Hohe DFG-Förderung für deutsch-israelische Forschungskooperation

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Bauchspeicheldrüsenkrebs | Gesundheit

Das Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) zeichnet sich durch eine extrem schlechte Prognose für die betroffenen Patientinnen und Patienten aus. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den aggressivsten Tumorerkrankungen. In Deutschland werden jedes Jahr 14.000 Neuerkrankungen verzeichnet. 

Hohe DFG-Förderung für deutsch-israelische Forschungskooperation

Feingeweblich ist diese Tumorart charakterisiert durch eine ausgeprägte Bindegewebsbildung um die Tumorzellen herum, die so genannte Stromareaktion. In den vergangenen Jahren konnte gezeigt werden, dass Entzündungszellen, die in das Stroma einwandern, eine wichtige Rolle bei der Regulation des Tumorwachstums und auch bei der Resistenz (Widerstandsfähigkeit) gegenüber Chemotherapien spielen.

Für die Erforschung des Wechselspiels zwischen Entzündungszellen und Tumorzellen beim Pankreaskarzinom hat die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Patrick Michl (Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin I) eine internationale Kollaboration mit der Hebrew University in Jerusalem gestartet. Dieses deutsch-israelische Gemeinschaftsprojekt zwischen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Hebrew University wird nun durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit Drittmitteln in Höhe von 425.000 Euro unterstützt. 

Die Arbeitsgruppe in Jerusalem hat hierbei eine neue Substanz entwickelt, die sich zur Hemmung spezifischer Eiweissmoleküle (Proteasen) eignet, die insbesondere von Entzündungszellen produziert werden, die den Tumor infiltrieren, und von denen man annimmt, dass sie das Wachstum und die Metastasenbildung der benachbarten Tumorzellen fördert.

Das Team um den Gastroenterologie-Professor Dr. Patrick Michl testet im Labor diesen neuen Hemmstoff auf seine Eignung als möglicher neuer Ansatz zur Krebsfrüherkennung und Krebsbehandlung. Langfristiges Ziel ist eine Testung im klinischen Einsatz. „Außerdem wollen wir die Grundlagen des Wechselspiels zwischen Entzündungszellen und Tumorwachstum weiter untersuchen“, sagt der Mediziner. Ziel ist dabei, die Grundlagen der bisherigen Therapieresistenz besser zu verstehen und neue Behandlungsmöglichkeiten zu identifizieren.

 

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