Sachsen-Anhalt setzt auf Kreuzimpfung

Impfen | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Auch Sachsen-Anhalt setzt auf Kreuzimpfungen. Personen, die eine Erstimpfung mit dem Corona-Impfstoff von Astra Zeneca erhalten haben und bei denen der Zweitimpfungs-Termin noch aussteht, sollen baldmöglichst als zweite Dosis einen mRNA-Impfstoff von Biontech oder Moderna erhalten. Damit reagiert Sachsen-Anhalt auf eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) und setzt somit die entsprechende Verabredung der Gesundheitsministerkonferenz von heute Vormittag um.

Hintergrund sind Studien, nach denen eine Kreuzimpfung bei guter Verträglichkeit eine stärkere Immunantwort bewirkt – die in manchen Fällen sogar höher ist als nach zwei mRNA-Impfungen.

Bereits vereinbarte Termine für die Zweitimpfungen haben generell Bestand. Sie können aber auf individuellen Wunsch vorverlegt werden: Bei der Kreuzimpfung ist eine Verkürzung des Impfintervalls möglich. Die Zweitimpfung kann hier bereits nach vier Wochen erfolgen. Bei Erst- und Zweitimpfung mit Astra Zeneca liegen bis zu zwölf Wochen zwischen den Impfterminen.

Umbuchungen können über die zentrale Impfhotline 116 117 telefonisch erfolgen. Der Online-Service www.impfterminservice.de kann dazu vorerst NICHT genutzt werden.

Gesundheitsministerin Grimm-Benne sagte, in Sachsen-Anhalt hätten zum gegenwärtigen Zeitpunkt mehr als 15.000 Menschen nach ihrer Erstimpfung mit Astra-Zeneca bisher noch keine Zweitimpfung erhalten. Die Umstellung des Impfschemas werde durch die Landkreise für die Impfzentren vorbereitet. „Ich danke den Kolleginnen und Kollegen sehr für Ihren Einsatz“, sagte Ministerin Grimm-Benne. Es werde grundsätzlich ausreichend mRNA-Imfpstoff vorhanden sein, um eine Zweitimpfung mit Biontech oder Moderna-Vakzinen anbieten zu können. Die Zweitimpfung sei für einen guten Schutz insbesondere vor der Delta-Variante unverzichtbar.

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