Junge Fachkräfte ausbilden und beschäftigen, das sichert Unternehmen die Zukunft!

Agentur für Arbeit Halle | Arbeitswelt - Ausbildung
von hallelife.de | Redaktion

Positive Arbeitsmarktlage gezielt für die Jugend nutzen. Arbeitsagentur empfiehlt Betrieben, ihre Azubis nach der Ausbildung zu übernehmen.

Diesen Sommer beenden wieder viele junge Menschen ihre Ausbildung. Die meisten von ihnen werden nach erfolgreich bestandener Prüfung von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen. Oder sie wechseln nahtlos in andere Unternehmen. Dieser Trend führt seit Jahren erfreulicherweise zu einer sinkenden Zahl an arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren. Aktuell suchen aber noch 1534 junge arbeitslose Frauen und Männer einen Job.

Auf der anderen Seite suchen vielerorts regionale Unternehmen händeringend Fachkräfte. Deshalb müssen Betriebe, die ihre ehemaligen Azubis nicht weiterbeschäftigen und in die Arbeitslosigkeit schicken, damit rechnen, dass diese innerhalb kürzester Zeit von ihren Mitbewerbern eingestellt werden. „Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – geringe Schülerzahlen aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge und steigende Altersabgänge in Rente − nehmen die Probleme in unserer Region weiter zu. Wir werden älter und wir werden weniger Menschen. Damit stehen den Unternehmen weniger Arbeitskräfte zur Verfügung. Deshalb müssen wir jetzt aktiv gegensteuern und allen Menschen einen Chance geben. Das gilt gerade für die Jugend, die Zukunft unseres wirtschaftlichen Erfolgs. Wir können es uns nicht leisten, dieses Potential z. T. ungenutzt zu lassen. Jeder Jugendliche hat Talente und deshalb eine Chance auf eine Ausbildung und anschließende Beschäftigung verdient“, ist sich Petra Bratzke, Chefin der halleschen Arbeitsagentur, sicher.

Die Situation am Arbeitsmarkt ist derzeit so gut wie lange nicht. Die meisten Unternehmen haben volle Auftragsbücher und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg zuletzt auf rund 165.772 Personen. Nur knapp 12.827 von ihnen sind unter 25 Jahre. Gerade mittelständische und Handwerksbetriebe fürchten, dass die Suche nach geeignetem Personal für sie künftig noch schwieriger wird. Quer durch alle Branchen und Regionen ist der Fachkräftemangel bereits heute schmerzlich spürbar – mit Konsequenzen für alle Beschäftigten. Denn wenn Fachkräfte fehlen, schmälert das auch die Chancen von Menschen mit geringeren Qualifikationen: Bleibt beispielsweise eine Ingenieurstelle unbesetzt, gibt es auch keine Arbeit für Facharbeiter, Sekretärinnen und Reinigungskräfte. Deshalb sollten alle Ausbildungsbetriebe versuchen, ihre Fachkräfte mit Abschluss zu halten und Arbeitnehmer ohne Abschluss zu qualifizieren. Die Arbeitsagentur kann hierbei unterstützen.

Ausbildung im eigenen Betrieb sichert Fachkräfte von morgen

Bratzke wirbt dafür, den Schwung auf dem Arbeitsmarkt für die Jugend zu nutzen: "Eine gute duale Berufsausbildung mit Abschluss ist eine hervorragende Grundlage für ein gelingendes und auskömmliches Berufsleben. Zudem ist es der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit, da qualifizierte Fachkräfte statistisch betrachtet seltener arbeitslos sind und auch schneller wieder einen Job finden. Und auch für die Unternehmen gilt: Ausbildung im eigenen Betrieb schafft und sichert Fachkräfte von morgen."        

 

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