Berufsunfähigkeitsversicherung - ja oder nein?

Vorsorge | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Jeder Vierte in Deutschland wird berufsunfähig. Der Altersdurchschnitt der Betroffenen liegt bei 47 Jahren. Schätzungen zufolge haben aber nur 30 Prozent aller Haushalte eine Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz BU), um für den finanziellen Ausfall vorzusorgen. Dass nur rund ein Drittel der Haushalte in Deutschland eine Versicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit besitzt, ist alarmierend.

Die BU-Police zählt zu den wichtigsten Versicherungen, die man haben sollte. Warum das so ist, kann man unter anderem auf der Website von CosmosDirekt nachlesen, einem der größten Direktversicherer Deutschlands. Die Berufsunfähigkeit kann jeden treffen, egal, ob er oder sie in einem risikoreichen Beruf arbeitet (zum Beispiel Gerüstbauer) oder einer auf den ersten Blick weniger gefahrvollen Tätigkeit nachgeht (beispielsweise Büroangestellter). Denn tatsächlich sind es eher selten Arbeitsunfälle, die dafür sorgen, dass jemand seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Der Großteil der Betroffenen wird aufgrund von psychischen Erkrankungen berufsunfähig (31 Prozent); die zweithäufigste Ursache sind Leiden am Skelett und Bewegungsapparat (22 Prozent). Natürlich bringen Jobs, in denen man schwere körperliche Arbeit leisten muss oder einer hohen psychischen Belastung ausgesetzt ist, ein höheres Risiko für solche Erkrankungen mit sich - doch treffen kann es jeden. Wie hoch das persönliche Risiko ist, kann man unter anderem mithilfe eines Onlinerechners ermitteln.

Das spricht für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Viele Gründe sprechen dafür, eine BU-Police abzuschließen. Zum einen sichert sie das Vermögen und den Lebensstandard des Versicherungsnehmers ab, sollte er tatsächlich berufsunfähig werden. Schließlich fällt das Gehalt komplett weg, wenn man seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Zwar steht angestellten Arbeitnehmern im Ernstfall eine sogenannte Erwerbsminderungsrente zu (für Arbeitnehmer, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind; ansonsten Berufsunfähigkeitsrente). Doch diese ist nur sehr gering; und unter bestimmten Umständen wird sie gar nicht gezahlt - zum Beispiel dann, wenn der Arbeitnehmer noch einer anderen Tätigkeit nachgehen kann. In jedem Fall tut sich eine Versorgungslücke auf - und genau diese kann eine BU-Versicherung schließen. Je abhängiger man von seinem Gehalt ist, desto wichtiger ist die Versicherung. Vor allem Selbstständige benötigen sie dringend, denn sie erhalten im Fall einer Berufsunfähigkeit keine oder nur eine sehr begrenzte staatliche Unterstützung.

Wann ist die BU-Versicherung nicht unbedingt notwendig?

Die Absicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit ist nicht für jedermann ein Muss. Wer nicht oder nicht mehr arbeitet, braucht dementsprechend auch keine Versicherung für den Ausfall. Minijobber und Sozialhilfeempfänger profitieren nur dann von einer Police, wenn sie sich eine hohe Versicherungssumme leisten können. Die BU-Rente sollte mindestens 1.000 Euro im Monat betragen, denn fällt sie zu gering aus, kann der Versicherungsnehmer mit ihr nicht alle Kosten decken. Die Seite finanztipp.de rät jedem dazu, beim Abschluss einer BU-Versicherung die versicherte Summe so hoch anzusetzen, dass man damit alle laufenden Kosten decken kann.

Beitrag Teilen

Zurück