Hotline gegen Pflegenotstand mit neuer Telefonnummer

Sachsen-Anhalt | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Mehr als 30 Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt suchen aufgrund der Corona-Krise zusätzliches Personal. Die seit dem 21. Dezember geschaltete Hotline zur Vermittlung von Freiwilligen wird weitergeführt, um die schwierige Personalsituation zu entschärfen. Seitdem sind rund 1000 Anrufe eingegangen. Die Hotline-Betreuung geht ab kommenden Montag, 8. Februar, von der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zum Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) über. Unter dem Corona-Infotelefon (0391) 2564 222 (Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr) können sich Menschen melden, die bereit sind, in von Personalengpässen betroffenen Einrichtungen mitzuarbeiten.

Über die LAV-Hotline können nun Synergien bei der Information, Beratung und Vermittlung genutzt werden. „Die bisherigen Erfahrungen von Hilfsbereitschaft und Solidarität bestärken uns, eine weitere Anlaufstelle für Interessentinnen und Interessenten an einem Pflegeberuf zu etablieren. Gemeinsam prüfen wir nun, wie wir aus den gewonnenen Erfahrungen Module für ein Quereinstiegsprogramm in die Pflege entwickeln“, sagt Sozialministerin Petra Grimm-Benne.

Markus Behrens, Geschäftsführer der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen: „In der Krise muss schnell gehandelt werden. Die zügige Einrichtung einer gemeinsamen Hotline mit dem Land war daher im Dezember das richtige Instrument. Das hat auch die große Hilfsbereitschaft der Anruferinnen und Anrufer gezeigt. Wir hoffen, dass die neue Hotline des Landesamtes für Verbraucherschutz ebenfalls gut angenommen wird!““

Für die Hotline gesucht werden nicht nur Pflegefachkräfte, Pflegehelferinnen und – helfer oder Auszubildende und Studierende verschiedenster Fachrichtungen wie Medizin, Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Das Angebot zielt auch auf Arbeitslose, Menschen in Kurzarbeit und Freiwillige mit anderem beruflichen Hintergrund wie Friseurinnen und Friseure oder Baumarktverkäuferinnen und
-verkäufer. Diese können zum Beispiel das vorhandene Fachpersonal bei der Durchführung von Antigen-Tests und der Organisation von Corona-Schutzimpfungen unterstützen und entlasten.

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