Alterns- und Altersforschung treffen sich zum 10. Mal in Halle

Universitätsmedizin Halle | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Bereits seit fast 20 Jahren gibt es einen Ort, an dem sich Expertinnen und Experten zum Thema Altern regelmäßig zum wissenschaftlichen Austausch treffen: Halle! Hier organisiert Prof. Dr. Andreas Simm von der Universitätsmedizin Halle alle zwei Jahre die Internationale Alter(n)stagung. In diesem Jahr findet sie am Wochenende des 3. bis 5. September 2021 im Steintor-Varieté statt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus insgesamt zehn Ländern nehmen daran teil, darunter aus Japan, die USA und Kanada. Aufgrund der dynamischen Pandemielage sind einige nur virtuell zugeschaltet und halten ihre Vorträge per Videoübertragung.

 

Den Auftakt bildet die Keynote Lecture, die in diesem Jahr von Prof. Dr. Eline Slagboom gehalten wird. Die Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns und Professorin an der Universitätsmedizin Leiden (Niederlande) gehört zu den führenden Alternsforscherinnen und hat sich auf den Bereich Biomarker und Langlebigkeit spezialisiert hat. Sie wird im Rahmen der Tagung auch mit der Schober-Medaille ausgezeichnet. Die Laudatio hält Prof. Dr. Edward Lakatta von der Johns-Hopkins-Universität Baltimore via Online-Übertragung.

Die Tagung selbst ist am Sonnabend und Sonntag in Themenblöcke aufgeteilt, an denen neben internationalen Wissenschaftlern auch Forschende der Universitätsmedizin Halle mit Vorträgen vertreten sind. Am Samstag sind dies Prof. Dr. Britt Hoffmann, die zu Risikoabschätzung von Herz-Operationen bei gebrechlichen Patientinnen und Patienten sprechen wird, sowie Prof. Dr. Andreas Simm, der sich der Rolle von Glukose-Fett- oder Glukose-Eiweiß-Verbindungen (AGE) für das kardiovaskuläre Altern widmet.

Am Sonntag spricht Prof. Dr. Gábor Szabo, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Herzchirurgie der Universitätsmedizin Halle über das Thema Organspende bei und von alten Menschen. „Die Spendenlage ist nach wie vor schlecht, weil es zu wenige Organspenderinnen und -spender gibt. Deshalb rücken alte Menschen als Spenderinnen und Spender mehr und mehr in den Fokus. Andererseits muss man aufgrund der stetig steigenden Lebenserwartung auch die Frage erforschen, inwieweit alte Menschen als Empfänger einer Organspende infrage kommen“, sagt Szabó, der in seinem Vortrag einen Überblick über das Thema Herztransplantation im Alterskontext gibt.

Ob Anti-Aging wirklich die Antwort auf die Fragen des Alterns ist, wie die Evolution hierbei mitspielt und welche Risiken neue Therapien haben, behandelt der Abschluss-Themenblock.

„Altern und vor allem gesund Altern ist der Wunsch vieler Menschen. Das Altern ist jedoch ein sehr komplexer Prozess, der mithilfe der mittlerweile möglichen modernen Methoden in der Protein- und Herz-Kreislaufforschung nach und nach entschlüsselt wird. Sich darüber auszutauschen, neueste Erkenntnisse zu teilen und internationale Forschungskooperationen anzustoßen, ist das Ziel der halleschen Alternstagung. Und dass die Suche nach dem Jungbrunnen ein weltweites Thema ist, zeigt sich daran, dass unsere Alternstagung zu den sehr etablierten und jedes Mal hochkarätig besetzten Konferenzen in diesem Feld zählt“, sagt Prof. Andreas Simm.

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