Aktueller Stand zum 10. Lesefest „Halle liest mit“

Foto: Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH
Stadtmarketing Halle | Bücher
von hallelife.de | Redaktion

Bis Mittwoch, 18. März 2020 stehen nunmehr 20 der ursprünglich 32 geplanten Lesungen im Rahmen des 10. Lesefestes „Halle liest mit“ auf dem Programm. Planmäßig wurde am Dienstagabend, 10. März 2020 mit „KL – Gespräch über die Unsterblichkeit“ von John von Düffel im Literaturhaus das Lesefest eröffnet, anlässlich der aktuellen Ausstellung „Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“.

Am Donnerstag, 12. März sind fünf Lesungen geplant. So ist die Bestsellerautorin Maria Nikolai mit dem zweiten Teil ihrer Erfolgssaga „Schokoladenvilla. Goldene Jahre“ in der Halloren Schokoladenfabrik zu Gast ab 18:00 Uhr, im Galerie Café. Am Freitag, 13. März, stehen vier Lesungen auf dem Programm u.a. mit Ingo Schulze (Nominierter des Leipziger Buchmessepreises 2020) im Literaturhaus, 21:00 Uhr. Für Kinder und Jugendliche sind zwei Lesungen und eine Schreibwerkstatt am Freitag, 13., sowie Sonnabend, 14. März geplant.

Kurzfristige Programmänderungen behalten sich die Veranstaltenden aufgrund der aktuellen Situation weiter vor und bitten Interessierte, sich auf der Internetseite                    www.halle-tourismus.de tagesaktuell zu informieren.   

Weiterhin können bereits gekaufte Karten für die abgesagte „7. Kriminacht im Landgericht“ umgetauscht werden für die „Lange Kriminacht im Literaturhaus“ am Sonnabend, 4. April 2020 mit den drei Krimi-AutorInnen Simone Buchholz, Steintór Rasmussen und Stephan Ludwig oder zurückgegeben werden. Umtausch bzw. Rückgabe ist ausschließlich in Halles Tourist-Information möglich.        

Geplant waren für das neuntägige Lesefest „Halle liest mit“ 47 AutorInnen, 32 Lesungen an 22 halleschen Leseorten. Das Literaturfest organisiert die Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH in Kooperation mit der Leipziger Buchmesse und weiteren halleschen Partnern. Die Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH fungiert als Vermittlerin und bündelt über die Kampagne „Halle liest mit“ das Programm. Veranstalter, beteiligte Verlage und deren AutorInnen stehen weiterhin in engem Kontakt.  

Aktuelles Programm zum Lesefest „Halle liest mit“: www.halle-tourismus.de

 

Kartenumtausch / Rückgabe „Kriminacht im Landgericht“

Tourist-Information Halle (Saale) / Marktplatz 13 / 06108 Halle (Saale)

Tel.: 03 45-122 99 84 / E-Mail: touristinfo@stadtmarketing-halle.de

Öffnungszeiten: Mo. - Fr: 9:30 - 18:00 Uhr; Sa: 10:00 - 15:00 Uhr; Sonn- und Feiertag geschlossen

www.halle-tourismus.de / www.hallesaale.com

www.facebook.com/verliebtinhalle/   www.instagram.com/verliebtinhalle/

Programm - Aktualisierung Stand: 11.03.20

Programm Download: https://www.halle-tourismus.de/service/broschueren/

Termine online: www.facebook.com/verliebtinhalle

 

Überblick aller aktuell 21 Lesungen

Überblick aller Lesungen für Kinder und Jugendliche (ab Seite 7)

 

Dienstag, 10. März 2020

19:00 Uhr Literaturhaus | John von Düffel: KL – Gespräch über die Unsterblichkeit

19:30 Uhr Café Ludwig | Katrin Rux & Conrad Schumann: Halle. Momente

 

Mittwoch, 11. März 2020

10:00 Uhr Kinderbibliothek | Christian Duda: Gar nichts von allem

19:00 Uhr Landgericht Halle | 7. Kriminacht Karten können umgetauscht bzw. zurückgegeben werden

19:00 Uhr Literaturhaus | Arne Dahl: Vier durch Vier

19:00 Uhr Lichthaus | Rimantas Kmita: Die Chroniken des Südviertels

20:15 Uhr Thalia Buchhandlung | Uwe Preuss: Katzensprung

 

Donnerstag, 12. März 2020

10:00 Uhr Jugendmediathek | Juliane Baldy: Paul

10:00 Uhr Kinderbibliothek | Valentina Brüning: Kakao und Fischbrötchen

18:00 Uhr BStU | Birgit Neumann-Becker: Respekt und Anerkennung & Aufruf zum Miteinander

18:00 Uhr Halloren Schokoladenfabrik | Maria Nikolai: Die Schokoladenvilla

18:00 Uhr St. Barbara & St. Elisabeth Krankenhaus | Inés Brock: Geschwister verstehen

19:00 Uhr Buchhandlung „heiter bis wolkig“ | Naïla Chikhi: Eine zornige Frau. Brief aus Algier an die in          Europalebenden Gleichgültigen

19:00 Uhr Literaturhaus | Sanne Blauw, Daan Heerma van Voss,Gerwin van der Werf: Halle am Meer: neue

                niederländische Literatur

19:30 Uhr Stadtbibliothek | Hasnain Kazim: Auf sie mit Gebrüll! ... und mit guten Argumenten. Wie man

                 Pöblern und Populisten Paroli bietet

20:00 Uhr WUK | Alexandra Fröhlich: Dreck am Stecken

 

Freitag, 13. März 2020

10:00 Uhr Jugendmediathek | Sarah Welk: Tagesschau & Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten

                 machen

10:00 Uhr Kinderbibliothek | Frank Kreisler: Gespensterbowling auf dem Galgenberg

19:00 Uhr Puschkinhaus | Miteinander e. V./ Verlage gegen Rechts: Räume extrem rechter Radikalisierung 19:00 Uhr Literaturhaus | Klaus Theweleit: Männerphantasien

19:00 Uhr Volksbühne am Kaulenberg | Kerstin Groeper: Im Eissturm der Amsel

19:30 Uhr Stadtbibliothek | Norbert F. Pötzl: Der Treuhand-Komplex: Legenden. Fakten. Emotionen

21:00 Uhr Literaturhaus | Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder

 

Samstag, 14. März 2020

11:00 Uhr WUK | Juliane Blech & Dirk Bierbaß: Schreibwerkstatt für Kinder & Jugendliche

15:00 Uhr Stadtmuseum | Andreas Vogel: Mit philatelistischen Grüßen

15:30 Uhr Peißnitzhaus | Effi Winkler | Ein König fährt Bus – Geschichten vom Nicht-Andersein

19:00 Uhr Ötzi – Outdoor Equipment | Axel Schröder:100 Rad- und Wanderwege in Sachsen-Anhalt

19:00 Uhr Literaturhaus | Isabell Cochet & Andreas Martens: Die grenzenlose Comic-Dimension

19:00 Uhr Institut für Anatomie und Zellbiologie | Marcus Schwarz: Wenn Insekten über Leichen gehen

20:00 Uhr Thalia Gewölbe | Markus Heitz: Die Meisterin

 

Sonntag, 15. März 2020

19:00 Uhr nt-Café | Lejla Kalamujic &Marie-Luise Alpermann: Nennt mich Esteban

 

Mittwoch, 18. März 2020

19:30 Uhr Palais S | Reinhardt Cornelius-Hahn: Das Paradies im Irrenhaus.2019

 

 

 

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Leseorte „Halle liest mit“ 2020

Buchhandlung „heiter bis wolkig“ | Ludwig-Wucherer-Straße 69

Café Ludwig | Eichendorffstraße 20

Halloren Schokoladenfabrik | Galerie Café | Delitzscher Straße 70

Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara | Mauerstraße 5

Literaturhaus Halle im Kunstforum der Saalesparkasse | Grüner Salon | Bernburger Straße 8

nt-Café | Große Ulrichstraße 51

Ötzi - Outdoor Equipment | Große Ulrichstraße 30

Palais S | Ankerstraße 3C

Puschkinhaus | Kardinal-Albrecht-Straße 6

Stadtbibliothek | Kinderbibliothek | Jugendmediathek | Salzgrafenstraße 2

Stadtmuseum | Große Märkerstraße 10

Thalia-Buchhandlung | Marktplatz 3

Volksbühne am Kaulenberg | Kaulenberg 1

WUK Theater Quartier – Werkstätten und Kultur am Holzplatz | Holzplatz 7

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Programm ausführlich

 

Dienstag, 10. März 2020

 

19:00 Uhr | Literaturhaus Halle im Kunstforum der Saalesparkasse | Grüner Salon |Eintritt 8 € (erm.5€) John von Düffel liest aus KL – Gespräch über die Unsterblichkeit | Literaturhaus Halle, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), DuMont Buchverlag

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) anlässlich der Ausstellung Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive

 

Moderation: Alexander Suckel

Das Buch ist die Fiktion eines Interviews mit einem Menschen, der in der Wirklichkeit die Fiktion seiner selbst zu sein scheint. Ein originelles literarisches Spiel, das überraschende Erkenntnisse bereithält: über den Bilderwahn unserer Zeit, den täglichen Kampf um Sichtbarkeit und die Angst vor dem Verschwinden.

John von Düffel, geb. 1966 in Göttingen, war als Theater- und Filmkritiker, als Hörspielautor, Dramatiker und als Übersetzer tätig. Er arbeitet als Dramaturg am Schauspielhaus Bonn. Für sein Debüt Vom Wasser wurde er mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet

 

19:30 Uhr | Café Ludwig | Eintritt frei | Katrin Rux und Conrad Schumannpräsentieren Halle. Momente – Eine Lesung mit Bildershow | Mitteldeutscher Verlag

 

Halle ist eine Perle, ein Rohdiamant. Die Saalemetropole ist voller Kultur und Geschichte, und der beständige Wandel, in dem sie sich momentan befindet, zeigt sie zugleich von Licht und Leben erfüllt. Wuchtig und gleichsam filigran sind die Halle-Bilder Conrad Schumanns wie auch die begleitenden Text-Momente von Katrin Rux – sie geben an dem Abend Einblicke in die Stadt Händels und Franckes, die keinen unberührt lassen.

Conrad Schumann, geb. 1996 in Halle (Saale), Studium der Biochemie an der MLU Halle-Wittenberg, Fotografie als Hobby und Nebentätigkeit. Katrin Rux, geb. 1982 in Zwickau, lebt seit 2006 in Halle, neben ihrer Arbeit als Lehrerin schreibt und veröffentlicht sie Lyrik und Kurzprosa.

 

 

Mittwoch, 11. März 2020

 

19:00 Uhr | Literaturhaus Halle im Kunstforum der Saalesparkasse | Grüner Salon | Arne Dahl liest aus Vier durch vier PIPER Verlag Eintritt | 8 € (erm. 5 €) | Literaturhaus Halle

 

Sam Berger wagt, wovor jeder andere Ermittler zurückschreckt: Er jagt die Russenmafia. 74 Stunden bleiben ihm, bis der ehemaligen Zwangs-prostituierten Nadja der Kopf abgeschlagen wer-den soll. Da taucht Bergers Kollegin Molly Blom wieder auf, die in der Zwischenzeit ihre gemein-same Tochter zur Welt gebracht hat. Fieberhaft graben sich die beiden immer tiefer in den Fall hinein. Bis sie eine ungeheuerliche Entdeckung machen.

Arne Dahl, geb. 1963, zählt zu den weltweit erfolgreichsten Kriminalautoren. International vielfach ausgezeichnet, verkauften sich allein im deutschsprachigen Raum über zwei Millionen Bücher. Zusammen mit Simon Beckett wurde Arne Dahl 2018 mit dem Ripper Award geehrt.

 

 

 

 

 

20:15 Uhr | Thalia-Buchhandlung | Uwe Preuss liest aus Katzensprung | Eintritt 12 € (erm. 9 €)

  1. Fischer Verlag

 

Uwe Preuss erzählt Geschichten. Von seiner Familie. Und von sich. Drei Generationen: Vater, Großvater, der Autor selbst. Und viele Frauen. Umtriebig, die Männer. Orte eines Lebens: Dresden, Sao Paulo, Prag, Budapest, Westberlin. Uwe Preuss wird Schauspieler.

Uwe Preuss wächst in der DDR und Brasilien auf. Diverse Anläufe bei der Berufswahl. Dann: Ausreise nach Westberlin. Dort studiert er Schauspiel an der Hochschule der Künste. Viele Jahre am Theater. Seit zehn Jahren eher vertraut mit der Arbeit vor der Filmkamera (Polizeiruf Rostock, Deutschland 83).

 

Donnerstag, 12. März 2020

 

18:00 Uhr | Halloren Schokoladenfabrik | Galerie Café | Maria Nikolai liest aus Die Schokoladenvilla Goldene Jahre | Eintritt frei | Penguin Taschenbuch & Paperback

 

Stuttgart, 1926: Die junge Serafina zieht zu ihrem Halbbruder Victor in dessen prächtiges Familienanwesen,

in Die Schokoladenvilla. Denn die Rothmanns sind über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihre Schokoladenkreationen. Als sie den attraktiven Anton kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf. Derweil wird das Schokoladenimperium durch Sabotageakte bedroht – und Serafina von einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit eingeholt.

Maria Nikolai liebt historische Stoffe und Schokolade. Mit ihrem Debut Die Schokoladenvilla stand sie monatelang auf der Bestsellerliste. Goldene Jahre ist der zweite Teil der großen Trilogie rund um die Stuttgarter Fabrikantenfamilie Rothmann und landete ebenfalls auf der Bestsellerliste.

 

19:00 Uhr | Buchhandlung „heiter bis wolkig“| Naïla Chikhi liest aus Eine zornige Frau – Brief aus Algier an die in Europa lebenden Gleichgültigen | Eintritt frei | Dornrosa e.V., Alibri Verlag

 

In der Debatte um Identitätspolitiken setzt die algerische Feministin Tamzali dem Mythos der kollektiven Identität die Erinnerung an den Kampf für Freiheit und Gleichheit entgegen. Sie verteidigt den universalistischen Feminismus der Gleichberechtigung gegen kulturalistische und postmoderne Einschränkungen. Naila Chikhi hat für Eine zornige Frau ein Nachwort verfasst, in dem sie Bezüge zur aktuellen Situation in Deutschland herstellt.

Naïla Chikhi, geb. 1980 in Algerien, ist unabhängige Referentin für die Themen Frauenpolitik und Integ- ration.

 

 

19:00 Uhr | Literaturhaus Halle im Kunstforum der Saalesparkasse | Grüner Salon | Halle am Meer: Neue niederländische Literatur | Drei junge niederländische Autoren stellen sich vor:

Sanne Blauw, Daan Heerma van Voss und Gerwin van der Werf | Eintritt 8 € (erm. 5 €) | Nederlands Letterenfonds / Dutch Foundation for Literature, Literaturhaus Halle, Büchergilde Gutenberg, DVA, S. Fischer

 

Moderation: Katharina Borchardt

„Als ich 2015 Auschwitz besuchte, habe ich Menschen gesehen, die im Tor zur Hölle Selfies machten. Sie lächelten ungläubig: dass sie dort wirklich standen, unter dem morbiden Schriftzug ‚Arbeit macht frei’.“ Heerma van Voss’ Reise nach Auschwitz ist eine Ode an seinen Freund und Namenspaten Daan de Jong, dessen Eltern deportiert wurden. Ein Text voller emotionaler Wucht, mit dem Heerma van Voss allen die Frage stellt: Was heißt Gedenken heute?

 

Daan Heerma van Voss, geb. 1986 in Amsterdam, ist Autor und Journalist. Er schreibt für internationale Zeitungen wie The New York Times, Vogue und Svenska Dagbladet. Er ist Autor zahlreicher Romane. 2018 hielt er die Rede zur Gedenkfeier für die Toten des Zweiten Weltkriegs in Amsterdam.

Zahlen begegnen uns überall: Sie bestimmen, was wir essen, wie schnell wir arbeiten oder wie wir uns fühlen. Vor allem in den Medien scheinen Zahlen glasklare Botschaften zu senden: über gute oder schlechte Entwicklungen, besorgnis- erregende Zustände oder verlockende Chancen. Doch können wir ihnen wirklich trauen? Und war- um scheinen sich die vielen unbestechlichen Zahlen allzu oft zu widersprechen?

Sanne Blauw, geb. 1986, ist Ökonometristin und Journalistin. Als Datenkorrespondentin für die niederländische Zeitung „De Correspondent“ schreibt sie in ihrer viel gelesenen Kolumne über den großen Ein- fluss, den Zahlen auf unser Leben haben.

Für Tiddo, Isa und ihren Sohn Jonathan soll es die Reise ihres Lebens werden, mit dem Wohnmobil durch Island – Tiddo erhofft sich nicht weniger als die Rettung seiner Ehe. Doch dann nehmen die drei einen merkwürdigen Anhalter mit, der immer neue Gründe findet, um weiter mitzureisen. Der Fremde durchbricht die Zurückhaltung Jonathans, fasziniert Isa und fordert Tiddo heraus. Wie weit geht ein Mensch, der Gefahr läuft, alles zu verlieren?

Gerwin van der Werf, geb. 1969, ist ein Autor, der an einer internationalen Schule Musik unterrichtet, ein Niederländer, der über Island schreibt, ein Kolumnist, der in einer Band spielt. Zwei seiner vier Romane schafften es auf die Longlist des Literaturpreises Libris Literatuurprijs.

 

 

19:30 Uhr | Stadtbibliothek | Hasnain Kazim liest aus Auf sie mit Gebrüll! ... und mit guten Argumenten. Wie man Pöblern und Populisten Paroli bietet | Eintritt frei | Penguin Taschenbuch & Paperback

 

Man muss sich wirklich nicht alles sagen lassen! Mit seinem neuen Buch macht Hasnain Kazim Lust darauf, sich mal wieder richtig zu fetzen. Leser von Post von Karlheinz wissen, wie unterhaltsam diese Auseinandersetzungen sein können. Nun gibt er konkrete Tipps fürs richtige Streiten. Dabei darf es gerne laut, hart und lustig zugehen: Hauptsache, man hat richtige Argumente parat, um dumpfem Hass und platten Parolen Einhalt zu gebieten. 

Hasnain Kazim, geb. 1974 als Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer in Oldenburg, lebt in Wien. Bis 2019 arbeitete er für den SPIEGEL und berichtete u.a. aus Pakistan, der Türkei und Österreich. Er ist Autor mehrerer Bücher. „Post von Karlheinz“ stand viele Wochen auf der Bestsellerliste.

 

Freitag, 13. März 2020

 

19:00 Uhr | Puschkinhaus | Räume extrem rechter Radikalisierung - Eine Diskussion über mögliche Zusammenhänge von rechter Radikalisierung im Netz, auf der Straße, im öffentlichen Diskurs und in Büchern | Eintritt frei | Verlage gegen Rechts

 

Veranstalter & Moderation: Miteinander – Netzwerk

für Demokratie und Weltoffenheit Sachsen-Anhalt e.V.

Was führt dazu, dass sich Menschen radikalisieren? In welchen Räumen, bei welchen Gelegenheiten passiert das? Was treibt Menschen vom Hass im Internet zur Gewalt auf der Straße? Gibt es wirklich den Rechtsterroristen als „einsamen Wolf“? Welche Rolle hat zivilgesellschaftliches Handeln in der notwendigen Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen?

Mit Eike Sanders (Apabiz), Andreas Speit (Journalist), Lisa Mangold (Verlage gegen Rechts), Ricarda Milke (stellv. Geschäftsführerin Miteinander e.V.), Valentin Hacken (Sprecher Halle gegen Rechts- Bündnis für Zivilcourage)

 

 

19:00 Uhr | Volksbühne am Kaulenberg | Kerstin Groeper liest aus Im Eissturm der Amsel | Eintritt frei | Dornrosa e.V., TraumFänger Verlag

 

Eine spannende Geschichte aus der Zeit des Pelzhandels am Oberen Missouri zu Beginn des 19. Jh. erzählt aus drei Blickwinkeln: Dem französischen Trapper Pierre DuMont, seiner Frau Matowea, einer Mandan-Indianerin, und Wambliluta – einem selbstbewussten und gefährlichen Lakota-Krieger. Die Lebenspfade der drei Personen verknüp- fen sich auf abenteuerliche Weise, als Blackfeet den Posten überfallen.

Kerstin Groeper lebte einige Zeit in Kanada und entdeckte ihre Liebe zur indianischen Kultur. Ihr ist es gelungen, authentische Bilder der verschiedenen Stämme zu zeichnen. Sie spricht Lakota und führt Vorträge/Seminare über Sprache, Kultur und Spiritualität der Lakota-Indianer durch.

19:30 Uhr | Stadtbibliothek | Norbert F. Pötzl liest aus Der Treuhand-Komplex: Legenden. Fakten. Emotionen | Eintritt frei | kursbuch.edition

 

Der Einfluss der Mythen um die in der Spätphase der DDR gegründete Treuhandanstalt scheint im Laufe der Zeit nicht geringer geworden zu sein, ganz im Gegenteil. Selbst 30 Jahre nach der Wiedervereinigung wird die Institution oft als Sündenbock für negative Entwicklungen in den neuen Bundesländern oder als kapitalistisches Ungetüm verstanden.

Norbert F. Pötzl, geb. 1948 bei Stuttgart, arbeitete von 1972 bis 2013 als Redakteur beim SPIEGEL. Er ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher. Seit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung verfasste er schwerpunktmäßig Aufsätze und Monografien zu DDR-Themen. Pötzl arbeitet und lebt in Hamburg.

 

21:00 Uhr | Literaturhaus Halle im Kunstforum der Saalesparkasse | Grüner Salon | Ingo Schulze liest aus Die rechtschaffenen Mörder | Eintritt 8 € (erm. 5 €) | S. Fischer Verlag, Literaturhaus Halle

 

Moderation: Alexander Suckel

Norbert Paulini handelt mit schönen Büchern und hat in seinem Dresdner Antiquariat alle Höhen und Tiefen der letzten fünfzig Jahre durch- gemacht. Er behauptet sein Dasein als Leser und Hüter der Bücher gegen Zeitgeist und materielle Zwänge. Doch plötzlich steht ein aufbrausender, unversöhnlicher Mensch vor uns, der beschuldigt wird, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. – Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?

Ingo Schulze, geb. 1962 in Dresden, lebt in Berlin. Seine Bücher wurden zu großen Erfolgen, sind Schul- lektüre, wurden für das Kino verfilmt und in 30 Sprachen übersetzt. Für sein Werk wurde Ingo Schulze mit zahlreichen, auch internationalen Preisen ausgezeichnet.

 

 

Samstag, 14. März 2020

 

15:00 Uhr | Stadtmuseum | Andreas Vogel liest aus Mit philatelistischen Grüßen | Eintritt frei | Hasenverlag

 

Andreas Vogel erzählt die Geschichte des Kalten Krieges im kompakten Postkartenformat illustriert mit Briefmarken und Ersttagsbriefen der Deutsche Post der DDR in einer interessanten Mischung aus historischen Fakten und persönlichen Anekdoten. Kurzweilig berichtet er von Schlüsselereignissen des Kalten Krieges und deren historischen Hintergründen, sowie deren Auswirkungen auf das tägliche Leben.

Andreas Vogel wurde 1965 in Quedlinburg geboren und verbrachte die ersten 25 Jahre seines Lebens in Halle und Berlin. Die Reisefreiheit war für ihn immer das größte Thema gewesen, und so fuhr er dann nach der Wende los und eroberte die Welt.

 

TIPP:

14:00 Uhr: Führung durch die Dauerausstellung Fäuste- Monument und Kleiner Trompeter Hallesche Motive aus der Zeit des Kalten Krieges – eine Spurensuche in der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung Entdecke Halle!

 

19:00 Uhr | Ötzi – Outdoor Equipment | Axel Schröder präsentiert 100 Rad- und Wanderwege, die Sie in Sachsen-Anhalt entdecken müssen | Eintritt frei | Sutton Verlag und Radio SAW

 

Unterwegs im SAW-Land: In Sachsen-Anhalt kann man viel erleben! Der neue Ausflugsführer von radio SAW zeigt die 100 schönsten Rad- und Wanderwege – ausgesucht von radio SAW-Hörern für Hörer, selbst getestet und zum Erkunden ausdrücklich empfohlen. Mit vielen Service-Informationen und GPS-Tracks zu jeder Tour ist das Buch der perfekte Begleiter für den nächsten Familienausflug.

Radio SAW ist einer der erfolgreichsten deutschen privaten Radiosender und seit über 20 Jahren im Osten die private Nummer 1. Besonders Familien liegen dem Sender am Herzen. Deshalb gehören Tipps und Services für Alltag und Freizeit von Eltern und Kindern fest zum Radio SAW-Programm.

 

Sonntag, 15. März 2020

 

19:00 Uhr | nt-Café | Lejla Kalamujic und Marie-Luise Alpermann (Übersetzerin) lesen aus Nennt mich Esteban | Eintritt frei | Dornrosa e.V., eta Verlag

 

Die Szenen dieses Erzählbands umkreisen den Schmerz über den zu frühen Tod der Mutter. Sie wächst mit den vier Großeltern – allesamt eindrückliche Charaktere – und einem trinkenden Vater auf, bis die Belagerung Sarajevos die Familie zerteilt. Die Mutter taucht in Familienlegenden und Erzählungen der Erwachsenen auf, in kindlichen Phantasien, als Lied aus dem Radio oder Geruch in der Erinnerung an die zahlreichen Friedhofsbesuche mit den Großeltern.

Lejla Kalamujić, geb. 1980 in Sarajevo, wo sie auch heute wieder lebt, ist eine Autorin, die sich in der Region des ehemaligen Jugoslawien offen als queer, lesbisch und feministisch äußert und positioniert.

 

 

 

Mittwoch, 18. März 2020

 

19:30 Uhr | Palais S | Reinhardt O. Cornelius-Hahn liest aus Das Paradies im Irrenhaus

(30 Jahre blühendes Land) | Eintritt 3 € | Projekte Verlag Hahn

 

Der hallesche Autor Reinhardt O. Hahn hat vier fulminante Bände (Tetralogie) vorgelegt, deren Handlung in verschiedenen Landstrichen Deutschlands angesiedelt ist und sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt. Es wird mit fiktiven Bezügen eine Familiengeschichte erzählt, wie das Leben seinen schicksalhaften Verlauf über Generationen hinweg nimmt. Dieser Gesellschaftsroman gewährt Einblicke in das Alltagsleben. Das Geflecht der Erzählfaden reicht von 1638 bis in die Gegenwart nach Halle, erzählt auch über die Jahre 1989 bis 2015 und regt zum Gespräch über aktuelle Herausforderungen an.

Reinhardt O. Cornelius-Hahn, geb. in Gottberg, Landkreis Ruppin, zog im Alter von sechs Jahren mit seinen Eltern nach Krefeld-Traar am Rhein. Nach der Scheidung der Eltern kehrte er 1959 mit seinem Vater zurück in die damalige DDR. Nach versuchter Republikflucht wird R.O. Hahn erst 1966 im Bezirk Halle/Saale sesshaft. Er studierte Literatur in Leipzig. Bisher veröffentlichte er vier Romane und neun Kinderbücher. Heute lebt er gern in Halle.

 

 

Überblick aller Lesungen für Kinder und Jugendliche  

 

Mittwoch, 11. März 2020

 

10:00 Uhr | Stadtbibliothek, Kinderbibliothek | Christian Duda liest aus Gar nichts von allem |
ab 11
| Jahren Eintritt frei | Beltz Verlag, Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen-Anhalt e.V.

 

Der elfjährige Magdi ist glühender Fan von Mohammed Ali. Denn Ali ist stark, fair und unbesiegbar. Ganz anders als Vater. Der buckelt nach oben und tritt nach unten. Unten, da stehen Magdi und seine drei Geschwister. Und Mutter. Was den arabischen Vater und die deutsche Mutter eint, ist der Wille, „gebührliche“ Kinder großzuziehen. Eine Geschichte über ein Kind in der Zange zwischen gesellschaftlichen Ressentiments und innerfamiliärem Druck.

Christian Duda heißt eigentlich Christian Achmed Gad Elkarim, früher hieß er sogar Ahmet Ibrahim el Said Gad Elkarim. Er war Österreicher, Ägypter und ist jetzt Deutscher, war Katholik, Mohammedaner und ist schon seit sehr langer Zeit ein glücklicher Atheist.

 

Donnerstag, 12. März 2020

 

10:00 Uhr | Stadtbibliothek | Jugendmediathek | Juliane Baldy liest aus Paul | ab 14 Jahren | Eintritt frei | Frankfurter Verlagsanstalt

 

Paul ist siebzehn und für seine Mitschüler unsichtbar. In der Stufe gibt es nur zwei Teams: die Gewinner und die Verlierer. Zwar sind die Reichen nicht automatisch Gewinner, aber Erzeugerkohle hilft natürlich schon. Pauls Mutter schiebt Schichten, und seinen Vater kennt er nicht, er gehört zu keinem Team. Damit fährt Paul ganz gut, bis er Ida kennenlernt. Sie ist schlau, aber nicht pädagogisch schlau, und sie ist schön, aber nicht billig schön. Ihr Kennenlernen verändert alles.

Juliane Baldy, geb. 1985, veröffentlichte mehrere Theatertexte. Ihr neuestes Stück Sieben Lagen Knob- lauch scharf wurde 2019 in Berlin uraufgeführt. Paul ist ihr erster Roman, für das Manuskript erhielt sie ein Stipendium der Käthe-Dorsch- und Agnes- Straub-Stiftung. Juliane Baldy lebt in Berlin.

 

Freitag, 13. März 2020

 

10:00 Uhr | Stadtbibliothek, Kinderbibliothek | Frank Kreisler liest aus Gespensterbowling auf dem Galgenberg. Eine Gruselgeschichte | ab 10 Jahren | Eintritt frei | Mitteldeutscher Verlag


Hannah und Samuel brechen zu einem neuen Abenteuer auf. Diesmal begegnen sie auf dem alten Friedhof einer wilden Räuberbande und zwei echten Gespensterkindern, deren Gedanken eine unerhörte Kraft besitzen: Scheinbar aus dem Nichts tauchen wütende Kraken, feige Piraten und schwebende Segelschiffe auf. Ein großer Spukspaß für mutige Geister- und Gespensterjäger.

Frank Kreisler, geb. 1962 in Rostock, studierte am Literaturinstitut in Leipzig und arbeitet heute als freiberuflicher Autor. Mit Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche tourt er seit vielen Jahren erfolgreich durch Schulen und Bibliotheken, unter anderem mit dem Slogan: Fröhliches Gruseln.

 

 

 

Samstag, 14. März 2020

 

11:00 Uhr | WuK Theater Quartier – Werkstätten und Kultur am Holzplatz | Juliane Blech und Dirk Bierbaß: Was geht, wer schreibt, wie weit? | Eintritt frei | Schreibwerkstatt für Kinder & Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen-Anhalt e.V.

 

Unter Anleitung der Autorin Juliane Blech und des Autors Dirk Bierbaß werden Kinder und Jugendliche zum kreativen Schreiben angeregt. Es gibt keine Themen- oder Formvorgaben. Die Teilnehmer können ihrem künstlerischen Ausdruck freien Lauf lassen, Neues ausprobieren, ihre Gedanken und Ideen zu Papier bringen. Ob Gedichte, Geschichten, Monologe, mitgebrachte Texte – für alles ist Raum.

Juliane Blech, geb. 1975 in Halle, ist seit 2003 frei- schaffende Dichterin und Dramatikerin. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und war 2014 Stadtschreiberin in Halle. Sie schreibt, liest, fertigt Überraschungstü- tengedichte, leitet Workshops, Projekte und Theaterkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Dirk Bierbaß ist in Halle geboren und aufgewachsen. Er schreibt Gedichte und Prosa und leitet regelmäßig Schulprojekte zur Lese- und Literaturförderung. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller sowie im Förderkreis der Schriftsteller in Sachsen-Anhalt e.V.

 

Zusatzprogramm und nicht im gedruckten Programm:

15:30 Uhr | Peißnitzhaus | Effi Winkler liest aus „Ein König fährt Bus – Geschichten vom Nicht-Anderssein | Eintritt frei | ab 5 Jahren

 

In diesem Buch wird mit einer Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit gezeigt, dass verschiedene Menschen verschiedene Dinge, nennen wir sie auch Hilfen im Alltag brauchen und nicht zu „Menschen mit Andersartigkeit". Da steht der „Kugelstock" für einen „Blindenstock", eine „Märchenwanne" für eine Badewanne mit Lift, eine „sprechende Uhr" ist für Menschen gedacht, die nicht (mehr) gut lesen können.

 

Effi Winkler: Schon in der Schulzeit trug ich im Unterricht selbstverfasste Gedichte vor. Aber dass sie von mir sind, wusste niemand. Ich habe immer behauptet der Verfasser sei unbekannt. Heute, mehrere Jahrzehnte später, ist es mir eine Freude eigene geistige Ergüsse – egal ob Lyrik oder Prosa – vorzutragen. Das Lampenfieber ist geblieben, nur den Verfasser nenne ich heute mit ein wenig Stolz.

Habe nach dem Gymnasium BWL studiert, war zuletzt Beauftragte für behinderte Menschen im Klinikum. Organisiere eine Gruppe Schreibformat C in Chemnitz.

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