Ernst Ludwig Kirchner – Ein gezeichnetes Leben

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Ausstellung | Kunst & Kultur
von Tobias Matussek

Die neue Ausstellung aus der Sammlung Hermann Gerlinger ist dem Leben und Wirken Ernst Ludwig Kirchners gewidmet. Sie ist zugleich ein Auftakt für einen Zyklus, der sich ausführlich mit Handzeichnungen der „Brücke“-Maler beschäftigen wird. Diese Reihe wird mit Ernst Ludwig Kirchner begonnen und mit Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff weitergeführt.

Ernst Ludwig Kirchner – Ein gezeichnetes Leben

Die neue Ausstellung aus der Sammlung Hermann Gerlinger ist dem Leben und Wirken Ernst Ludwig Kirchners gewidmet. Sie ist zugleich ein Auftakt für einen Zyklus, der sich ausführlich mit Handzeichnungen der „Brücke“-Maler beschäftigen wird. Diese Reihe wird mit Ernst Ludwig Kirchner begonnen und mit Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff weitergeführt.Die Ausstellung ist nach Lebensabschnitten gegliedert, wobei die Lebensstationen vor allem stilistisch gekennzeichnet sind. Seine Kunst entsprang aus dem selbst Erlebten und entwickelte sich aus dem persönlichen Umfeld, auf das er unmittelbar reagierte. Kirchner ist einfühlsam auf die Umwelt eingegangen und zeichnete so die Menschen in ihren Absonderlichkeiten oder Landschaften in abstrakter Weise. Er zeichnete überall wo er sich befand, ob im Atelier oder unterwegs.  So entstanden flüchtig notierte Eindrücke und Szenen bis hin zu großformatigen, ausgearbeiteten Zeichnungen - Werke aus Kreide, Pastell, Kohle, Tusche oder Bleistift. Kirchner zeichnete bis zur Ekstase, davon künden nicht nur die zahllosen Skizzenbücher, die sich allein in seinem Nachlass erhalten haben, sondern auch etwa 10.000 Zeichnungen, Aquarelle und Pastelle. 180 Skizzenbücher wurden vermerkt, wobei das früheste 1900/1901 notiert ist.64 Werke können in dieser Ausstellung in verschieden, farblich gekennzeichneten Abschnitten, je nach Lebensabschnitt betrachtet werden. Man erhält einen Überblick über die gesamte Bandbreite von Kirchners zeichnerischem Schaffen.Die hervorragenden Einzelwerke fügen sich zu seinem ganzen Leben zusammen. Die Ausstellung nimmt Bezug auf Kirchners Lebensstationen in Dresden, Berlin und Davos, zeigen Akte im Atelier und in freier Natur sowie Paare und Tanzszenen. Auch Landschaften, Selbstporträts, Zeichnungen von Kinofiguren und Straßenszenen finden an Bedeutung. Die Werke sind eine Art visuelles Tagebuch seines Lebens.Der Sammler Hermann Gerlinger hat über Jahre hinweg, Werke Kirchners zusammengetragen. Erst vor kurzem hat dieser reiche Sammlungsbestand, durch ein sehr seltenes Selbstporträt aus dem Jahr 1927, die stark bewegte Tuschzeichnung „Waldstück am Bach im Sertigtal“ von 1923 oder die 1930 geschaffene Zeichnung „Porträts Elisabeth Hembus“, wertvollen Zuwachs erhalten. Ernst Ludwig Kirchner – Ein gezeichnetes Leben Sammlung Hermann Gerlinger Ausstellung vom 24. Juni bis 23. September 2012 Eröffnung Samstag, 23 Juni 2012, 15 Uhr Öffnungszeiten: Dienstag 10 Uhr bis 19 Uhr Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen: 10 Uhr bis 18 Uhr

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