Frauenpower holt den Improkal

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Improvisationstheaterfestival | Kunst & Kultur
von Tobias Fischer

Auch in diesem Jahr war das Improvisationstheaterfestival Impronale in Halle (Saale) wieder ein voller Erfolg. Alle vier Vorstellungen der mittlerweile 7. Auflage waren ausverkauft

Frauenpower holt den Improkal

Auch in diesem Jahr war das Improvisationstheaterfestival Impronale in Halle (Saale) wieder ein voller Erfolg. Alle vier Vorstellungen der mittlerweile 7. Auflage waren ausverkauft. Unter dem Motto Frauenkosmos oder Männerwelt hatten vier professionelle Improtheatergruppen um die Gunst der Zuschauer gekämpft. Mit einer „Werkschau“ aller Workshopteilnehmer im Puppentheater der Kulturinsel endete das Theaterfestival am Sonntagmittag. Die Projektteilnehmer stellten ihr Erlerntes vor.

Den Hauptpreis – der von der Künstlerin Birgit Kindler geschaffene „Improkal“ - teilen sich die beiden charmanten, exzellenten Damengruppen Ensemble 3 Frauen aus Bremen sowie The Improvements aus Stockholm. Bei vier hundertstel Vorsprung der Bremerinnen entschied sich das Publikum spontan für die getrennte Vergabe des zweiteiligen gläsernen Boxhandschuhs.

Die Zahlen begabte Elisabeth mit ihrer verspannten Mutter, die mit einem feurigen Spanier liierte Tanzlehrerin und die Kinderkrankenschwester Madeleine trafen sich in „Damendramen“ im Beauty-Salon Eva. Dort schütteten sie ihr Herz aus, trösteten sich und redeten offenherzig Tacheles- auch mit spitzer Zunge. Gegenseitig vorgelesene Bilder und Texte aus Frauenzeitschriften waren Aufhänger, die sie zur Offenbarung geheimer Wünsche oder unheimlicher Begebenheiten ihres aktuellen Lebens verführt haben. Mit improvisierten anrührenden Gesangseinlagen erinnerten sie an ernstzunehmende Gefühle inmitten der improvisierten komischen und persiflierten Szenen. Das Ensemble 3 Frauen überzeugte mit ihrer schauspielerischen Leistung und unsichtbaren gegenseitigen Abstimmung.

Ein beeindruckendes nahtloses Zusammenspiel der beiden Schwedinnen, flüssige Spielkunst, zarte Lieder mit zu Herzen gehenden Stimmen, gekoppelt an atemberaubende weibliche Energie zauberte ein Stück wie aus einem Guß.
In „Funky frauleins of sweden“ wurden zwei zu Beginn unzusammenhängenden Stücke nach und nach unmerklich miteinander verbunden. Handelte die eine Geschichte zunächst von Kirche und Tod auf der einen Seite, erzählte die andere anfangs über Küchengespräche und Erlebnisse eines sehr lebendigen Teenagers.

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