Patiententreffen begeht zehnten Geburtstag – Veranstaltung informiert über Leben nach Nierentransplantation

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Nierentransplantation | Gesundheit

Es ist zur Tradition geworden, dass die Mitarbeiter des Nierentransplantationszentrums des Universitätsklinikums Halle (Saale) Patientinnen und Patienten sowie die interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Themen aus dem Bereich Organspende informieren. In diesem Jahr können die Beteiligten ein Jubiläum feiern: Das Patiententreffen wird zum 10. Mal durchgeführt. Es findet am Samstag, 22. November 2014, zwischen 9 und 13 Uhr im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude/Hörsaal, statt.

Patiententreffen begeht zehnten Geburtstag – Veranstaltung  informiert über Leben nach Nierentransplantation

Organisiert wird die Veranstaltung durch die Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie (Prof. Dr. Paolo Fornara) und die Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II (Prof. Dr. Matthias Girndt). Erwartet werden wieder bis zu 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Vielen von ihnen wurde bereits eine Niere transplantiert oder sie stehen auf der Warteliste.

„Diese Informationsveranstaltung zum Thema Nierenerkrankungen und Nierentransplantation ist zum festen Bestandteil für alle Betroffenen und Interessierten geworden, da wir neue Aspekte zur Nierentransplantation behandeln und erläutern“, erklärt Professor Dr. Paolo Fornara. „In diesem Jahr widmen wir uns den Risiken im Bereich des Herz- und Kreislaufsystems und den Nebenwirkungen der Immunsuppression nach einer Transplantation.“ Dabei handelt es sich sowohl um direkte Auswirkungen der Immunsuppression als auch um Folgen der Transplantation an sich. Bei kardiovaskulären Risiken kann auch eine Herzkatheteruntersuchung notwendig werden.

Einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung benennt der Nierentransplanteur: „Auch die Folgen des Allokationsskandals möchten wir anhand aktueller Spenderzahlen und der Spenderbereitschaft beleuchten.“ Bundesweit hatte es in den vergangenen beiden Jahren in verschiedenen Krankenhäusern im gesamten Bundesgebiet Verstöße gegen die Vergaberichtlinien gegeben. Daraufhin waren die Organspenden deutlich zurückgegangen. Das Nierentransplantationszentrum des Universitätsklinikums Halle (Saale) war von einem externen Expertenteam der Bundesärztekammer positiv evaluiert worden. In Halle kam es zu keinerlei Verstößen gegen die rechtlichen Grundlagen der Organspende. Eine Vertreterin der Deutschen Stiftung Organtransplantation wird über die aktuelle Lage der Organspende in Deutschland berichten. Professor Fornara: „Uns ist es gelungen, ausgewiesene Experten für all unsere verschiedenen Themen des Patiententreffens zu gewinnen.“ Er erhoffe sich wieder eine angeregte Diskussion der Teilnehmer/innen.  

Das Nierentransplantations-Zentrum des Landes Sachsen-Anhalt ist Teil der urologischen Universitätsklinik in Halle. Seit der Gründung 1974 wurden fast 1880 Nieren transplantiert. Noch immer gibt es zu wenig Spenderorgane, um allen chronisch Nierenkranken rechtzeitig helfen zu können. Die Lebendspende kann eine rettende Möglichkeit sein: In der Regel sind es Blutsverwandte, aber auch Ehepartner oder andere Nahestehende, die ihrem Angehörigen eine ihrer beiden gesunden Nieren schenken. 

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