4,75 Prozent mehr Geld – kürzere Arbeitszeiten in Ostdeutschland

Tarifverhandlungen | Arbeitswelt - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat bei den Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 1.100 Beschäftigten der Paracelsus-Reha-Kliniken einen Tarifabschluss erzielt, das stufenweise Entgelterhöhungen von 4,75 Prozent, eine Corona-Sonderzahlung von 300 Euro und kürzere Arbeitszeiten in Ostdeutschland vorsieht. „Angesichts der schwierigen Lage in der Reha ist das ein gutes Ergebnis“, sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. „Ein ganz wichtiges Signal ist die längst überfällige Angleichung der Arbeitszeiten Ost an West.“

In Sachsen-Anhalt profitieren 150 Beschäftigte der Paracelsus Klinik Bad Suderode vom Tarifabschluss.

Im Einzelnen sieht der Tarifabschluss folgende Regelungen vor: Die Entgelte werden ab Oktober 2021 um 1,5 Prozent angehoben, ab März 2022 um weitere 1,25 Prozent und ab September 2022 um weitere 2,0 Prozent. Im Juni erhalten die Beschäftigte eine zusätzliche Corona-Sonderzahlung von 300 Euro für die besonderen Belastungen während der Pandemie. Die Ausbildungsvergütungen steigen ab Juli 2021 um 50 Euro pro Monat und am Januar 2022 um weitere 50 Euro. Zudem werden die Zuschläge für Nachtarbeit, Samstagsarbeit, Wechselschicht erhöht. Für die Reha-Kliniken in Ostdeutschland wurde zudem eine schrittweise Angleichung der wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden an 38,5 Stunden im Westen vereinbart.

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