Ein neues Haus der Künste

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Stadtgeschehen | Kunst & Kultur
von Tobias Fischer

[fotostrecke=215] Viel diskutiert wurde in den letzten Monaten um die Kunststiftung. So schaffte es die Sanierung des neuen Stiftungssitzes ins Schwarzbuch der Steuerzahler, auch der Finanzausschuss des Landtages beschäftigte sich damit. Und auch um die Besetzung des Direktorenpostens mit Manon Bursian wurde viel gesprochen und geschrieben

Ein neues Haus der Künste

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Viel diskutiert wurde in den letzten Monaten um die Kunststiftung. So schaffte es die Sanierung des neuen Stiftungssitzes ins Schwarzbuch der Steuerzahler, auch der Finanzausschuss des Landtages beschäftigte sich damit. Und auch um die Besetzung des Direktorenpostens mit Manon Bursian wurde viel gesprochen und geschrieben.

Vergessen waren all diese Ereignisse auch am Mittwoch nicht. Da stellte die Kunststiftung ihren neuen Sitz am Neuwerk der Presse vor und musste sich dabei auch unangenehme Fragen anhören. Immerhin war im Vorfeld die Rede von bis zu 70.000 Euro jährlichen Betriebskosten. Soviel seien es nicht, beschwichtigte Manon Bursian, „das ist bei Weiten zu hoch“. Und schließlich spare man ja nun auch an anderer Stelle. So brauche man für die Künstlerpräsentation keine Räumlichkeiten mehr anmieten – das spare Kosten wie Miete, Transportkosten und zusätzliche Versicherungsgebühren. Außerdem soll das neue Haus ja selbst Geld einspielen. So gibt es eine Galerie, die ein paar Eintrittsgelder in die Kassen spülen. Teile der Räumlichkeiten werden zudem vermietet. Freilich muss da noch einiges passieren, denn bislang haben sich nur Textilkünstler eingemietet. Doch Kultusminister Stephan Dorgerloh machte deutlich: „Die Büroflächen sind größer. Aber wir wollen sicherstellen, dass das nicht zulasten der Kulturförderung geht.“ Im kommenden Jahr stünden der Kunststiftung mehr Mittel zu, denn von Lotto gebe es mehr Geld.

So wirklich wie ein Haus der Künste wirkt das Gebäude nicht. Kein Wunder, wurde die Stadtvilla doch 1924 als Wohnhaus erbaut. Das Berliner Büro AHM Architekten, Arnke Häntsch Mattmüller hat sich mit dem Gebäude auseinander gesetzt, zeichnet sich auch für den modernen Anbau verantwortlich. Der erhielt eine Tageslichtdecke und setzt auch sonst viel auf Transparenz. Die künstlerisch gestaltete Fassade erzeugt ein plastisches Licht- und Schattenspiel, hoben die Architekten hervor. Insgesamt haben Sanierung und Neubau zwei Millionen Euro gekostet, ermöglicht durch das Konjunkturpaket II. Das ist auch ein Grund, dass trotz der folgenden offiziellen Eröffnung am kommenden Samstag noch gebaut wird. Zumeist lokale Firmen habe man mit den Arbeiten beauftragt. Doch jene Unternehmen hätten durch das Konjunkturpaket auch an anderer Stelle viel zu tun gehabt.

Kernpunkt wird aber die 130 Quadratmeter große Ausstellungsfläche sein. In der Stipendiatenausstellung unter dem Titel "von hier aus" werden unter anderem Werke von Franca Bartholomäi, Marc Fromm und Dagmar Varady gezeigt. „Die Künstler sollten bewusst auf die Räume eingehen“, so Kuratorin Ines Engelmann. Und das bedeutete für sie, auch mal ungewöhnliche Ausstellungsorte auszustatten, so unter anderem auch den Keller. Christiane Budig zeigt hier ihr Werk „vergessen“, zwei Objekte im Lüftungsschacht… „Wir hoffen, dass wir aus dem Haus einen Treffpunkt für die Kunst machen können“, erklärte Kultusminister Dorgerloh.

Geöffnet ist die neue Galerie immer Mittwoch bis Samstag von 14 bis 18 Uhr am Neuwerk 11.

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