Mit Künstlerblick ins Museum: Ab sofort Bewerbungen für HEIMATSTIPENDIUM #2

Grafik: Kunststiftung Sachsen-Anhalt
Kunststiftung Sachsen-Anhalt | Kunst & Kultur
von hallelife.de | Redaktion

Nachdem in der vergangenen Woche zehn Museen aus allen Teilen Sachsen-Anhalts für die zweite Runde des HEIMATSTIPENDIUMs ausgewählt worden sind, startet nun die Bewerbungsphase für Künstlerinnen und Künstler.

Sie sind eingeladen, sich ab Mai 2020 mit den Sammlungen der teilnehmenden Museen bzw. Gedenkstätten auseinanderzusetzen und dabei vorgefundene Objekte mit einer eigenen Arbeit neu zu interpretieren. Dabei sollen sie auch die Ideengeschichte Sachsen-Anhalts fortschreiben.

„Mit den in der zweiten Runde des HEIMATSTIPENDIUMs ausgewählten Museen und - erstmals - Gedenkstätten, sind erneut zehn eindrucksvolle und eindringliche Orte gefunden worden, die auch im ländlichen Raum von der kulturellen Vielfalt des Landes Sachsen-Anhalt zeugen. Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalts hat sich dabei für sehr verschiedene Einrichtungen entschieden und damit Mut und Offenheit gegenüber zukunftsorientierten und kreativen Ideen bewiesen“, sagt Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt.

„Das HEIMATSTIPENDIUM ist ein toller Input für die Museen des Landes und findet inzwischen internationale Beachtung. Ich bin davon überzeugt, dass auch die zweite Runde des Programms für Museen und Künstler  gleichermaßen eine Bereicherung sein wird.“, sagt Ulf Dräger, Vorstandsvorsitzender des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt.

Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 300.000 Euro und wird vollständig von der Kloster Bergesche Stiftung finanziert. Dabei wird das HEIMATSTIPENDIUM #2 im Lauf des Jahres von weiteren Aktionen flankiert. Mit einem umfangreichen Kunstvermittlungsprogramm und einer Vortragsreihe sollen immer wieder Anreize geschaffen werden, um ein breites Publikum in die Museen zu locken.

Die Ausschreibung richtet sich an in Sachsen-Anhalt lebende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten. Sie werden für ein Jahr mit einem Stipendium in Höhe von 12.000 Euro vor allem in kleineren und eher unbekannten Museen Sachsen-Anhalts arbeiten. Dort sollen sie die Bestände von Sammlungen und Archiven erkunden und können während dieser Zeit in den jeweiligen Orten leben. Ziel ist es, das vorgefundene kulturelle Erbe mit einer eigenen künstlerischen Arbeit zu reflektieren und zu interpretieren.

Folgende Museen sind ausgewählt:

• Gedenkstätte für Opfer der NS-Euthanasie Bernburg

• Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau

• Regionalgeschichtliche Sammlung der Lutherstadt Eisleben (Mansfeld-Südharz)

• Lichtenburg – Schloss und KZ Gedenkstätte Prettin (Landkreis Wittenberg)

• Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel (Altmarkkreis)

• Salzlandmuseum Schönebeck (Salzlandkreis)

• Bördemuseum Burg Ummendorf (Börde)

• Erlebniszentrum Bergbau Röhrigschacht Wettelrode (Mansfeld-Südharz)

• Museum Schloss Moritzburg Zeitz - Deutsches Kinderwagenmuseum (Burgenlandkreis)

• KULTURQUADRAT Schloss Zörbig - Museum (Anhalt Bitterfeld)

Künstlerinnen und Künstler haben bis zum 3. Februar 2020 die Möglichkeit, sich um eine Teilnahme am HEIMATSTIPENDIUM #2 bei der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale) zu bewerben. Details und das Antragsformular zur Ausschreibung sind auf der Website unter Sonderprogramme zu finden.

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