Kieferchirurgen geben Jungen aus der Mongolei ein neues Aussehen

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Klinikum Halle | Gesundheit

Der 16-jährige Murun Tegshbaater aus der Mongolei leidet seit seiner Geburt an einer rechtsseitigen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Nach Verschluss der Lippe und des Gaumens im Kindesalter erfolgte im Heimatland keine weitere Therapie. Kieferorthopädische und kieferchirurgische Behandlungen – auch bei Patienten mit einer angeborenen Spaltbildung - sind dort Wahlleistungen und werden nicht von einer Krankenkasse übernommen. Somit wurde der Patient in seinem Heimatland nicht weiter behandelt

Kieferchirurgen geben Jungen aus der Mongolei ein neues Aussehen

Nun stellte sich der Junge über Verwandte mit einer ausgeprägten Rücklage des Mittelgesichts und des Oberkiefers in der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie vor. Diese Abflachung des Mittelgesichts führte bei dem Jungen dazu, dass er sich isolierte und keinen Kontakt zu anderen Menschen suchte. In Halle wurde nun eine Vorverlagerung des Mittelgesichts vorgenommen. Nach einem komplikationslosen Verlauf konnte der Junge jetzt mit einem „neuen Gesicht“, gesteigertem Selbstwertgefühl und glücklich über sein neues Aussehen zurück in seine Heimat fahren. Die entstanden Kosten – etwa 4000 Euro – für diese Therapie worden vollständig durch das Universitätsklinikum Halle (Saale) getragen.

Die operative Korrektur von Fehlstellungen im Gesicht und der Kieferknochen ist eines der großen Arbeitsfelder der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie. Diese Korrekturen werden in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Kieferorthopäden durchgeführt, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

Die Behandlung von Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten hat in MKG-Klinik schon seit den 1980-er Jahren einen sehr hohen Stellenwert. So werden die Patienten von Geburt an bis ins Erwachsenenalter in einer interdisziplinären Sprechstunde regelmäßig betreut. Für eine bestmögliche Rehabilitation werden sämtliche Behandlungsschritte individuell durch die beteiligten Fachabteilungen (MKG-Chirurgie, Kieferorthopädie, HNO-Heilkunde und Kinderzahnheilkunde) besprochen und festgelegt, damit diese Fehlstellungen im Gesichtsbereich gar nicht erst auftreten und bei Bedarf optimal und zeitgerecht therapiert werden können.

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