Das hilft gegen Zähneknirschen

Vorsorge | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Zähneknirschen, auch Bruxismus genannt, ist ein weit verbreitetes Problem. Immer mehr Menschen beißen im Schlaf oder auch tagsüber die Zähne zusammen oder knirschen damit.

 

Dass sie nachts mit den Zähnen knirschen, merken viele Menschen erst dann, wenn sie mit Verkrampfungen in Kiefern und Schultern aufwachen. Auch Kopfschmerzen, Druck auf den Ohren oder sogar Tinnitus können die Folge sein. Geschieht das Zähneknirschen über einen längeren Zeitraum, kann dies die Zähne frühzeitig verschleißen, den Zahnschmelz schädigen oder sogar Kieferfehlstellungen begünstigen. Doch was hilft dagegen?

Stress reduzieren

Ein häufiger Grund für das Zähneknirschen ist laut diesem Ratgeber Stress im Alltag. Um die Ursache zu beseitigen, können Entspannungsübungen im Alltag helfen, zum Beispiel Meditation, autogenes Training oder Yoga. Oft ist es sinnvoll, das Problem an der Wurzel zu packen. Was löst den Stress aus, zum Beispiel auf der Arbeit? Was kann man tun, um diesen zu reduzieren?#

Physiotherapie

Manchmal verbergen sich hinter dem Zähneknirschen Muskelverspannungen im Nacken- oder Schulterbereich. Ein Termin bei einem Physiotherapeuten oder eine Massage können helfen, die Muskeln zu lockern.

Wärme

Stecken Verspannungen hinter dem Zähneknirschen, können diese wie andere Verspannungen behandelt werden. Eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Kirschkernkissen auf Nacken und Schultern kann für Linderung sorgen.

Erinnerungen setzen

Wer tagsüber knirscht, kann sich kleine Erinnerungen setzen, die Kiefermuskeln zu lockern. Das können zum Beispiel bunte Punkte sein, die man auf Gegenstände klebt, die man im Alltag regelmäßig anschaut, zum Beispiel auf den Computerbildschirm im Büro.

Zahnschiene gegen nächtliches Zähneknirschen

Wenn alles nichts hilft und die Kiefer auch nachts unbemerkt hin und her mahlen, kann eine Beißschiene Abhilfe schaffen. Der Zahnarzt passt diese individuell an. Sie wird abends vor dem Schlafengehen eingesetzt und soll die Zähne vor Abrieb schützen. Nicht immer übernimmt die Krankenkasse alle Kosten dafür, möglicherweise beteiligt sich aber eine Zahnzusatzversicherung am Preis, wenn man eine solche abgeschlossen hat.

Einen speziellen CMD-Zahnarzt aufsuchen

Manchmal steckt hinter dem Zähneknirschen aber auch ein ernsteres Problem, zum Beispiel eine Zahnfehlstellung oder Probleme mit dem Kiefergelenk. In diesem Fall muss der Zahnarzt genauer hinschauen. Es empfiehlt sich, einen speziellen CMD-Zahnarzt aufzusuchen. CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion, also sämtliche Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Kiefergelenk stehen. In Halle gibt es einige Zahnärzte, die sich mit diesem Fachgebiet beschäftigen.

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