HWG soll Künstlerhaus 188 betreiben

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Stadtgeschehen | Kunst & Kultur
von Tobias Fischer

Der Haushalt der Stadt Halle (Saale) ist beanstandet. Und auch für das kommende Jahr ist keine Besserung in Sicht. Doch einige Schäfchen werden schnell noch ins Trockene gebracht

HWG soll Künstlerhaus 188 betreiben

Der Haushalt der Stadt Halle (Saale) ist beanstandet. Und auch für das kommende Jahr ist keine Besserung in Sicht. Doch einige Schäfchen werden schnell noch ins Trockene gebracht. Oder besser gesagt: sie werden aus dem städtischen Haushalt herausgenommen und stadteigenen Gesellschaften übertragen.

Am Mittwoch fanden Gespräche zwischen Stadtverwaltung, Hallescher Wohnungsgesellschaft und dem Künstlerhaus 188 statt. Im Ergebnis wurde beschlossen, dass das Künstlerhaus im kommenden Jahr aus der städtischen Förderung herausgenommen wird. Stattdessen soll die HWG die Betriebsführung übernehmen. „Denn für die Stadt ist es nicht mehr möglich, diese freiwillige Aufgabe zu leisten“, erklärte Kulturreferentin Ursula Wohlfeld. „Das Künstlerhaus hat nur eine Überlebenschance, wenn es von der Stadt weg kommt.“ In den kommenden Wochen stehen nun die detaillierten Verhandlungen an, wie eine Übernahme und Förderung durch die HWG erfolgen kann. Die Immobilie selbst bleibt aber im städtischen Besitz.

Im Kulturausschuss sorgten die Pläne der Stadtverwaltung für heftige Diskussionen. „Das ist linke Tasche, rechte Tasche“, sagte Ulrike Wünscher (CDU). Dies sei nur ein Trick, um am Landesverwaltungsamt vorbeizukommen. Allerdings könne sie das Vorgehen nur begrüßen, anders sei wohl eine Förderung nicht mehr möglich. Robert Bonan (SPD) gab der Stadt mit auf den Weg dafür zu sorgen, dass die Mietpreise nicht ins unermessliche steigen. „Hochlöblich“, nannte es Harald Bartl (CDU), dass die Stadt von sich aus nach alternativen Finanzierungen suche.

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