20.03.2017, 16:34 Uhr von hallelife.de | Redaktion

Franckeschen Stiftungen

Förderung durch Bund und Land ermöglicht den Abschluss des Wiederaufbaus

Großzügige Förderung durch den Bund und das Land Sachsen-Anhalt ermöglicht den Abschluss des Wiederaufbaus der Franckeschen Stiftungen. Die Instandsetzung der Druckerei Haus 52/53 und der beiden historischen Feldscheunen im Bereich der ehemaligen Meierei wird mit insgesamt 12 Mio. Euro vom Bund und dem Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Der Wiederaufbau des historischen Gebäudeensembles der Franckeschen Stiftungen kann nach über 25 Jahren mit der grundhaften Instandsetzung von drei Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert erfolgreich abgeschlossen werden. Die Maßnahme umfasst die Sanierung der ehemaligen Druckerei sowie von zwei Feldscheunen. Nach der Instandsetzung werden darin zusätzliche Projekt-, Büro- und Veranstaltungsräume entstehen, die zahlreichen Einrichtungen auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen zur Verfügung stehen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters betonte den hohen Stellenwert des Wiederaufbaus der Franckeschen Stiftungen: „Mit der finanziellen Unterstützung von Bund und Land rückt das Ziel in greifbare Nähe, dieser bedeutenden Kultureinrichtung wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Dass es uns gelungen ist, diesen geschichtsträchtigen, kulturellen Leuchtturm in Halle wieder erstrahlen zu lassen, ist ein weiterer Beweis für kooperativen und konstruktiven Kulturföderalismus.“

Der Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Rainer Robra, unterstrich zum heutigen Pressetermin die Bedeutung der Arbeit der Franckeschen Stiftungen als kultureller Bildungskosmos: „Mit den Franckeschen Stiftungen verfügen wir im Herzen Halles über ein einzigartiges Ensemble von Kultur- und     Wissenschaftseinrichtungen, in denen heute noch an das Bildungsideal ihres Gründers angeknüpft wird. Der Landesregierung war es daher ein besonders wichtiges Anliegen, das materielle und immaterielle Erbe von August Hermann Francke zu bewahren und fit für die Zukunft zu machen.“

 

Die Finanzierung erfolgt dank der Unterstützung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Land Sachsen-Anhalt in Höhe von jeweils 6 Mio. Euro.

 

Beide Gebäude zählen zum historischen Kernbestand der Franckeschen Stiftungen. Die Druckerei wurde 1744 als Magazin für die Cansteinsche Bibelanstalt errichtet. Als erste Bibelanstalt der Welt war sie 1710 am Halleschen Waisenhaus gegründet worden, um die bereits auf die Reformation Martin Luthers zurückgehende Forderung nach einer massenhaften Verbreitung deutschsprachiger Bibeln umzusetzen. 10 Millionen Bibelexemplare, die bis 1938 die Bibelanstalt in den Franckeschen Stiftungen verließen, geben eine eindrucksvolle Vorstellung vom Druckvolumen der Einrichtung, dem dafür notwendigen Papier und den Bücherlagerflächen.

„Die enge Verbindung des Halleschen Pietismus mit der Reformation Martin Luthers wird im ehemaligen Magazingebäude der Cansteinschen Bibelanstalt besonders deutlich.

Ich freue mich und bin den Zuwendungsgebern sehr dankbar, dass wir in die Lage versetzt werden, im Jahr des Reformationsjubiläums mit der Rettung dieses wichtigen Gebäudes im historischen Gesamtensemble der Franckeschen Stiftungen beginnen zu können, um es einer zeitgemäßen Nutzung zuführen zu können.“, unterstrich Professor Dr. Thomas Müller-Bahlke, Direktor der Franckeschen Stiftungen.

Das Gebäude der Druckerei in unmittelbarer Nachbarschaft des Studienzentrums August Hermann Francke wird der Erweiterung der einzigartigen kulturhistorischen Sammlungen in Archiv und Bibliothek sowie für zusätzliche museumspädagogische Angebote dienen. In den vergangenen 15 Jahren sind bedeutende Quellenbestände als Dauerleihgaben und Schenkungen hinzugekommen, so dass die Franckeschen Stiftungen heute als international anerkannter Standort für die Erforschung des Pietismus und der europäischen Kulturgeschichte als unmittelbare Wirkungsgeschichte der Reformation weltweit bekannt sind.

Die Feldscheunen an der ehemaligen Meierei der Schulstadt sind Ausdruck der durch August Hermann Francke angestrebten Selbstversorgung seiner Schulstadt. In dem kleinen Landwirtschaftsbereich mit Stallungen und Pächterhäusern dienten die beiden Scheunen zur Aufbewahrung der Ernteerträge. Sie      wurden im Laufe des Jahres in den anstaltseigenen Brau- und Backhäusern sowie in den Küchen zur Versorgung mehrerer tausend Menschen in der Schulstadt verarbeitet.
 
Die Sanierungsmaßnahmen sollen bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein. Gleichzeitig kommt damit ein besonders erfolgreiches Projekt beim Aufbau Ost zum Abschluss, bei dem es in jahrzehntelanger beharrlicher Arbeit gelungen ist, aus einem ehemals ruinösen Gebäudeensemble einen lebendigen und blühenden kulturellen Bildungskosmos von nationaler Bedeutung und mit internationalem Renommee entstehen zu lassen.

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