3D-Druck erobert die Industrie

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von hallelife.de | Redaktion

Bau-, Automobil-, Luft- und Raumfahrttechnik: Inzwischen hat der 3D-Druck aufgrund seines Potenzials und seiner Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit und Flexibilität fast alle Industriezweige erobert. Mit dreidimensionalen Druckern ist es möglich, Objekte zu entwerfen, das Material für die Realisierung auszuwählen und ein fertiges Produkt zu haben. Alles per Computer. 1982 aus dem Geist eines amerikanischen Ingenieurs geboren, hat sich die Entwicklung im Laufe der Zeit so weit gesteigert, dass sie in den Fabriken von morgen von grundlegender Bedeutung sein wird.

Seit dem letzten Bericht von Smart Tech Publishing wird erwartet, dass der Markt für 3D-Drucker in diesem Jahr 11,2 Milliarden Dollar erreichen wird. Wie alle Innovationen wird auch der 3D-Druck Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.

 

Geschichte und Verbreitung

Der 3D-Druck wurde 1982 geboren, als der amerikanische Ingenieur Chuck Hull die Stereolithografie erfand, eine Technik des dreidimensionalen Drucks von Objekten, die mithilfe von Software verarbeitet werden. Obwohl es sich um eine echte Innovation handelte, waren die Anwendungsbereiche sehr begrenzt, da es sich bei dem Druckmaterial um Harz handelte.

 

 

Neueste Entwicklungen

Heute ist der 3D-Druck zu einem grundlegenden Bestandteil der Fabrik der Zukunft geworden. Tatsächlich entscheiden sich immer mehr Hersteller für diese Technik in ihren Fabriken.

Laut einer Studie von Gartner wird erwartet, dass die additive Herstellung im medizinischen Bereich stark zunehmen wird, wobei geschätzt wird, dass bis 2023 25 % der medizinischen Geräte in den entwickelten Märkten in 3D gedruckt werden. 

In der Raumfahrttechnik hingegen wird es mehr als nur ein Experiment, so sehr, dass das Orion-Projekt (welches Passagiere zum Mars befördern soll) über 100 3D-gedruckte Teile verwenden wird, die aus einem weltraumtauglichen Material hergestellt werden. Selbst Privatunternehmen, wie Rolls Royce, setzen darauf, dass mit der SLM Solutions Group AG mit Sitz in Deutschland einen Liefervertrag für Multi-Laserdrucker abgeschlossen hat.

 

Druck oder CNC Fräsen – welches der beiden eignet sich besser für das Rapid Prototyping?

Es gibt wie oben beschrieben sehr viele Gründe, die für den 3D-Druck sprechen. Jedoch ist er nicht für die Massenproduktion geeignet, da er hinsichtlich der Geschwindigkeit und der Zugänglichkeit leider noch eingeschränkt ist. Der Hauptunterschied zwischen dem 3D-Druck und dem CNC Fräsen besteht in der Art der Fertigung.

Durch die CNC-Bearbeitung, wird aus einem Materialblock (auch "Rohling") genannt, das gewünschte Endprodukt passgenau gefräst. Die Rohlinge bestehen meist aus Holz, Metallen und Kunststoffen.

Beim 3D-Druck werden Objekte Schicht für Schicht aus Materialien wie Harzen, Kunststoff- oder Metallpulver hergestellt. Weiterhin wird mit einer Energiequelle, wie z. B. einem Laser Schichten dieser Materialien zu einem festen Objekt verbunden. Ein weiterer Vorteil des 3D-Drucks ist die Formfreiheit, die Genauigkeit, die Anwendungen in vielen Bereichen, die Geschwindigkeit und die Kostenreduktion.

Also welche Methode eignet sich nun besser für das Rapid Prototyping?

Zusammenfassend ist zu sagen, dass beide Verfahren Ihre Vor- und Nachteile mit sich ziehen. Wenn es aber um die Schnelligkeit gehen soll, ist das CNC Fräsen das bessere Verfahren.

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