Innovative OP-Methode zur Behandlung eines Aortenaneurysmas im Gefäßzentrum erfolgreich angewandt

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St. Elisabeth und St. Barbara | Gesundheit

Innovative OP-Methode zur Behandlung eines Aortenaneurysmas im Gefäßzentrum am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle/Saale erfolgreich angewandt

Herr Frank Haffner (73 Jahre) wurde im Herbst 2014 von seinem niedergelassenen Arzt an Dr. Ulrich Wollert, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Leiter des Gefäßzentrums am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle/Saale zur weiteren Behandlung überwiesen.

Innovative OP-Methode zur Behandlung eines Aortenaneurysmas im Gefäßzentrum erfolgreich angewandt

Bei ihm wurde ein Aortenaneurysma festgestellt, also eine Erweiterung der Aorta (Bauchschlagader). Unbehandelt kann dies zu einem plötzlichen Reißen der Aorta mit meist tödlichem Ausgang führen. 

Die Voruntersuchungen ergaben, dass eine konventionelle oder „offene“ Operation aufgrund einer Vor-Operation und der Beschaffenheit des Aneurysmas mit hohen Risiken verbunden wären. Das Team des Gefäßzentrums hat sich aus diesem Grund zum Einsatz einer endovaskulären Stentprothese entschieden, die zusätzlich mittels Schrauben an der Aortenwand verankert wird und somit ein „Verrutschen“ der Prothese vermeidet.  

Diese OP-Methode wurde im Gefäßzentrum des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara und auch in Sachsen-Anhalt das erste Mal durchgeführt. Voraussetzungen für solch eine Operation sind hierfür ein Hybrid-OP sowie entsprechend qualifizierte Gefäßchirurgen (endovaskuläre Spezialisten). 

Bei Herrn Haffner wurde die Prothese am 9. Februar 2015 während einer zweieinhalbstündigen Operation eingesetzt. Die OP verlief erfolgreich. Herrn Haffner geht es gut. „Besonders hervorheben möchte ich den Einsatz und die Organisation von Dr. Wollert und seinem Team im Vorfeld und natürlich auch während der OP. Ich freue mich, dass die neue OP-Methode bei mir möglich war.“ Die Krankenkasse von Herrn Haffner übernimmt die Kosten der neuen Behandlungsmethode im Rahmen einer Einzelfallentscheidung. 

„Die Methode beginnt sich zu etablieren und wird dazu beitragen, das OP-Ergebnis, gerade in schwierigen Situationen, beizubehalten.“ erklärt Dr. Wollert.

Das Gefäßzentrum Halle am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara wurde 2005 gegründet und von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) zertifiziert und mehrfach rezertifiziert. 

Das Gefäßzentrum hat den Anspruch einer optimalen Strukturierung der sektionenübergreifenden Versorgung von Gefäßpatienten nach den Maßgaben der DGG und der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. 

Ziele des Gefäßzentrums

  • Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den Fachdisziplinen und zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhaus (u. a. wöchentliche interdisziplinäre Gefäßkonferenz im Krankenhaus)

  • Qualitätsverbesserung in der Behandlung von Gefäßpatienten

  • Erweiterung des Behandlungsspektrums

  • Ausbildung von Ärzten auf dem Gebiet der Gefäßmedizin

Behandlungsspektrum:

Versorgung von Patienten 

  • mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit

  • Erkrankungen der hirnversorgenden Arterien

  • Erkrankungen der Aorta und ihrer großen Äste, einschließlich Aneurysmachirugie (operativ und interventionell)

  • diabetischem Fußsyndrom

  • Dialysezugängen

  • venösen Rückflussstörungen

  • Lymphabflussstörungen

  • Mikrozirkulationsstörungen und Vaskulitiden

 

Zum Behandlungsspektrum gehört eben falls die Physiotherapie mit ambulanter Gruppengymnastik für Gefäßpatienten.

 

 

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