20 Jugendliche aus Halle und Leipzig in den Studienkompass aufgenommen

Aufnahme - Foto SDW
Erste Schritte Richtung Zukunft | Arbeitswelt - Studium
von hallelife.de | Redaktion

Diese Woche wurden 20 Schülerinnen und Schüler aus Halle und Leipzig feierlich in das Förderprogramm Studienkompass aufgenommen. In den kommenden drei Jahren erwartet die Jugendlichen eine individuelle Unterstützung von Mentorinnen und Mentoren sowie Hilfe bei der Studien- und Berufsorientierung, um den Übergang von der Schule an die Hochschule oder in die Ausbildung zu erleichtern. Alle neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten stammen aus Familien ohne akademische Erfahrung.

Die Herkunft spielt bei der beruflichen Orientierung immer noch eine große Rolle. Der Nationale Bildungsbericht 2018 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz zeigt es deutlich: Von 100 Akademikerkindern studieren 79, von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund schaffen nur 24 den Sprung an die Hochschule. Der Studienkompass setzt an dieser Stelle an, zeigt unbekannte Möglichkeiten auf, stärkt Selbstvertrauen und begleitet die Geförderten auf der Suche nach einem individuell passenden Bildungsweg. Im Fokus der Förderung steht die Vermittlung von Fähigkeiten, mit denen eine zukunftsorientierte Berufsentscheidung getroffen werden kann. Darüber hinaus stärkt das Programm relevante Zukunftskompetenzen wie den Umgang mit Herausforderungen, das Arbeiten im Team oder die Bereitschaft, Neues zu wagen. Die Studienkompass-App bietet den Geförderten und weiteren interessierten Jugendlichen zahlreiche interaktive Lernformate sowie Informations- und Weiterbildungsangebote für die eigene Zukunftsplanung. Der Studienkompass ist seit 2010 in der Region Halle/Leipzig aktiv und hat hier bereits fast 220 junge Menschen auf dem Weg an die Hochschule oder in eine Ausbildung begleitet.

Anlässlich der feierlichen Aufnahmefeier in Anwesenheit vieler Eltern und Lehrkräfte beglückwünschte Dr. Ulrich Hinz, Bereichsleitung Schülerförderung der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Regionalgruppe Halle/Leipzig: „In den kommenden drei Jahren werden die Jugendlichen bei einer gezielten Zukunftsplanung unterstützt. Dabei fokussieren sich die Angebote insbesondere auf Kompetenzen, die in der zukünftigen Arbeitswelt wichtig sein werden. Daneben setzt der Studienkompass mit digitalen Lehr- und Lernformaten auf zeitgemäße Förderinhalte. So auch mit der programmeigenen App zur Studien- und Berufsorientierung. Der Studienkompass möchte auf diese Weise einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit leisten.“

Nach der Aufnahmefeier starten die Geförderten in den ersten Workshop. Unter dem Motto „Leinen los!“ entdecken die Jugendlichen zwei Tage lang ihre individuellen Stärken, Ziele und Visionen.

 

Über den Studienkompass

Das Förderprogramm unterstützt bundesweit aktuell mehr als 1.100 Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne akademische Erfahrung beim Übergang von der Schule an die Hochschule oder in die Ausbildung. Rund 3.500 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen.
Der Studienkompass ist eine Initiative der Accenture-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Partner angeschlossen. Hauptförderer sind die aim – Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken, die aqtivator gGmbH und die Karl Schlecht Stiftung.

Förderer des Studienkompass sind: Heinz Nixdorf Stiftung, Hans Hermann Voss-Stiftung, Bundesverband Deutscher Stiftungen & Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit „Menschen stärken Menschen“, RAG-Stiftung, Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung, PAI Partners, Rise, Dr. Egon und Hildegard Diener-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, S&P Family Office, Unternehmensverbände im Lande Bremen, Merck Finck Stiftung, Albert und Barbara von Metzler-Stiftung, Sebapharma und weitere.

Schirmherrin des Programms ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek.

Mehr Informationen unter www.studienkompass.de

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