollen die Filme einen breiten Einblick in die Stadt geben, Manch älterer Zuschauer wird dabei die ein oder andere historische Straße sehen, die es so heute nicht mehr gibt. Zum Beispiel die Hirtebstraße im Glaucha-Viertel. Hier stehen heute Plattenbauten.

Auftakt für die Filmreihe “Drehort Halle” ist der kommende Sonntag um 18 Uhr. Gezeigt wird zunächst der vierminütige Dokumentarfilm „Halle baut auf“. Der Defa-Film zeigt den Wiederaufbau der Saalestadt nach dem Krieg. Auch Erhard Bübener, der erste Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, hilft bei der Trümmerbeseitigung. Im Anschluss ist „Wann wir schreiten Seit an Seit“ aus dem Jahr 1958 zu sehen. „Dieser Film hat mich beeindruckt“, so Christian Feigl vom AKI. „Er zeigt Viel vom alten Halle.“ Gezeigt wird das Leben von Erich Voigt, eine Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm. Den Abschluss bildet „Das Lieb vom Trompeter“ aus dem Jahr 1968. Gezeigt werden dabei Aufnahmen aus Fritz Weinecks Wohnviertel in Glaucha und rund um den Volkspark. Danach wird zu einer Gesprächsrunde mit Steffi Schültzke vom Department für Medien und Kommunikation der MLU eingeladen.

Als Vorbild dient eine Reihe aus dem Jahr 1996, die der Aki gemeinsam mit dem Kino 188 durchführte. Einige der Akteure sind auch jetzt die gleichen, das Ziel ist nun aber weiter gefasst. Während damals vor allem die Dokumentation im Mittelpunkt stand, will man nun den Blick etwas weiter schweifen lassen. Dass viele der Filme in der DDR gedreht wurden, gibt ihnen auch einen propagandistischen Beigeschmack. Dem wollen die Initiatoren mit Experten auf den Grund gehen.

Ein Vertreter vom Lux-Kino erklärte, man habe festgestellt, dass es beim Publikum ein großes Interesse nach solchen Filmen gibt. Mit der jetzigen Reihe wolle man sich aber nicht nur der Nostalgie hingeben. Viel mehr gehe es darum, bei den Hallensern das Interesse für die eigene Stadt zu stärken.

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