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Lesung | Kunst & Kultur
von Tobias Fischer

Die Schauspieler Steffi Böttger und Hans-Georg Türk waren am Donnerstagabend in der Stadtbibliothek in Halle (Saale) zu erleben und präsentierten eine Szenische Lesung aus Werken von Günther de Bruyn. Der Schriftsteller, 1926 in Berlin geboren, verbrachte den größten Teil seines Lebens in der DDR. Hier wurde er von Stasi umzingelt und immer wieder bedrängt

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Die Schauspieler Steffi Böttger und Hans-Georg Türk waren am Donnerstagabend in der Stadtbibliothek in Halle (Saale) zu erleben und präsentierten eine Szenische Lesung aus Werken von Günther de Bruyn.

Der Schriftsteller, 1926 in Berlin geboren, verbrachte den größten Teil seines Lebens in der DDR. Hier wurde er von Stasi umzingelt und immer wieder bedrängt. Trotzdem blieb de Bruyn ein Kritiker des Systems. Er lehnte den Nationalpreis der DDR 1989 ab, äußerte sich öffentlich gegen Zensur und Staat und gehörte beispielsweise auch zu den 13 Unterzeichnern der Petition, die sich gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 richtete. De Bruyn lebt heute in Berlin und in der Nähe von Frankfurt/Oder.

Zu seinem Werk zählen neben Romanen und Erzählungen unter anderem auch zahlreiche historische und wissenschaftliche Aufsätze. Zu seinen wohl größten Erfolgen zählen „Buridans Esel“ (1963), „Märkische Forschungen“ (1978) und „Vierzig Jahre“ (1996).

Bei der Lesung in der Stadtbibliothek lag der Fokus auf seinen autobiographischen Werken von denen die meisten erst nach der Wende erschienen sind. Steffi Böttger wählte hauptsächlich Textpassagen aus, die sich mit dem Leben in dem Überwachungsstaat DDR beschäftigten. Neben den Zitaten aus dem Werk Günther de Bruyns wurden Zitate aus Stasi-Akten oder aus dem Tagebuch der Schriftstellerin Brigitte Reimann, die mit de Bruyn bekannt war, gelesen.

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