UV-Schäden hängen von der inneren Uhr ab

Studie | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

So wie der Rest von Deutschland erlebte auch Halle in den vergangenen Jahren ungewöhnlich heiße Sommer. Ob Hufeisensee oder Heidesee: Die steigenden Temperaturen luden in den warmen Monaten zum Schwimmen, Grillen und Sonnen an die Badeseen der Umgebung ein. An den richtigen Sonnenschutz dachten nicht alle Badebesucher. Die UV-Belastung nimmt aufgrund des Klimawandels zu. UV-Schäden wie Sonnenbrände und Spätfolgen bis hin zu Hautkrebs steigen analog dazu seit Jahren an.

Eine Studie der University of North Carolina hat jetzt herausgefunden, dass die persönliche Anfälligkeit für Sonnenschädigungen nicht nur vom Hauttyp abhängt. Auch die innere Uhr scheint eine Rolle zu spielen.

Licht zur falschen Tageszeit

In der erstmals im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Science erschienen Studie fand Studienleiter Aziz Sancar am Mausmodell heraus, dass UV-Exposition zu bestimmter Tageszeit mit höherem Hautkrebsrisiko verbunden ist. Zumindest bei untersuchten Mäusen mit funktionierender innerer Uhr schwankte die Fähigkeit zur Reparatur von UV-Schäden im Tagesverlauf. Gemeinsam mit seinen Kollegen unterteilte Sancar die Versuchstiere in verschiedene Gruppen und bestrahlte sie zu unterschiedlichen Tageszeiten mit derselben UV-Dosis. Obwohl alle Mäuse an Hautkrebs erkrankten, entwickelten die morgendlich bestrahlten Tiere bis zu 500 Prozent mehr Tumore. Die Wissenschaftler weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Haut der Tiere in den Morgenstunden physiologischerweise weniger Reparaturen vornimmt als gegen Nachmittag. Menschen besitzen laut Sancar vermutlich ebenfalls einen Tageszyklus, was DNA-Reparaturen mittels Reparaturproteinen betrifft. Weil sie tages- und Mäuse nachtaktiv sind, geht der Forscher von einem zwölfstündig versetzten Zyklus aus. Er vermutet deshalb, dass der menschliche Körper DNA-Schädigungen in den Morgenstunden besser reparieren kann.

Hautveränderungen im Blick

UV-Schädigungen der Haut reichen von einfacher Bräunung bis hin zu Sonnenbränden. Die Intensität bestimmt das Folgeerkrankungsrisiko. Ab welcher UV-Belastung und Expositionsdauer Sonnenbrandgefahr herrscht, hängt von persönlichen Merkmalen wie dem Hauttyp ab. Dunklere Typen entwickeln seltener UV-bedingte Verbrennungen, weil der Farbstoff Melanin Anteile des Lichts in Wärme umwandelt. Nichtsdestotrotz ist direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeiträume immer Gift für die Gesundheit. Nicht nur Sonnenbäder bergen Gefahren: Schädigungsrisiken bestehen auch im Schatten, wenn der UV-Index bestimmte Höhe erreicht. Zur Hautkrebsprävention lassen Hallenser etwaige Hautveränderungen am besten von Fachmännern überprüfen. 1,5 Stunden von Halle entfernt sind viele Koryphäen ansässig, so etwa im Dresdner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Nicht nur für Erstdiagnosen, sondern auch Zweitmeinungen zu Hautveränderungen können Hallenser bei Dresdner Fachärzten Termine vereinbaren und werden im Falle eines Falles an die Koryphäen der Uniklinik überwiesen.

Neue Behandlungsmöglichkeiten in Dresden

Dank der hohen Dichte an lokalen Hautexperten zeichnet sich Dresden durch eine hervorragende Versorgungssituation bei Verdacht auf Hautkrebs und bestehenden Hautkrebserkrankungen aus. Das Hauttumorzentrum der Universitätsklinik ist beispielsweise landesweit für eine enge Vernetzung von Forschung und Therapie bekannt, wodurch Patienten in der Zusammenarbeit mit lokalen Fachärzten der Zugang zu klinischen Studien und neuen Medikamenten ermöglicht wird.

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