Diagnose Asthma bronchiale: Informatives für Familien

Atemwegserkrankungen | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Die Diagnose Asthma bronchiale (kurz Asthma) trifft viele wie ein Schlag ins Gesicht. Schließlich ist Atemnot ein ständiger Begleiter der chronischen Atemwegserkrankung und damit die Angst vor dem Ersticken. Dank Aufklärung, einer sinnvollen Therapie und Selbstkontrolle können Betroffene jedoch gut mit der entzündlichen Erkrankung ihrer Atemwege leben. Ein Einblick.

Asthma-Medikamente für Kinder und Erwachsene

Grundsätzlich wird bei den Medikamenten zwischen Controler und Reliever unterschieden. Controler sind Dauermedikamente, um die bronchiale Entzündungsbereitschaft zu hemmen und typischen Beschwerden vorzubeugen. Diese Arzneimittel werden in der Regel täglich eingenommen – egal, ob Beschwerden auftreten oder nicht. Meistens ist Kortison enthalten. Reliever werden hingegen nach Bedarf genutzt, wenn akute Beschwerden gelindert und die Atemwege schnell erweitert werden müssen. Diese Bedarfsmedikamente müssen stets griffbereit sein, damit bei einem Asthmaanfall reagiert werden kann. Alternativ sind Reliever nützlich, wenn beispielsweise körperliche Anstrengungen bevorstehen.

Um Nebenwirkungen zu minimieren, werden die entsprechenden Substanzen nicht als Spritzen oder Tabletten verabreicht, sondern in Form von Sprays oder Pulverinhalatoren. Allerdings ist zwischen der Therapie von Erwachsenen und Kindern zu unterscheiden. „Bei der Behandlung von erwachsenen Asthma-Patienten machen Pulverinhalatoren mittlerweile 90% des Medikamentenmarktanteils aus“, erklärt das von der Deutschen Lungenstiftung herausgegebene Portal Lungenärzte im Netz zum Thema Asthma bei Kindern. Weil Kinder unter sechs Jahren das gleichzeitige Einatmen und Sprayen noch nicht beherrschen, werden für sie altersgerechte Inhalationshilfen angeboten. Im Ratgeber der Deutschen Lungenstiftung klären die Experten über die Stufenbehandlung (Stufe 1 bis 4) von Kindern mit Dauermedikamenten auf.

Kontrolliert therapieren mit rezeptpflichtigen Medikamenten

Welche Medikamente im Einzelfall empfehlenswert sind, ermittelt der behandelnde Arzt. Dieser stellt auch das Rezept für verschreibungspflichtige Präparate aus. Um sich die Beschaffung zu erleichtern und womöglich sogar Sparpotenzial zunutze zu machen, lassen sich seriöse Versandapotheken im In- oder Ausland nutzen, dessen Sicherheitsstandards mit deutschem Recht vergleichbar sind. Dazu gehören laut Bundesministerium für Gesundheit Island, Schweden, das Vereinigte Königreich und die Niederlande. Das familienorientierte Allergie-Magazin ist neben Allergien und Hauterkrankungen auf das Thema Asthma spezialisiert und erläutert, wo man Asthmaspray legal ohne Rezept vom Hausarzt kaufen kann. „Die EU-Richtlinie zur Mobilität der Patienten erlaubt es verschreibungspflichtige Medikamente wie Asthmaspray über eine ärztliche Ferndiagnose im EU-Ausland zu erwerben“, so die Redaktion zur rechtlichen Grundlage. Komplett ohne Rezept geht es jedoch auch online nicht. Der Gesetzgeber verlangt bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nach einer schriftlichen Verordnung – ob in der Präsenzapotheke oder im Internet. Bei der Beschaffung über Versandapotheken erfolgt dies über einen echten Arzt im EU-Ausland, der die ärztliche Verordnung für Asthmasprays an die Online-Apotheke weiterleitet.

Wichtig: Bei Asthma ist die regelmäßige Kontrolle durch den zuständigen Arzt elementar. Dabei überprüft er den Zustand der Bronchien, um bei Bedarf Anpassungen der Dosierung von Medikamenten vornehmen zu können.

Asthma-Auslöser kennen

Sind Auslöser (Trigger) für asthmatische Anfälle bekannt, können diese gezielt verhindert beziehungsweise gemieden werden. Typische Trigger sind:

⦁ Zigarettenrauch
⦁ Hausstaubmilben
⦁ Stress
⦁ Pollen
⦁ Tierhaare
⦁ Kaltluft
⦁ Medikamente
⦁ Duftstoffe
⦁ Schimmelpilze
⦁ Nahrungsmittel (z. B. Nüsse, Milch)

Weil Asthma größtenteils allergisch bedingt ist und Allergene wie Tierhaare oder Pollen mitverantwortlich für die Atemwegserkrankung sind, reagieren viele Betroffene besonders auf diese Substanzen sensibel. Doch auch andere Reize wie Tabakrauch, Düfte oder kalte Winterluft können Anfälle verursachen. Je besser sich Patienten selbst beobachten und auslösende Reize bestimmen, desto besser lässt sich der Alltag bewältigen. Um Auslösern auf die Spur zu kommen, raten viele Ärzte zum Führen eines Tagebuchs. Auch die Durchführung von Allergietests ist eine sinnvolle Maßnahme.

Tipp: Asthma-Patienten sind gut beraten, ihr Umfeld über ihre Erkrankung zu informieren. Wissen Freunde, Familie und beispielsweise Lehrer oder Erzieher Bescheid und wurden über notwendige Maßnahmen aufgeklärt, können sie im Ernstfall Hilfe leisten.

Kontrolle mit Peak-Flow

Beim sogenannten Peak-Flow-Meter handelt es sich um ein kleines Gerät, in das Asthmatiker hineinpusten, um die Stärke des Luftstroms aus der Lunge zu messen. Die tägliche Messung und Protokollierung der Ergebnisse ermöglicht die objektive Beobachtung der Erkrankung. „Auch für Ihren Arzt kann das Peak-Flow-Protokoll nützlich sein, um zum Beispiel die Wirkung Ihrer Medikamente einzuschätzen“, rät die Techniker Krankenkasse in einem Patientenratgeber inklusiv Anleitung zur korrekten Peak-Flow-Messung.

Asthmaschulungen verschreiben lassen

Bescheinigt ein Arzt die medizinische Notwendigkeit einer Asthmaschulung, übernehmen einige Krankenkassen die Kosten für diese Maßnahmen beziehungsweise beteiligen sich daran. Entscheidend ist dabei, dass derartige Schulungen von Fachärzten durchgeführt werden. Spezielle Schulungen für Kinder sind ebenso möglich und ratsam, um den erkrankten Nachwuchs optimal aufzuklären und den Umgang mit Asthma bronchiale zu vereinfachen.

Weitere Informationen finden Patienten und Angehörige auf der Internetseite des Deutschen Allergie- und Asthmabunds. Allgemeines zur Gesundheit ist der hallelife-Themensammlung zu entnehmen.

 

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